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Duales Studium voll im Trend

Berufsausbildung machen und wenig verdienen oder studieren, Geld bezahlen und gar nichts verdienen? Klingt beides wenig attraktiv. Wer beides – also das Lernen der Theorie in einer Hochschule oder Akademie und das praktische Lernen in einem Betrieb – verbinden möchte, steht alles in allem besser da. Das Zauberwort heißt: Duales Studium.

In Deutschland gibt es über 700 duale Studiengänge mit aktuell über 48.000 Studierenden. Gut 189 Fachhochschulen, Universitäten, 56 Berufsakademien und 15 Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien können auf über 26.000 Partner aus der Wirtschaft bauen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, denn neben BWL in diversen Fachrichtungen stehen auch Informatik-, Ingenieursstudiengänge und viele andere zur Verfügung.

Es gibt vier verschiedene Arten des dualen Studiums, wobei manchmal eine abgeschlossene Ausbildung vorausgesetzt wird und in anderen Fällen zwei Abschlüsse parallel erworben werden können. Auch der Lernrhythmus ist nicht einheitlich geregelt. Während die einen Studiengänge semesterweise zwischen Hochschule und Betrieb abwechseln, machen andere dies monats-, wochen- oder gar tageweise.

Ein duales Studium hat Vor- und Nachteile. Zu den Nachteilen zählt der enorme Zeitaufwand, denn während ein gewöhnlicher Student nach gut vier Monaten erst einmal einige Zeit frei hat, steht für den dualen Auszubildenden keine Freizeit auf dem Programm, denn Hochschule und Betrieb wechseln sich ab. Die einzige Freizeit ist dann der Urlaub, der meist um die 30 Tage beträgt.

Ein weiterer Nachteil ist die fehlende Freiheit. Ein Praktikum in einem anderen Betrieb derselben Branche zu machen, ist nicht möglich. Man erlernt alles speziell auf das Unternehmen ausgerichtet. Oft verpflichtet sich der Student dazu, nach dem Abschluss noch einige Jahre im Unternehmen zu bleiben, da dieser schließlich enorm viel Geld in ihn investiert hat.

Jedoch hat es auch Vorteile, denn in der Regel wird man in der Lernzeit bezahlt. Studiengebühren werden im Normalfall von der Firma getragen und nicht wenige Firmen bezahlen ihre Schützlinge auch, während sie in der Hochschule sitzen und lernen. Früh wird so der Mitarbeiter von morgen an das Unternehmen gebunden.

Das System ist jedoch auch für die Arbeitgeber attraktiv, denn der Betrieb hat schneller einen fähigen Mitarbeiter, der auch während seiner Lehrzeit mit anpacken kann. Nach dem Studium hat man nicht nur das Studium selbst vorzuweisen, sondern eben auch einschlägige Berufserfahrung.

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