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Mehr Geld gefällig? Tipps zur Gehaltsverhandlung

Irgendwann kommt er auf, der Gedanke „Könnte ich nicht mehr verdienen?“. Sollte dem Nachdenken über das Thema auch der Entschluss folgen, es beim Chef anzusprechen, bricht man dies besser nicht übers Knie. Da dabei so einiges falsch gemacht werden kann, hier einige Tipps, wie Sie beim Gehaltspoker vorgehen sollten und wie bestimmt besser nicht.

Tun Sie es!

  • Führen Sie ein Leistungstagebuch und dokumentieren Sie Erfolge, gestiegene Umsatzzahlen und ähnliches. Zeigen Sie Ihrem Chef Ihren Wert schwarz auf weiß.
  • Kennen Sie Ihren Wert. Sich unter Wert zu verkaufen ist ähnlich schlimm, wie überzogene Forderungen zu stellen. Informieren Sie sich über die Branche und das, was als Gehalt realistisch ist.
  • Legen Sie ein Minimal- und Maximalziel fest, damit Sie Spielraum zur Einigung haben. Nennen Sie einen Betrag der höher ist als das, was Sie anvisieren. Dadurch hat der Chef das Gefühl, als „Sieger“ aus der Verhandlung zu gehen.
  • Seien Sie kompromissbereit. Es muss nicht immer eine Erhöhung um einige Prozente sein, auch ein Firmenwagen, bezahlte Weiterbildungen, das Stellen eines Arbeitslaptops oder dergleichen bringen geldwerte Vorteile mit sich.
  • Sprechen Sie über das Jahresgehalt. Da sind unter Umständen zwischen 15 und 20 Prozent Steigerung möglich.

Lassen Sie es besser!

  • Bescheidenheit zahlt sich nicht aus. Daher: Niemals so lange warten, bis nur noch der Frust einen zur Gehaltsverhandlung antreibt
  • Nicht die eigene Finanznot als Argument anführen. Der Chef möchte wissen, welchen Nutzen Sie ihm bringen und nicht, welchen Nutzen Ihnen eine Gehaltserhöhung bringt.
  • Keine Gespräche über das Gehalt anstreben, wenn es dem Jahresende zugeht und ebenso nicht, wenn gerade jemand entlassen wurde und die Firma unter Umständen wirtschaftlich schlecht dasteht. Beides ungünstige Zeitpunkte.
  • Nervosität oder den Faden im Gespräch zu verlieren wirft kein gutes Licht auf Sie. Je besser vorbereitet und positiver Sie in die Verhandlung gehen, desto besser wird es laufen.
  • Niemals drohen oder gar erpressen. Mit Kündigung zu drohen kommt einer Nötigung gleich und sagt außerdem aus, dass Ihnen nur Ihr eigenes Wohl am Herzen liegt

In den meisten Punkten stimmen fast alle Berichte miteinander überein. Gegensätzliche Ratschläge gibt es aber beispielsweise, wenn es darum geht, ob und wie das Gespräch angekündigt werden soll. Während die einen raten, das Thema Ihres Gesprächswunsches vorher zu nennen, raten die anderen deutlich davon ab und schlagen vor, über „die eigene Leistung und den daraus resultierenden Nutzen für das Unternehmen“ sprechen zu wollen. Ob der Chef nicht schon ahnt, worum es geht, sei dahin gestellt.

Bevor Sie den Gesprächswunsch äußern, machen Sie sich Gedanken über die fünf Hauptfragen:

  • Was verdiene ich momentan?
  • Was möchte ich verdienen?
  • Was habe ich zu bieten?
  • Mit wem muss ich verhandeln?
  • Wann ist ein guter Zeitpunkt für dieses Gespräch?

Wenn Sie sich diesbezüglich vorbereitet haben, steht einer guten - und vor allem erfolgreichen - Verhandlung nichts mehr im Wege.

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