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Mindestlohn für Zeitarbeit eingeführt

Am Donnerstag hat der Bundestag den Mindestlohn für die Mitarbeiter der Zeitarbeitsbranche beschlossen. Ab dem 1. Mai beträgt dieser im Westen 7,79 Euro sowie 6,89 Euro im Osten pro Stunde. Grund für die beschleunigte Einführung war unter anderem, dass ab Mai die volle Freizügigkeit für Mitarbeiter aus acht EU-Staaten aus Osteuropa gilt.
Das hätte bedeutet, dass beispielsweise polnische Beschäftigte in Deutschland zum selben Lohn hätten beschäftigt werden dürfen, wie in ihrem Heimatland. Dies hätte die Löhne der Zeitarbeitsbranche massiv nach unten gedrückt, also zu Lohndumping geführt.

Außerdem soll mit der Einführung des Mindestlohns umgangen werden, dass – wie in der Vergangenheit geschehen – festangestellte Mitarbeiter entlassen werden und als Zeitarbeiter zu schlechteren Konditionen wieder eingestellt werden. Zwar ist es generell möglich, ehemalige Beschäftigte als Zeitarbeiter erneut einzustellen, hier greift nun jedoch der neue Tarifvertrag mit Mindestlohn.

Quellen:
http://www.faz.net