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Gehalt im Referendariat – reine Ausbeuterei?

Mag während des Referendariats die Vergütung der angehenden Juristen noch fast als Hungerlohn bezeichnet werden können, winkt nach erfolgreichem Abschluss den wirklich erstklassigen Rechtswissenschaftlern ein üppiges Salär. Das Gehalt im Referendariat ist kein Gehalt im herkömmlichen Sinn. Vielmehr erinnert es an eine Ausbildungsvergütung im zweiten oder dritten Lehrjahr. Angehende Juristen verdienen im Referendariat Gehalt von circa 900 Euro im Monat. Keinem Referendar bleibt allerdings dieses ohnehin schon niedrige Referendar Gehalt im Portemonnaie, denn schließlich müssen davon der Lebensunterhalt und teure Fachlektüren bezahlt werden.

Gehalt Referendariat klein, aber danach geht’s aufwärts

Das Gehalt im Referendariat ist zwar wirklich nicht der Renner, danach kann ein studierter Jurist allerdings schnell auf ein Einkommen von 100.000 Euro brutto kommen. Das harte und zähe Studium der Rechtswissenschaften zahlt sich am Ende also schnell aus, insbesondere, wenn eine Anstellung bei einer renommierten Wirtschaftskanzlei winkt. Die sind nämlich bereit, gutes Geld an ihre Juristen zu zahlen, selbst wenn sie in die Neueinsteiger erst einmal ordentlich investieren müssen. Wer im Referendariat Gehalt verdient hat, ist nämlich selbst nach erfolgreich absolviertem Studium noch lange kein ausgefuchster alter Hase. Die Anforderungen der Wirtschaftskanzleien sind hoch. Neben Compliance- und Corporate-Governance-Regeln müssen die frischgebackenen Jahrgangsbesten ihr Wissen im Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrecht erweitern. In diesen Fachbereichen des Wirtschaftsrechts kennen sich die wenigsten näher aus.

Gehalt Referendariat – und was ist das Lernziel?

Referendare sollen zumindest am Ende ihrer Referendarzeit die Befähigung erworben haben, ein Richteramt zu bekleiden. Das ist das Minimum des Erreichbaren. Nach oben hin sind zwar beim Gehalt Referendariat die eng gesteckten Grenzen schnell erreicht, nach einem exzellenten Abschluss mit Doktortitel oder internationalem Masterabschluss winkt gutes Geld, das selbst hoch dotierte Investmentbanker blass werden lässt vor Neid. Demgegenüber verdienen Anwälte in normalen Einzel- oder Gemeinschaftskanzleien Bruttogehälter zwischen 28.800 Euro bis hin zu 47.900 Euro, somit also kein üppiger Preis für ein hartes Jurastudium. Keine Frage, die Wirtschaftskanzleien liegen, was die Verdienstmöglichkeiten angeht, an der Spitze. Allerdings erfüllen lediglich 900 Absolventen die Einstiegsbedingungen. Um die reißen sich jedoch Kanzleien und Justiz. Ein Prädikatsexamen öffnet Tür und Tor. Das kleine Referendariat Gehalt ist schnell vergessen, winkt die Festanstellung in einer Wirtschaftskanzlei.

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