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Ein perfekter Arbeitsplatz – der ewige Wunschtraum?

Ein perfekter Arbeitsplatz – der ewige Wunschtraum?

Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte kürzlich 1.140 Berufstätige, welche Kriterien ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz am meisten beeinflussen. Sicherlich nicht überraschend landete das Arbeitsklima mit 55 Prozent auf Platz 1, gefolgt von den Aufgaben (42%) und dem Gehalt (38%). Ebenfalls entscheidend für die Zufriedenheit war für 31 Prozent der befragten Berufstätigen die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Die Regelungen von Sozialleistungen und Altersversorgungen beeinflussen mit 10 Prozent das Wohlbefinden eines erstaunlich geringen Anteils der Befragten positiv. So gut wie gar keine Bedeutung haben Förderung und Weiterbildung. Gerade einmal 5 Prozent war dieser Aspekt wichtig.

Ein perfekter Arbeitsplatz glänzt durch gutes Betriebsklima

Daraus ergibt sich unterm Strich, dass ein perfekter Arbeitsplatz auf jeden Fall mit einem guten Betriebsklima einhergeht, die Qualität der Tätigkeiten und das Gehalt stimmen sollten. Zudem strebt immerhin fast ein Drittel der befragten Berufstätigen nach einem dauerhaften Arbeitsverhältnis. Die Frage ist aber nun, ist ein perfekter Arbeitsplatz Utopie oder gibt es ihn wirklich?

Ein perfekter Arbeitsplatz – Wünschenswertes und Überflüssiges

In einer weiteren, vom Karrierenetzwerk LinkedIn veröffentlichten Studie, wurden 7.000 Angestellte, unter ihnen 420 Deutsche befragt, welche Störfaktoren es an ihrem Arbeitsplatz momentan gibt, was besser werden könnte, kurz, wie ein perfekter Arbeitsplatz aussehen sollte. Die deutschen Angestellten empfinden demnach künstliche Lichtquellen als besonders störend. Für 37 Prozent kommt ein perfekter Arbeitsplatz ohne diese Beleuchtung aus. Auf Platz 2 landete ein ruhiges Arbeitsumfeld, das sich immerhin 21 Prozent der deutschen Befragten wünschten. Ihr perfekter Arbeitsplatz würde über eine imaginäre „Stummtaste" verfügen, mit der sie die Gespräche ihrer Kollegen und den allgemeinen Bürolärm lautlos stellen könnten. Mit Ruhe hat auch der dritte Wunsch deutscher Büroangestellter zu tun. Ein perfekter Arbeitsplatz würde ihnen „einen ruhigen Ort im Büro für ein kurzes Nickerchen bereithalten“. Mit dem weltweit größten Wunsch können sich deutsche Angestellte scheinbar nicht wirklich identifizieren. Somit belegte der „persönliche Assistent“ in Deutschland nur den vierten Platz.

Ein perfekter Arbeitsplatz kommt nicht von ungefähr

Befragt nach ihren beruflichen Zukunftsvisionen, sind über 50 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass es in fünf Jahren kaum noch feste Arbeitszeiten geben wird. Zudem prognostizieren 39 Prozent dem Desktop-PC und 33 Prozent den Festnetztelefonen das baldige Aussterben. Als die drei größten Zukunftstrends werden Videokonferenzen, Smartphones und flexible Arbeitszeiten gesehen.
Hinsichtlich der allgemeinen Rahmenbedingungen der heutigen Bürowelt ließen viele deutsche Studienteilnehmer eine gewisse Unzufriedenheit durchblicken. Ein perfekter Arbeitsplatz sieht für viele von ihnen anders aus. In diesem Punkt sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen gefordert, den Geräuschpegel zu senken, und zwar in erster Linie, was die Stimmen der Unzufriedenen angeht. Eine schwierige Aufgabe in einer schnelllebigen Branche. Wichtig dennoch, sie gemeinsam anzugehen. Einen zu 100 Prozent perfekten Arbeitsplatz wird es kaum irgendwann geben - ein überwiegend perfekter Arbeitsplatz ist jedoch ein Ziel, das nicht in den Sternen liegt.

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