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Meister-BAföG – alles, was man 2015 wissen muss!

Meister-BAföG – alles, was man 2015 wissen muss!

Ausgebildete Handwerker, die sich zum Handwerksmeister weiterbilden möchten, können in der Regel eine finanzielle Förderung durch das Aufstiegsfortbildungsfördergesetz bekommen. Wem Meister-BAföG zusteht, welche Maßnahmen gefördert werden und ob die Förderung auch dann gezahlt wird, wenn die Fortbildung in Teilzeit gemacht wird, erfahrt Ihr hier.

Für wen ist das Meister-BAföG gedacht?

Das Meister-BAföG wurde im Jahre 1996 eingeführt. Mit dem Begriff wird das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (kurz AFBG) bezeichnet, welches von Ländern und Bund finanziert wird. Wie das Wort schon aussagt geht es um die Förderung beruflicher Aufstiegsfortbildungen zum:

Möchte man Meister-BAföG beantragen, darf man noch keinen Bildungsabschluss besitzen, der gleichwertig oder höher als der angestrebte Abschluss ist.

Bei der Förderung gibt es keine Altersbegrenzung und die Weiterbildungsmaßnahme muss nicht in Vollzeit absolviert werden. Es werden ebenso Teilzeitmaßnahmen gefördert. Meister-BAföG besteht zu 30,5 Prozent aus staatlichen Zuschüssen und 69,5 Prozent aus einem zinsgünstigen Darlehen. Wer berufstätig ist und die Fortbildung Vollzeit machen möchte, kann zudem eine Förderung erhalten, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Leistungen beim Meister-BAföG

Der Beitrag für Prüfungs- und Lehrgangsgebühren einer Fortbildungsmaßnahme beläuft sich auf eine Höhe von maximal 10.226 Euro. Die Förderung für diese Summe setzt sich aus einem Zuschuss (30,5 Prozent) und einem Darlehen mit günstigen Zinsen (69,5 Prozent) zusammen. Die Förderung des Prüfungsstücks erfolgt als zinsgünstiges Darlehen und das für die Hälfte der Kosten (maximal 1.534 Euro).

Bei einer Vollzeitmaßnahme wird ein Beitrag für den Lebensunterhalt geleistet, der sich auch wieder aus einem Zuschuss und einem Darlehen zusammensetzt. Dieser Beitrag ist vom Vermögen und Einkommen abhängig und die Leistung erfolgt nach Bedarfssätzen:

  • Alleinstehende ohne Kind erhalten 697 Euro (238 Euro als Zuschuss und 459 Euro als Darlehen)
  • Alleinstehende mit Kind bekommen monatlich 907 Euro (343 Euro als Zuschuss und 564 Euro als Darlehen)
  • Verheiratete ohne Kind erhalten monatlich 912 Euro (238 Euro als Zuschuss und 674 Euro als Darlehen)
  • Verheiratete mit einem Kind bekommen pro Monat 1.122 Euro (343 Euro als Zuschuss und 779 Euro als Darlehen)
  • Verheiratete mit zwei Kinder erhalten 1.332 Euro pro Monat (448 Euro als Zuschuss und 884 Euro als Darlehen)

Der Betrag erhöht sich auf 210 Euro für jedes weitere Kind (abhängig vom Vermögen und Einkommen) und erfolgt halb als Zuschuss, halb als Darlehen.

Für Alleinerziehende gibt es für jedes Kind einen pauschalen Zuschuss von 113 Euro für die Kinderbetreuung. Die Förderung dauert bei einer Vollzeitmaßnahme maximal 24 Monate und bei einer Teilzeitmaßnahme maximal 48 Monate. In Härtefällen ist eine Verlängerung von zwölf Monaten möglich.

Tilgung des Darlehens

Für die Zeit der Fortbildung und zwei bis sechs Jahre nach der Maßnahme sind die Darlehen tilgungs- und zinsfrei. Danach hat man zehn Jahre Zeit, das Darlehen zurückzuzahlen und das mit Monatsraten in Höhe von mindestens 128 Euro.
Es kann ein Antrag auf einen 25-prozentigen Erlass des Darlehens gestellt werden, wenn man die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden hat. Ebenfalls wird ein Teil des Darlehens erlassen, wenn man sich nach der erfolgreich abgeschlossenen Maßnahme selbstständig macht oder ein Unternehmen übernimmt.

Weitere Infos zum Meister-BAföG

Der Antrag für ein Meister-BAföG muss beim Amt für Ausbildungsförderung gestellt werden. Wer eine Förderung erhält, muss dem zuständigen Amt einen Teilnehmernachweis erbringen. Dies wird in der Regel nach etwa sechs Monaten gefordert.
Bei dem Beitrag zum Lebensunterhalt von Teilnehmern einer Vollzeitmaßnahme wird das Vermögen und Einkommen der Ehepartner (oder der eingetragenen Lebenspartner) in die Berechnung mit einbezogen. Hierbei wird vom Einkommen des vorletzten Jahres ausgegangen. Für die Anrechnung des Einkommens und Vermögen des Teilnehmers geht man vom aktuellen Einkommen und Vermögen aus. Bekommt der Teilnehmer eine Leistung seines Arbeitgebers, muss er diese ebenso angeben.

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