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Mobile Recruiting – was ist das eigentlich?

Fast jeder besitzt ein Handy und nimmt es überall mit hin. Der Gedanke beim Mobile Recruiting ist, schneller einen Arbeitsplatz zu finden oder zu vermitteln, wenn die Stellenangebote per SMS versendet werden.

Bewerbung mittels Smartphone?

Die meisten Arbeitnehmer gehen davon aus, dass sie bei dieser Variante von Stellenvermittlung Lebenslauf und Bewerbungsanschreiben mittels Smartphone schreiben und versenden müssten. Das ist jedoch nicht der Fall, denn zunächst soll lediglich Interesse an dem Stellenangebot gezeigt werden:

  • Verschiedene Jobportale und Business-Netzwerke wie Xing bieten einen Button an, der bei den Stellenangeboten zu finden ist.
  • Jobsuchende können auf diesen Plattformen einen Lebenslauf hinterlegen.
  • Sind sie an einem Jobangebot interessiert, klicken sie den Button an und das suchende Unternehmen erhält den Lebenslauf zugeschickt.
  • Nun kann die Personalabteilung entsprechend der Lebensläufe aussortieren und passende Kandidaten zum Jobgespräch einladen.

Jobsuchende bekommen per SMS eine Nachricht auf ihr Smartphone gesendet, wenn ein neues Jobangebot im Portal erscheint. Somit kann man schneller auf Stellenangebote reagieren, zumal das Handy immer dabei ist und man sich nicht erst an den PC setzen muss, um nach Jobangeboten zu suchen.

Jobinteressenten zeigen bisher wenig Begeisterung für Mobile Recruiting

Der Softwarehersteller „Softgarden“ und die Hochschule in Heilbronn führten eine Umfrage zum Thema Mobile Recruiting durch. Bei Arbeitgebern und Personalverantwortlichen wird immer mehr über Mobile Recruiting diskutiert und diese Personengruppe ist davon größtenteils begeistert. Da sich besonders junge Menschen täglich mit dem Smartphone in der virtuellen Welt bewegen, sind auf diesem Wege Jobinteressenten zu finden. Smartphonenutzern wird es einfach gemacht, schnell in den Auswahlprozess im Bewerbungsverfahren zu gelangen und die Personalverantwortlichen müssen sich nicht mehr lange auf die Suche nach geeigneten Kandidaten machen.
Die Jobinteressenten stehen dem Mobile Recruiting eher skeptisch gegenüber. Rund 65 Prozent der Befragten empfinden es als schlecht, sich mobil bewerben zu müssen. Dies resultiert jedoch aus der falschen Annahme, mittels Smartphone lange Texte schreiben und versenden zu müssen.

Verschiedene Möglichkeiten von Mobile Recruiting

Es gibt unterschiedliche Wege, um über neue Jobangebote informiert zu werden. Am häufigsten werden Jobinteressenten mittels MMS oder SMS über neue Stellenanzeigen informiert. In der Regel enthalten diese Nachrichten einen Link zum Jobangebot und bei Interesse nutzt der Jobsuchende den Button, um seinen zuvor eingestellen Lebenslauf zu versenden. Eine andere Option sind Barcodes, die wichtige Informationen über die offene Stelle enthalten. Smartphonenutzer können diese verschlüsselte Information decodieren und sich bei Interesse beim Unternehmen bewerben.

Andere Firmen twittern ihre Stellenangebote und diese Tweeds kann der Jobinteressent auf seinem Handy lesen. In Zukunft wird es noch mehr Möglichkeiten zwecks mobiler Mitarbeitersuche geben, beispielsweise ist es denkbar, Push-Nachrichten mittels Hotspots oder Bluetooth zu übermitteln.

Mobile Recruiting - Vorteil oder Nachteil bei der Job- und Mitarbeitersuche?

Wie alle Dinge hat auch Mobile Recruiting zwei Seiten. Als Vorteile könnten folgende genannt werden:

  • Jobsuchende bekommen an jedem Ort und zeitnah neue Stellenangebote zugesendet – sofern sie ihr mobiles Gerät immer dabei haben
  • Da bisher eher wenige Unternehmen diese Option der Mitarbeitersuche nutzen, heben sich die Firmen, die das mobile Recruiting verwenden, ab und stellen sich als innovatives Unternehmen dar, die für moderne Maßnahmen offen sind.

Da die Technik noch etwas kompliziert und deshalb der Arbeitsaufwand höher ist, zögern noch viele Unternehmen, das mobile Recruiting einzusetzen. Setzt sich diese Mitarbeiter- und Jobsuche zukünftig durch, sind Jobsuchende förmlich dazu gezwungen, sich ein Smartphone zuzulegen und dies ständig und überall eingeschaltet zu lassen. Ansonsten fährt der Zug ohne sie ab und es gilt auch hier das Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.

Weiterführende Infos zum Thema:

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