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Die 10 höchsten Managergehälter in 2012

In den letzten Wochen haben wir die Top Ten der bestbezahlten Manager Europas vorgestellt. Dass all diese Manager Gehälter verdienen, die sich sehen lassen können, wurde mehr als deutlich. Selbst Daimlerchef Dieter Zetsche, der mit einem Jahresverdienst von 8,64 Mio. Euro mit Platz 10 das Schlusslicht bildet und knapp 50 Prozent weniger verdient als der Erstplatzierte, VW Konzernchef Martin Winterkorn (16,6 Mio. Euro), liegt weit über dem Durchschnitt der europäischen Managergehälter. Ein CEO verdient in Europa im Schnitt circa 5,7 Mio. Euro. Die Managergehälter sonstiger Geschäftsleitungsmitglieder liegen immer noch bei rund 3,3 Mio. Euro pro Jahr. Damit ist das europäische Niveau der Managergehälter hoch angesiedelt, was in jüngster Zeit immer wieder Diskussionen nach sich zog.

Die Top 10 der Managegehälter

  1. Martin Winterkorn
  2. Joseph Jimenez
  3. Alfredo Saenz Abad
  4. Bernard Arnaul
  5. Peter Voser
  6. Severin Schwan
  7. Terry Leahy
  8. Josef Ackermann
  9. Peter Löscher
  10. Dieter Zetsche

Manager Gehälter 2012 – kein Grund zur Traurigkeit bei den Top Ten

Gemäß einer von der Forschungsgruppe Wahlen in 2012 durchgeführten Umfrage waren 67 Prozent der 1.319 befragten Wahlberechtigten ab 18 Jahren der Ansicht, der Staat solle bei der Höhe der Managergehälter regulierend eingreifen. Würde die Regierung diesem Ruf nachgeben, käme Joseph Jimenez (Novartis) sicherlich nicht mehr auf 12,54 Mio. Euro, Alfredo Saenz Abad (Santander Bank) müsste sich unter Umständen mit weitaus weniger als 10,72 Mio. Euro begnügen und Bernard Arnault (LVMH) könnte sich als Viertplatzierter nicht über ein ansehnliches Jahresgehalt von 10,7 Mio. Euro freuen. Die goldene Mitte der Top Ten hat mit Platz 5 Peter Voser als CEO der Royal Dutch Shell inne. Sein Einkommen betrug im vergangenen Jahr 10,21 Mio. Euro.

Dass sich die Top Ten Managergehälter 2012 nicht viel tun, beweist Severin Schwan, der die Geschicke des Roche-Konzerns leitet. Mit einem Jahreseinkommen von 10,02 Mio. Euro belegte er Platz 6, dicht gefolgt vom CEO des britischen Handelsriesen Tesco. Sir Terry Leahy verdiente 9,92 Mio. Euro. Josef Ackermann (Deutsche Bank) belegte Platz 8 der bestbezahlten Manager. Mit einem Jahreseinkommen von 9,35 Mio. Euro haftete er sich dicht an Leahys Fersen. Ebenfalls kein Grund zur Traurigkeit gab es beim Siemenskonzernchef Peter Löscher. Der Österreicher verdiente 8,71 Mio. Euro und sicherte sich damit den neunten Platz in der Liste der Top Ten Managergehälter 2012.

Einfluss der Managergehälter auf die wirtschaftliche Gesamtlage

Die Frage, inwieweit Managergehälter mittels gesetzlicher Restriktionen in Grenzen gehalten werden können und sollen, wird eine rein rhetorische bleiben, denn obwohl immer mehr Wirtschaftsexperten die Soziale Marktwirtschaft nach 62 Jahren als gefährdet ansehen, hat doch bisher jede europäische Regierung davor zurückgeschreckt, die Managergehälter tariflich zu begrenzen. Es mag sein, dass eine Handvoll elitärer Großverdiener Millionen Menschen das Vertrauen und den Glauben an Ludwig Erhards Grundidee raubt. Stellen aber nun wirklich die Manager Gehälter 2012 eine allein schuldige Größe hinsichtlich realer Einkommensverluste und Billiglohnkonkurrenz dar? Ist es nicht vielmehr die kontinuierlich voranschreitende Globalisierung, die nicht nur positive, sondern unweigerlich auch negative Begleiterscheinungen mit sich bringt?

Managergehälter in der deutschen Onlinewirtschaft

Zweifelsohne werfen die Managergehälter 2012 die Frage auf: Sind die CEOs ihren hohen Preis tatsächlich wert? Insbesondere in der deutschen Onlinewirtschaft verdienen Manager recht schnell stattliche Summen. Bereits mit einer knapp 5-jährigen Berufserfahrung ist ein Jahresgehalt von 200.000 Euro möglich. Wer der Branche als Manager zwanzig Jahre treu bleibt, verdoppelt sein Gehalt in dieser Zeit mühelos. Am höchsten sind die Manager Gehälter im Bereich des eCommerce angesiedelt.

Sind Manager Gehälter in Millionenhöhe wert?

Doch bleiben wir bei unseren Top Ten der bestbezahlten Manager Europas. Martin Winterkorn ging als Gewinner aus dem Kopf-an-Kopf-Rennen hervor. Ist dieser Mann nun seine verdienten 16,6 Mio. Euro wert?, könnte man fragen. Rein wirtschaftlich betrachtet gibt es darauf eine klare Antwort. Sie lautet: 11,3 Milliarden Euro. Genau diesen Gewinn erzielte VW im vergangenen Jahr und schüttete nach dem höchsten Betriebsergebnis der VW-Firmengeschichte eine Rekordprämie in Höhe von 700 Mio. Euro aus. Rückwirkend für 2011 bedeutete das für die circa 90.000 Tarifmitarbeiter des Unternehmens eine mehr als großzügige Bonuszahlung von 7.500 Euro. Darüber hinaus wurden Zehntausende neue Arbeitsplätze geschaffen.

Fazit

Managergehälter unterliegen oftmals einer allzu einseitigen Betrachtung, wohingegen die horrenden Transfersummen der Profifußballer ebenso gelassen hingenommen werden, wie die Millionenverdienste der Stars und Sternchen. Mit dem nötigen Sportsgeist betrachtet, sind die Managergehälter sicherlich nicht zu hoch angesiedelt. Vorausgesetzt, die Leistung stimmt, was bei Herrn Winterkorn ebenso zutrifft, wie bei Herrn Zetsche, sind eben diese qualifizierten Manager die Hoffnungsträger des wirtschaftlichen Aufschwungs, von denen letztendlich die breite Masse der Arbeitnehmer profitiert, wie das VW-Beispiel verdeutlicht.

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