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Jetzt um einen Ausbildungsplatz 2011 kümmern

Im Ausbildungsjahr 2010/11 wurde wieder statistisch erfasst, welches die beliebtesten Lehrberufe von Schulabgängern sind. Erneut gibt es hier kaum Überraschungen, denn es verwundert nicht, dass junge Männer eher die technischen Berufe wählen, während Frauen lieber etwas kaufmännisches lernen.

An der Liste der Berufe, in welchen die meisten Ausbildungsverträge unterschrieben werden, hat sich in den vergangenen Jahren nicht viel getan. Die fünf Berufe, die junge Frauen am häufigsten erlernen, sind Verkäuferin, Kauffrau im Einzelhandel, Bürokauffrau, medizinische Fachangestellte und Friseurin.

Bei Männern steht der Kraftfahrzeugmechatroniker an erster Stelle, gefolgt vom Kaufmann im Einzelhandel, dem Industriemechaniker, dem Koch und dem Elektroniker.

Das liegt nicht daran, dass diese Berufe die absoluten Traumberufe sind. Oftmals wissen junge Leute gar nicht, welche Möglichkeiten es gibt. Bei über 300 anerkannten Lehrberufen ist das wenig verwunderlich. Gerade unbekanntere, seltene Berufe werden wenig häufig erlernt. Dies ist auch dem geschuldet, dass es nicht, wie bei typischen Berufen wie Einzelhandelskaufmann oder Bürokauffrau, in jeder Stadt eine Berufsschule gibt. Manchmal ist der Besuch der entsprechenden Schule mit einem Umzug auf Zeit verbunden. Aus purer Bequemlichkeit werden solche Berufe dann gerne mal gemieden.

Weitere Gründe sind, dass manche Berufsbilder bekannter sind, als andere. Man hat bereits einen KfZ-Mechatroniker in der Verwandtschaft und eine Friseurin zur Freundin. Es ist einfacher, einen solchen Beruf zu erlernen, den man in Bezug auf die gröbsten Anforderungen bereits „kennt“, als einen, bei dem man in die Ungewissheit startet.

Dabei machen sich die Auszubildenden das Leben gegenseitig schwer. Durch die völlig überlaufenen Top 5 Berufe der Frauen, bewerben sich auf jede dieser Stellen eine Vielzahl junger Frauen. Dabei wäre es für alle leichter, eine Stelle zu finden, wenn sie sich einen anderen Beruf aussuchen würden.

Frauen wählen größtenteils kaufmännische Ausbildungsberufe, Männer eher gewerblich-technische. Der einzige, annähernd technische Beruf, der bei weiblichen Azubis unter den Top 20 zu finden ist, ist der der Mediengestalterin Digital und Print. Genau genommen ist dieser Beruf aber eher gestalterisch-kreativ, als nur rein technisch. Die technischen Komponenten umfassen hier das Installieren und Arbeiten mit Software, beispielsweise spezieller Bildbearbeitungsprogramme.

Jeder (künftige) Azubi sollte sich bewusst sein, dass die Wahl des Berufs eine Entscheidung fürs Leben sein sollte. Zwar ist niemand gezwungen, einen Beruf, der weniger Spaß macht, das ganze Leben auszuüben, aber sich hier etwas mehr Zeit zu nehmen, anstatt einen Verlegenheitsberuf zu wählen, kann gewiss nicht schaden.

Weiterführende Infos zum Thema:

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Quelle: http://www.welt.de

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