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Erneute Warnstreiks der Lokführer drohen

Die Lage im öffentlichen Personennahverkehr ist witterungsbedingt angespannt und nun könnten auch noch Streiks der Lokführer hinzu kommen. Nach gescheiterten Tarifverhandlungen berichten die Medien am Donnerstagmorgen, dass die Tarifkommission der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) heute über mögliche Streiks entscheidet.

Nach wochenlangem Ringen hatten sich die Gewerkschaft EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) und die Unternehmensleitung der Bahn erst kürzlich auf einen neuen Tarifvertrag für die Bahnmitarbeiter im Nahverkehr geeinigt. Dieser sichert den Mitarbeitern zum 01. März 1,8 Prozent mehr Lohn zu, ab Januar 2012 soll eine weitere Erhöhung um 2 Prozent folgen. Auch in Bezug auf Urlaubsgeld, betriebliche Altersvorsorge und Schichtzulagen wurden Verbesserungen vereinbart.

Betreffen wird dies jedoch nicht die Zugführer selbst, von denen die wenigsten der EVG angehören. Sie werden zum Großteil von der Gewerkschaft Deutscher Lokführer vertreten. Die GDL erklärte die Gespräche bereits im Januar als gescheitert. Ursprünglich war geplant, einen neuen Tarifvertrag für die gesamte Branche auszuarbeiten.

Die GDL hatte im Zuge dessen fünf Prozent mehr Geld für zwölf Monate gefordert sowie Umschulungen für den Fall einer Berufsunfähigkeit. Geboten hatte die DB hingegen 3,8 Prozent mehr für 29 Monate, plus Zulagen, Einmalzahlungen und Geld für die Altersvorsorge, also entsprechend dem, was mit der EVG ausgehandelt wurde.

Ob die Uneinigkeit in einen erneuten Streik münden wird, soll sich am heutigen Donnerstag entscheiden.

Quellen: Süddeutsche