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Gehaltsvergleich auf Managementebene - Britische Bosse verdienen mehr als deutsche

Gehaltsvergleich auf Managementebene - Britische Bosse verdienen mehr als deutsche

Vor geraumer Zeit haben wir einen Gehaltsvergleich bei den europäischen Managern durchgeführt und die zehn Top-Verdiener vorgestellt. Am besten schnitt Martin Winterkorn, VW Konzernchef, bei diesem Gehaltsvergleich ab. Mit einem Vorjahresverdienst von 16,6 Mio. Euro belegte Winterkorn Platz eins. Keine Frage, die deutschen Manager verdienen überdurchschnittlich gut. Dass es tatsächlich noch besser geht, beweisen die britischen Bosse. Einer Studie des Beratungshauses ECGS (Expert Corporate Governance Service) zufolge, bei der in 392 europäischen Unternehmen die Gehälter der Führungsebene analysiert wurden, kamen die britischen Bosse auf 5 Mio. Euro und somit knapp ein Viertel mehr.

Gehaltsvergleich und wie sich das Gehalt der Manager zusammensetzt

Obwohl sich die deutschen Manager „nur“ mit Rang 2 hinter den britischen Bossen zufriedengeben müssen, verdienen sie laut dem durchgeführten Gehaltsvergleich 252 Prozent mehr, als portugiesische Manager und 25 Prozent mehr, als Frankreichs Unternehmensbosse. Betrachtet man die Managementgehälter einmal näher, so setzen sie sich aus mehreren Einzelsummen zusammen. Das Grundgehalt von Martin Winterkorns 16,6 Mio. Euro Jahresverdienst beträgt „gerade einmal“ 1,5 Mio. Hinzu gesellte sich ein stattliches Sümmchen von 12,4 Mio. Euro aufgrund von Aktien und weitere 2,3 Mio. Euro als Bar-Bonus. Somit macht das Grundgehalt zwar lediglich ein Zehntel des Gesamtverdienstes aus, doch am Ende zählt, was sich im Portemonnaie befindet, und das kann sich mehr als sehen lassen.

Gehaltsvergleich – die Sicht der Großverdiener

Die Manager selbst halten sich zwar nicht für unterbezahlt, diese Klage auf höchstem Niveau bleibt uns erspart – für gerecht entlohnt halten sie sich aber allemal. Eine selbstbewusste Einschätzung in eigener Gehaltssache, die von der breiten und weitaus geringer verdienenden Öffentlichkeit auf mehr und mehr Unverständnis stößt. Aktionärsschützer gehen noch einen Schritt weiter und sehen den sozialen Frieden angesichts der hohen Manager Gehälter in Gefahr. Die deutschen Unternehmenslenker hingegen sehen die hohen Vergütungen als ein absolutes Muss, damit nicht ausländische Unternehmen die besten deutschen CEOs abwerben. Dennoch sind die Manager Gehälter immer wieder ein Anlass für Politiker und Wirtschaftsexperten, nach Lösungen zu suchen, um einem Anstieg ins Unermessliche entgegenzuwirken. Peer Steinbrück möchte am liebsten die Boni kappen und die Gehälter per Gesetz deckeln. Die DSW hingegen erachtet interne Lösungen für wirkungsvoller als Gesetzeskeulen. Hier sind die Aufsichtsräte gefordert, für Ihre Unternehmen Gehaltsdeckel einzuziehen, was auch gleich den Branchenbesonderheiten gerecht würde. Wie auch immer, und ob überhaupt demnächst die Topverdienste reglementiert werden, einem zukünftigen Gehaltsvergleich kann mit Spannung entgegengesehen werden.

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