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Kanzlergehalt – Niedriglohn oder angemessene Vergütung?

Peer Steinbrück entfachte jüngst eine Diskussion ums deutsche Kanzlergehalt. Verglichen mit entsprechenden Managerpositionen in der freien Wirtschaft befand Steinbrück das Kanzlergehalt als zu niedrig. Dieser Meinung können sich viele Deutsche nicht anschließen. Dies bewies eine von der Konkret Marktforschung GmbH Anfang Januar 2013 durchgeführte Repräsentativbefragung von 1.001 Internetnutzern. 59 Prozent von ihnen waren der Ansicht, das Kanzlergehalt solle bleiben, wie es ist. 9 Prozent entzogen sich einer eindeutigen Stellungnahme durch ein „Ich weiß nicht“ und nur 32 Prozent pflichteten Steinbrück bei und hielten das Kanzlergehalt ebenfalls für zu niedrig angesiedelt. Die SPD-Wählerschaft stärkte Steinbrück mit 44 Prozent den Rücken, gefolgt von 39 Prozent Bündnis 90/ Die Grünen-Wählern. Unter den FDP- und Piraten-Wählern stieß Steinbrücks Forderung nach einer Erhöhung des Kanzlergehalts auf wenig Zustimmung. Hier gingen jeweils nur 22 Prozent mit Steinbrück konform.

Kanzlergehalt – aber bitte an den Richtigen!

Nicht wirklich viele Deutsche sehen in Peer Steinbrück überhaupt einen geeigneten Kanzlerkandidaten. Gerade einmal 27 Prozent sind der Ansicht, dass Steinbrück die Geschicke des Landes leiten könne. Nur 16 Prozent sehen in Steinbrück den richtigen Kanzlerkandidaten und zugleich die Person, der es zusteht, das bisherige Kanzlergehalt infrage zu stellen und eine Gehaltserhöhung zu fordern. Peer Steinbrück selbst relativierte seine Äußerungen unlängst in den Medien. Er habe keinesfalls gefordert, das Kanzlergehalt hochzusetzen, und er wolle dies auch dann nicht tun, wenn er selbst dieses Amt eines Tages bekleiden würde. Er habe lediglich seine Meinung geäußert, und dabei die Gehälter der Führungskräfte der freien Wirtschaft als Vergleich herangezogen. Dagegen befände er eben das Kanzlergehalt unangemessen gering.
Übrigens haben auch wir vor einiger Zeit die Gehälter der Top-Manager unter die Lupe genommen. Vielleicht ist Herr Steinbrück ins Grübeln gekommen, als er das hier las: /blog/personen/das-manager-gehalt-von-martin-winterkorn-gehalt/ Wie auch immer, da Steinbrück laut eigener Aussage „sagt, was er denkt, und tut, was er sagt“, wird es sicherlich nicht die letzte derartige Debatte übers Kanzlergehalt gewesen sein.

Kanzlergehalt – gut lebt es sich ...

Nun mag manch einer gar keine Vorstellung haben, wie hoch überhaupt das derzeitige Kanzlergehalt von Frau Merkel (CDU) ist. Getrost sei den Ahnungslosen verraten, Frau Merkel wird keine aufstockenden sozialen Leistungen beantragen müssen. Die Regierungschefin kommt alles in allem auf einen Jahresverdienst von 300.000 Euro, der sich aus der Kanzlerbesoldung und den Abgeordnetenbezügen zusammensetzt. Davon lässt es sich einigermaßen leben, was letztendlich auch Peer Steinbrück zugeben muss.

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