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Du oder Sie? Die richtige Anrede im Job macht den Unterschied

Du oder Sie? Die richtige Anrede im Job macht den Unterschied

In manchen Branchen ist das Duzen erwünscht. In anderen Berufsbereichen gelten gewisse Benimmregeln, die beherrscht werden sollten, um nicht ins Fettnäpfchen zu treten.

Duzen oder Siezen – Wie mache ich es richtig?

Das Duzen wird zunehmend beliebter, hingegen klingt das Siezen für viele bereits altbacken. Im Berufsleben ist das Du jedoch nicht immer angebracht. In verschiedenen Branchen – meist in kreativen Berufen – wird auf einen freundschaftlichen Umgangston Wert gelegt und somit gehört das Du zum normalen Arbeitsalltag. Oft wird dies schon in Stellenanzeigen deutlich. Unternehmen, die sich als junges, modernes und dynamisches Team präsentieren, reden potenzielle Bewerber in den Annoncen bereits mit Du an. Sollte man in einer Firma arbeiten, in der sich geduzt wird, sollte sich nicht quergestellt werden. Auch mit einem Du kann eine gewisse höfliche Distanz zum Kollegen oder Teamleiter eingehalten werden. Wird sich im Beruf geduzt, muss das nicht gleichzeitig bedeuten, dass Kollegen Freunde werden.

Wie ist es aber in Unternehmen, in denen Duzen nicht zum selbstverständlichen Umgang gehört? Hier greifen folgende Benimmregeln:

  • Grundsätzlich werden in der Hierarchie höher gestellte Personen gesiezt
  • Auch ältere Kollegen werden mit Sie angesprochen
  • Arbeitet man nun bereits länger zusammen und möchte zum Duzen übergehen, sollte die ranghöhere Person oder die ältere Person den Anfang machen

Was ist aber, wenn man als Neue(r) in ein Unternehmen kommt und sich dort alle duzen? In dem Fall sind die Teammitglieder dafür zuständig, dem neuen Mitarbeiter zu erklären, dass hier das Du zum normalen Umgangston gehört. Als Neue oder Neuer pflegt man somit erst einmal das Sie, denn mit Siezen wird Respekt und Höflichkeit ausgedrückt. Aber auch als langjähriges Teammitglied sollte man neue Mitarbeiter nicht einfach duzen. Das wäre unhöflich, denn jeder Mensch sollte die Möglichkeit bekommen selbst zu entscheiden, ob er beim Sie bleiben oder zum Du übergehen möchte. Also wird dem neuen Mitarbeiter das Du angeboten und ein Angebot darf abgelehnt werden.

Es gibt noch eine andere Situation für Teams, deren Teammitglieder den freundschaftlichen Umgang pflegen und sich duzen. Bisher wurde der Vorgesetzte geduzt. Nun tritt eine andere Person an dessen Stelle. Hier greifen wieder die oben genannten Regeln: Der Vorgesetzte ist die höhergestellte Person und somit entscheidet er, ob er geduzt werden möchte oder nicht.

Wenn der Chef mich duzt, duze ich ihn auch...oder nicht?

Duzt der Chef seine Angestellten, bedeutet das nicht, dass die Mitarbeiter ihren Boss ebenfalls duzen dürfen. Der Ranghöhere entscheidet darüber, wem er das Du anbietet. Allerdings hat sich auch der Chef an Benimmregeln zu halten. Es ist schlicht unhöflich, wenn er seine Mitarbeiter duzt, obwohl im Unternehmen das Du nicht zum üblichen Umgangston gehört. Hier darf man ruhig darauf hinweisen, dass man selbst gerne gesiezt werden möchte.

Einige Chefs demonstrieren gerne ihre Macht und machen mit dem Du für Angestellte deutlich, dass er über ihnen steht. Das wissen die Mitarbeiter jedoch auch ohne diese Anredeform.

Möchte der Boss eine gewisse Distanz zu seinen Mitarbeitern einhalten, sollte er sie siezen. Das gilt auch für Vorgesetzte, die neu im Unternehmen anfangen. Viele Angestellten fühlen sich unwohl, wenn sie mit ihrem Chef per Du sein sollen. Duzen schafft eine vertraute Atmosphäre und diese möchte man nicht unbedingt mit dem Boss eingehen.

Weiterführende Infos zum Thema:

Business-Knigge: Visitenkarten, Smalltalk und Geschäftsessen

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