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Kreativität im Job - 10 Schritte für bessere Ideen

Kreative Köpfe sind im Berufsleben gefragt, doch ist es gar nicht so einfach, im stressigen Berufsalltag kreativ zu bleiben. Das viel gerühmte Brainstorming in Gruppen bringt häufig nicht die gewünschten Ergebnisse. Zum einen werden zu schnell Wertungen getroffen und zum anderen stimmen die Rahmenbedingungen nur selten, die gegeben sein müssen, damit Ideen entstehen und fließen können. So stehen die Teilnehmer eines Kreativ-Meetings oft unter Zeitdruck, wenn für das Brainstorming eine zu kurze Zeit angesetzt wurde. Mit dem nächsten Termin im Hinterkopf und dem schnellen Ende des kreativen Meetings wird der Ideenfluss blockiert. Es gibt jedoch Möglichkeiten, trotz stressigen Joballtags Ideen Raum zu geben und kreativ zu bleiben.

10 Möglichkeiten, um Ideen sprudeln zu lassen

Da jeder Mensch seine eigenen Wege finden muss, um seiner Kreativität Raum zu bieten, sind die folgenden 10 Tipps als Anregungen gedacht. Diese können dabei helfen, kreativ zu werden und zu bleiben:

1. Tageszeit beachten

Bekanntlich gibt es die Eulen und Lerchen, wobei der eine Typ früh morgens fit und munter ist und der andere erst am Abend richtig in die Gänge kommt. Es gilt also zunächst herauszufinden, wann der Einzelne am kreativsten ist. Stellt man fest, dass morgens die Ideen besser sprudeln, als nachmittags oder abends, kann man sich dementsprechend organisieren.

2. Lösungen suchen, statt in Problemen denken

Häufig ist der Denkprozess blockiert, wenn in Problemen gedacht wird. Das Problem scheint immer größer zu werden, je mehr sich darauf konzentriert wird. Lösungen haben kaum Platz, um sich zu zeigen. Deshalb sollte man sich für kreative Prozesse bewusst zum Optimisten wandeln: Nicht in Problemen denken, sondern in Lösungen. Wie soll das positive Ergebnis aussehen und welche Lösungsmöglichkeiten bieten sich für den Weg dorthin an?

3. Mit der Kopfstandtechnik vom Schlimmsten ausgehen

Die Kopfstandtechnik geht zuerst vom Schlimmsten aus. Pessimisten werden diese Methode zu schätzen wissen – solange sie nicht dabei bleiben, alles auf den Kopf zu stellen. Zunächst wird das Ziel als positive Frage formuliert, beispielsweise: Wie kann ich mehr Kunden in die Filiale ziehen?
Jetzt wird die Frage ins Negative formuliert, das heißt, es wird vom Schlimmsten ausgegangen: Wie schaffe ich es, Kunden erfolgreich abzuschrecken, damit sie die Filiale meiden? Zu dieser negativen Frage werden nun Ideen gesammelt. Es versteht sich von selbst, dass die Kopfstandtechnik auflockert und mit einer Prise Humor verläuft. Die Ideen werden notiert, um anschließend wiederum ins Gegenteil umgewandelt zu werden. Aus: „Sobald ein Kunde das Geschäft betritt, wird er so unfreundlich behandelt, sodass er von selbst wieder den Laden verlässt“ wird ein: „Betritt ein Kunde die Filiale, wird er vom Personal freundlich begrüßt, sodass er sich direkt willkommen fühlt.

4. Reizwortanalyse durchführen

Bei dieser Methode werden Reizwörter als Hilfsmittel genutzt, um auf kreative Lösungen zu kommen. Die Reizwörter können vom Moderator bestimmt werden oder die einzelnen Teammitglieder wählen Reizwörter spontan aus. Diese Wörter können unter anderem gefunden werden, indem ein Buch aufgeschlagen wird und man blind auf einen Punkt dieser Seite mit dem Finger tippt. Das Wort unter dem Finger kann eines der Reizwörter sein.
Sinn dieser Technik ist es, eingefahrene Denkweisen zu lösen, um somit auf neue Ideen zu kommen. Was wird mit den Reizwörtern assoziiert? Welche Zusammenhänge lassen sich mit dem Problem erkennen? Welches neue Produkt könnte mit dem Reizwort in Verbindung gebracht werden?

5. Inspirationen einholen

Kreativität benötigt Inspirationen. Auch ein Maler benötigt Inspirationen, um neue Ideen zu entwickeln. Solche Inspirationen sind unter anderem auf Messen, Reisen oder in Fachmagazinen zu erhalten.

6. Killerphrasen als Ansporn sehen

Kaum ist eine neue Idee ausgesprochen, erscheint auch schon die erste Person, die mit Killerphrasen um sich wirft. „Das kann doch gar nicht funktionieren!“, „Was haben Sie sich bei dieser Idee nur gedacht!“, „Gute Idee, aber dazu fehlt das nötige Geld!“. Es gibt sicher noch weitere Beispiele für Killerphrasen, mit denen der neue Einfall direkt verworfen werden soll. Wer an seine Idee glaubt, wird sich von solchen Phrasen nicht abschrecken, sondern anspornen lassen.

7. Ideen benötigen den passenden Raum

Manchmal liegt es tatsächlich am unpassenden Raum. In einem Großraumbüro sind zu viele Störquellen, die einen kreativen Fluss blockieren. Ein karges Büro mit Blick auf den schäbigen Innenhof dürfte ebenso wenig eine Ideenquelle darstellen. Ideen brauchen Raum, damit sie sich entfalten können. Mit dem richtigen Umfeld wird der kreative Denkprozess ermöglicht. Dem einen reicht es bereits, sein Büro entsprechend zu dekorieren und zu gestalten. Der andere nutzt die Bank im Park, damit er kreativ denken kann und wieder andere Personen können in ihrem Lieblingscafé Kreativität entwickeln. Es tut oftmals gut, den Raum zu wechseln, um auch der Intuition Platz zu geben.

8. Brainwalking – Mit Bewegung Ideen fließen lassen

Sitzen bringt den Ideenfluss zum Stillstand. Deshalb hilft Bewegung, um die Kreativität wieder ins Fließen zu bringen. Beim Brainwalking stehen alle Teammitglieder auf und schreiben auf einem Flipchart ihre spontanen Einfälle nieder. Anschließend bewegen sich alle Teilnehmer im Raum und schreiben Ergänzungen zu den Ideen ihrer Kollegen auf.

9. Die Walt-Disney-Methode

Walt Disney hatte eine eigene Methode, um Ideen zu entwickeln und sie zu überprüfen. Er nahm drei Rollen ein und diese jeweils an unterschiedlichen Orten oder Stellen. Als Träumer ließ er seine Ideen zu, egal wie verrückt sie erschienen. Als Realist überprüfte er die Idee hinsichtlich der Umsetzbarkeit. Zum Schluss betrachtete er das Ganze noch einmal als Kritiker.

10. Die 635-Methode

Die Zahl 635 steht für sechs Mitarbeiter, drei Ideen und fünf Minuten. Das bedeutet: Diese sechs Mitarbeiter schreiben innerhalb fünf Minuten jeweils drei Ideen auf. Anschließend werden die Blätter mit den Ideen Reih um weitergereicht. Nun ergänzt jeder der Mitarbeiter die Ideen des anderen und das auch wieder innerhalb fünf Minuten. Beendet ist dieser Vorgang, wenn das eigene Blatt wieder bei einem angekommen ist. Auf diese Weise wird jede Idee aufgegriffen und nicht durch offene Wertungen direkt wieder zunichte gemacht.

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