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Einstiegsgehälter: Auf das Studienfach kommt es an

Erst kürzlich haben wir darüber berichtet, dass Akademiker (je nach Fachbereich) nur selten Schwierigkeiten haben, kurz nach dem Abschluss eine Anstellung zu finden. Im Schnitt dauere es nur maximal drei Monate. Ob dieser erste Job jedoch der Qualifikation und den Wünschen entsprechend ist, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Vielen Akademikern wird nachgesagt, dass sie lieber eine Anstellung annehmen, welche eine geringere Qualifikation erfordert, als sich die Blöße zu geben, sich arbeitsuchend melden zu müssen.

Nun hat eine weitere Studie belegt, dass Berufseinsteiger derzeit so gut bezahlt werden, wie nie zuvor. Jedoch: Auch hier hängt es wieder davon ab, was studiert wurde. So ist das Gehaltsniveau von Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern weiter angestiegen, das von Geisteswissenschaftlern hingegen nicht.

In Zahlen heißt das: Die zehn Fachrichtungen, in denen die höchsten Gehälter bezahlt werden, zahlen ihren Einsteigern im Schnitt etwas über 40.000 Euro brutto im Jahr. Erstmals wurde dabei die 40.000 Euro-Marke überschritten. Geistes-, Sozial oder Sprachwissenschaftler gehen oft nur mit 20.000 bis 32.000 Euro jährlich nach Hause. Maximalgehälter gibt es für Absolventen der Ingenieurswissenschaften: bis zu 41.000 Euro. Dagegen erreichen Gesellschafts- und Sozialwissenschaften nicht mehr als 34.000 Euro.

Gerade im technischen Bereich weiß man um die Wichtigkeit des Nachwuchses und Fachkräfte von morgen. Daher werden viele Einsteiger teilweise sogar besser bezahlt, als Fachkräfte, die bereits länger im Berufsleben stehen. Besonders in Branchen, in denen es schwer ist, Nachwuchs zu rekrutieren, wird die Bildungselite mit einigen Euro zu locken versucht.
Viele Unternehmen zahlen nicht nur gut, sondern bieten einiges an Sonderleistungen von Extrazahlungen, vermögenswirksamen Leistungen bis hin zu Schulungen, Weiterbildungen, spezielle Zusatzversicherungen oder gar eine (vergünstigte) Mitgliedschaft in hauseigenen Sportverein bzw. Partner Fitnessstudio.

Fakt ist: Wer „das Richtige“ studiert hat, kann bereits als Berufseinsteiger kräftig absahnen. Wo nach der Elite von morgen gesucht wird, wird entsprechend gut bezahlt. Leider bleiben viele andere Akademiker dabei vergleichsweise auf der Strecke.

Quelle: Wirtschaftswoche