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Erfolg kann man anziehen: Auf Haare, Stimme, Größe kommt’s an!

Erfolg kann man anziehen: Auf Haare, Stimme, Größe kommt’s an!

Man kann sich noch so sehr anstrengen und die tollsten Abschlüsse vorlegen – das Aussehen eines Menschen spielt immer noch eine enorme Rolle bei der Erfolgsaussicht. Auch andere Faktoren bestimmen über den Erfolg eines Menschen – und das im 21. Jahrhundert!

Gleichberechtigung bei der Auswahl der Kandidaten?

Betrachtet man die Ergebnisse verschiedener Studien ist es erstaunlich, dass im 21. Jahrhundert immer noch einige Persönlichkeitsmerkmale mit Vorurteilen behaftet sind. Personalverantwortliche entscheiden nicht nur nach Zeugnissen und anderen Qualifikationen, ob ein Bewerber für den zu besetzenden Job in Frage kommt oder nicht. Auch beim Gehalt zeigen sich Unterschiede, die nicht von Dienstjahren oder Wissen abhängen. Zum Beispiel liegt der Verdienst von homosexuellen Männern im Durchschnitt um 23 Prozent niedriger als der Lohn heterosexueller und verheirateter Männer. Laut Kienbaum-Studie ist das Einstiegsgehalt um etwa 25 Prozent höher, wenn der Bewerber einen Doktortitel vorlegen kann. Stammt man aus einer Arbeiterfamilie, hat man wesentlich weniger Chancen die Karriereleiter zu erklimmen, als ein Kind der Oberschicht, auch wenn beide vergleichbare Qualifikationen und Noten mitbringen.

Selbst der Name kann zur Stolperfalle werden. Psychologen der Technischen Universität in Chemnitz sagen aus, dass die Namen Heiko, Uwe und Olaf oft mit negativen Assoziationen verbunden werden. Bei einem Lukas wird an Intelligenz gedacht und beim Namen Alexander entwickelt sich im Kopf ein Bild eines attraktiven Mannes.

Schön und qualifiziert – gute Chancen für die Karriere

Personaler sind auch nur Menschen und deshalb richtet sich der Blick oftmals mehr auf Bewerbungsfotos und persönliche Angaben des Kandidaten, statt auf seine Qualifikationen. Attraktive Bewerber haben somit generell bessere Chancen, zum Jobgespräch eingeladen zu werden. Schöne Menschen gelten als kreativ und intelligent.

Auch die Frisur bestimmt über die Erfolgsaussichten. Frauen mit langen und dunklen Locken werden als naiv und unsicher abgestempelt. Dagegen ist die Kurzhaarfrisur einer Frau Merkmal für Selbstbewusstsein und Intelligenz. Führungskompetenzen werden den Frauen zugeschrieben, die ihre Haare hochstecken oder zurückkämmen.

Eine Umfrage von Bossy Hair, einer Friseursalonkette in Australien, ergab, dass rothaarige Frauen als wenig professionell gelten. Blondes Haar hingegen steht für Professionalität. Braunhaarige Frauen haben weltweit die besten Chancen.

Nicht nur bei weiblichen Bewerberinnen fällt der Blick aufs Haar. Auch männliche Kandidaten werden unter anderem anhand ihrer Haarfarbe eingeschätzt. Generell haben die Männer mit Glatze oder Halbglatze weniger Chancen auf eine Einladung zum Jobgespräch. Männer mit Haaren gelten allgemein als erfolgreich und karriereorientiert. Rote Haare werden eher als unattraktiv angesehen, während braune Haare Zeichen für Attraktivität sind.

Weiterhin spielt die Körpergröße eine Rolle bei der Karriere und bei der Gehaltshöhe. Mit schönen Zähnen wird man die Karriereleiter eher hinaufklettern können, als mit einem unschönen Gebiss. Männer mit tiefer Stimme werden als sympathisch und souverän empfunden. Hat einem die Natur dann auch noch schmale Lippen, ein kantiges Kinn und eine hohe, flache Stirn geschenkt, wird der Weg in die Führungsetage einfacher.

Anonyme Bewerbungen für mehr Fairness

In Deutschland verlangen die meisten Unternehmen Bewerbungen mit Fotos und persönlichen Angaben. Lediglich Großkonzerne verzichten auf Bewerbungsfotos und Angaben wie Alter, Familienstand und Name. Dabei würden anonyme Bewerbungen dazu führen, die Kandidaten nach relevanten Kriterien auszusuchen. Personalverantwortliche ziehen oftmals Rückschlüsse aus den persönlichen Angaben und Fotos der Bewerber. Wie oben bereits genannt wird sich zu schnell aufgrund des Aussehens eine Meinung über die Person gebildet. Die Altersangabe blockiert zudem den Karriereweg. Ab 50 Jahre gehört man zum alten Eisen in der Berufswelt und hat kaum noch Chancen, vom Personaler als Fachkraft wahrgenommen zu werden. Frauen unter 30 Jahren sind im Nachteil, da Chefs davon ausgehen, dass schon bald die Familiengründung ansteht. Bewerbern mit ausländischem Namen werden mangelnde Deutschkenntnisse unterstellt.

Diese Vorurteile werden größtenteils unbewusst gefällt. Damit jeder Bewerber aufgrund seiner Qualifikationen die Chance hat, zum Gespräch eingeladen zu werden, könnte die anonyme Bewerbung eine Option darstellen. Dennoch wird der Personalverantwortliche auch dann unbewusst nach Kriterien urteilen, die nichts mit dem Fachwissen und dem Erfahrungsschatz des Kandidaten zu tun haben.

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