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Dienst ist Dienst und Spaß sieht anders aus? Aufgepasst bei Freundschaften im Job

Dienst ist Dienst und Spaß sieht anders aus? Aufgepasst bei Freundschaften im Job

Jeder möchte beliebt sein und sich zwischen den Kollegen wohlfühlen. Auch zum Boss möchte man ein gutes Verhältnis haben. Doch, wie schafft man es, die nötige Balance zwischen Nähe und Distanz zu wahren? Wie viel Privates soll man preisgeben und wie sieht der Umgang mit den sozialen Netzwerken im Internet aus?

Sollten Kollegen Freunde werden?

Täglich verbringt man acht oder mehr Stunden mit den Kollegen. Vielen Angestellten fehlt die Zeit, private Freundschaften zu pflegen und schon plaudern sie lustig aus dem Nähkästchen. Berufliches wird mit Privatem vermischt und die nette Kollegin scheint die beste Freundin zu werden. Es ist durchaus möglich, dass sich aus einem kollegialen Verhältnis eine Freundschaft entwickelt. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass jede Freundschaft kippen kann. Dann wird es schwierig, denn schließlich arbeitet man weiterhin zusammen, vielleicht sogar noch in einem Raum. Zudem können die zunächst privat ausgetauschten Geheimnisse genutzt werden, um dem oder der anderen eins auszuwischen. Deshalb ist Vorsicht geboten und es sollte wohl überlegt sein, ob man tiefe Freundschaften zu Kollegen führen möchte.

Wenn der Kollege zum Vorgesetzten aufsteigt

Problematisch wird es häufig auch dann, wenn der Kollege die Karriereleiter erklimmt und nun zur Führungsebene gehört. Herr L. war in der Abteilung beliebt und jede Mittagspause traf er sich mit seinen Kollegen zum Essen und Plaudern. Auch manche private Aktivität fand mit Kollegen statt. Dies änderte sich fast schlagartig, als er befördert wurde und seinen Arbeitsplatz in der Führungsetage bekam. Gelacht wurde am Mittagstisch nur noch dann, wenn Herr L. nicht mit am Tisch saß. Privates erzählte man ihm auch nicht mehr und zu Unternehmungen außerhalb der Arbeitszeit wurde er ebenso kaum noch eingeladen.

Diese Veränderung ist für manchen Aufsteiger zunächst erschreckend. Waren die Kollegen scheinbar Freunde, halten sie sich nun bedeckt und gehen auf Distanz. Doch genau diese Distanz ist wichtig, um die manchmal unangenehmen, aber nötigen Entscheidungen treffen zu können. Wer einen Karrieresprung geschafft hat, sollte sich deshalb lieber kollegiale Freunde suchen, die sich auf derselben Ebene in der Hierarchie befinden.

Tipps für Privates unter Kollegen

Folgend einige Tipps, damit es mit den Kollegen klappt:

  • Privat und Beruf sollte möglichst gut getrennt bleiben. Deshalb zieren den Arbeitsplatz nur wenige private Gegenstände und die Gespräche bleiben auf der Smalltalk-Ebene.
  • Liebeskummer, Beziehungskrisen, Details über Krankheiten und andere Vertraulichkeiten bleiben bei der besten Freundin, werden aber nicht mit Kollegen besprochen.
  • Jede Freundschaft kann zerbrechen. Das sollte man unbedingt bedenken, wenn man eine Freundschaft mit Kollegen eingeht. Deshalb: Lieber nicht zu vertraulich sein, denn das gut gehütete Geheimnis könnte doch einmal im Konkurrenzkampf gegen einen verwendet werden.
  • Wer sich kritisch über einen Kollegen äußert, sollte das nur dann tun, wenn man diese Kritik der betroffenen Person auch ins Gesicht sagen kann.

Chef oder Kollege stellt Freundschaftsanfrage bei Facebook – was tun?

Die sozialen Netzwerke im Internet gehören mittlerweile zum Sozialleben dazu. Aber, was soll man tun, wenn Chef oder Kollegen Freundschaftsanfragen bei Facebook stellen? Möchten die privaten Fotos und Posts mit dem Boss geteilt werden? Muss man sich jedes Like und jeden Kommentar, den man schreiben möchte, zig Mal überlegen, wenn Chef und Kollegen mitlesen? Was wird passieren, wenn man die Anfrage einfach ignoriert oder sogar ablehnt?

Im World Wide Web bestehen verschiedene Portale und die sollte man auch unterschiedlich nutzen. So wird Facebook – solange es sich um eine private Seite handelt – in der Regel für privaten Austausch genutzt. Linkedin oder Xing sind Portale, mit denen in erster Linie berufliche Kontakte gepflegt werden.

Die verschiedenen Social Networks bieten sich als gute Lösung für die oben genannte Situation an: Chef oder Kollege muss nicht ignoriert oder strikt abgelehnt werden. Man kann sie freundlich darauf hinweisen, dass man Facebook eher für Belanglosigkeiten nutzt, mit denen man weder den Chef noch die Kollegen langweiligen möchte. Als Friedensangebot weist man auf Portale wie Xing hin, in denen man sich gerne vernetzen kann. Damit Facebook nicht zur Stolperfalle für ein gutes Verhältnis zwischen Kollegen oder zum Chef wird, sollten die Einstellungsmöglichkeiten genutzt werden. Zum Beispiel kann eingestellt werden, wer die Chronik lesen und sehen kann. Soll der Boss nichts vom ausschweifenden Wochenende mitbekommen, wird der Post so eingestellt, dass ihn nur die Kontakte der Freundesliste sehen können. Selbstverständlich sitzt man immer im Glashaus, sobald man sich im Internet bewegt. Die sogenannte Freundesliste besteht meistens nicht nur aus echten Freunden. Deshalb auch hier vorsichtig sein, was geteilt und gepostet wird.

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