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Mangelware Ausbildungsplatz? - Nicht im Osten

Durch massiv zurückgehende Zahlen von Schulabgängern in den neueren Bundesländern stehen (statistisch) 94 Schulabgängern 100 Ausbildungsplätze zur Verfügung. 2009 waren es noch 94 Schulabgänger auf 92 Ausbildungsplätze. Das zeigen jüngst veröffentliche Zahlen zum laufenden Ausbildungsjahr des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Dennoch waren rund 10% der Jugendlichen nach Beginn des Ausbildungsjahres noch immer auf Lehrstellensuche. Im Western waren es 40% Jugendliche mehr. Dies liegt auch darin begründet, dass in den ostdeutschen Bundesländern deutlich mehr Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, in überbetriebliche Ausbildungen oder andere öffentlich geförderte Maßnahmen einmünden, als im Westen.

Dennoch zeichnet sich für die Ausbildungsplatzsuchenden ein positiver Trend ab. Anders natürlich bei den Betrieben, die zahlreiche Ausbildungsstellen nicht mehr besetzen können. Hier spielt nicht nur das Überangebot an Stellen eine Rolle, sondern auch, dass ein gewisser Prozentsatz an Schulabgänger nicht die nötigen schulischen Qualifikationen mitbringt bzw. die Ausbildungsberufe (z.B. Bäcker) den Jugendlichen unattraktiv erscheinen.

Dieser Trend wird mittelfristig auch im Westen auszumachen sein, da auch hier die Abgänge von den Schulen kontinuierlich rückläufig sind, in Phasen hoher Jugendarbeitslosigkeit jedoch zusätzliche Ausbildungsstellen mit staatlicher Förderung geschaffen wurden. So beginnen teilweise Betriebe, regelrecht um Schüler mit guten Noten zu werben. Manche Ausbildungsbetriebe bieten beispielsweise an, dass sie die Kosten für den Führerschein ganz oder in Teilen übernehmen. Auch auf diesem Arbeitsmarkt ist also mehr Wettbewerbsdruck – auch seitens der Arbeitgeber – zu finden.


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