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Organisieren, planen, vermarkten – was Handelsfachwirte 2015 verdienen

Organisieren, planen, vermarkten –  was Handelsfachwirte 2015 verdienen

Berechnen, organisieren, planen, vermarkten – Handelsfachwirte haben zahlreiche Aufgaben

Handelsfachwirte finden Beschäftigung in unabhängigen Geschäften, Einzelhandelsketten, Filialgeschäften, Fachmärkten, Zweigestellen sowie bei Vertragshändlern und Warenhäusern. Ebenso bieten der Versandhandel oder Handels- und Werksvertretungen Arbeitsplätze für Handelsfachwirte. Die Ausbildung zum/zur Handelsfachwirt /-in ist außerordentlich vielschichtig. Daher übernehmen die Fachwirte unterschiedliche Aufgaben in ihrem Handelsbetrieb.

Zu den Einsatzgebieten von Handelsfachwirten gehören Einkauf, Beschaffung und Logistik. Zudem sind die Abteilungen Personalmanagement und Marketing denkbar. Sogar im Organisations- und Steuerungsbereich eines Geschäftes übernehmen Handelsfachwirte Führungsaufgaben.

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Wie kann man Handelsfachwirt werden?

Zugang zum Beruf des Handelsfachwirtes finden in erster Linie Abiturienten. Für sie gibt es eine duale Ausbildungsmöglichkeit. Parallel zur klassischen Berufsausbildung im Bereich Groß- und Außenhandel oder Kaufmann /-frau im Einzelhandel erwerben die Lehrlinge den Abschluss zum/zur Handelsfachwirt /-in. Betriebe bezeichnen die Ausbildung als sogenannte „Abiturientenausbildung“. Nach einer Lehrzeit von drei Jahren haben die Auszubildenden zwei Abschlüsse erarbeitet. Sie sind dann umgehend bereit und geeignet für die Übernahme erster Führungspositionen im mittleren Management. Wer kein Abitur vorweisen kann, schließt nach einer vollendeten Berufsausbildung im Einzel- oder Groß- und Außenhandel eine berufsbegleitende Fortbildung an, die mit der IHK-Prüfung zum/zur Fachwirt /-in endet.

Was sind die täglichen Aufgaben von Handelsfachwirten?

Handelsfachwirte übernehmen die Steuerung und Beurteilung betrieblicher Arbeitsabläufe. Sie erledigen allgemeine Verwaltungsaufgaben in ihrem individuellen Einsatzgebiet. Das Einsatzfeld kann neben der Personalabteilung oder dem Einkauf beziehungsweise Verkauf auch das Finanz- und Rechnungswesen sein. Einige Beispiele für alltägliche Herausforderungen von Handelsfachwirten sind:

  • Bedarfsermittlung von Waren und Serviceleistungen,
  • Budgetplanung, Angebotsvergleich, Vertragsabschluss und Warenbestellung,
  • Planung und Überwachung von Transport-, Lager- und Entsorgungsabläufen,
  • Planung von Personalbedarf inklusive Kostenrechnung und Einsatzplanung,
  • Auswahl und Einstellung neuer Mitarbeiter,
  • Durchführung von Mitarbeitergesprächen und –beurteilungen,
  • Organisation von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen,
  • Auswertung von Zielgruppenanalysen und Marktforschungen,
  • Bewertung von Marktentwicklungen und –strategien,
  • Einsatz von Werbeinstrumenten unter Beachtung von Zielgruppen und Standort,
  • Gestaltung und Präsentation von Waren.

Der berufliche Alltag von Handelsfachwirten gestaltet sich vielseitig. Manche Aufgaben erledigen die Fachwirte im Büro vom Schreibtisch aus. Sie stehen ebenso zeitweise im Verkaufsraum und beraten Kunden. Teilweise sind sie viel unterwegs und besuchen Kunden, Händler, andere Filialen oder Niederlassungen. Des Weiteren gehört die Teilnahme an Messen und Kongressen zu den Aufgaben von Handelsfachwirten. Hier knüpfen sie neue Kontakte, führen Verkaufsgespräche und halten ihr Fachwissen aktuell.

Karrierechancen für Handelsfachwirte

Seminare und Kurse helfen Handelsfachwirten, beruflich auf dem Laufenden zu bleiben und das Berufsfeld auf einem Gebiet zu spezialisieren. Mögliche Lehrgangsthemen für Handelsfachwirte sind:

  • Betriebliche Organisation,
  • Unternehmensführung,
  • Managementstrategien,
  • Einkauf,
  • Vertrieb,
  • Marketing,
  • Wirtschaftsrecht,
  • Mitarbeiterführung.

Interessant sind weiterführende Hochschulstudien. Mit einem Bachelortitel erhöhen Handelsfachwirte ihre Aussichten auf gut bezahlte Positionen. Geeignete Studienfächer für die Fachwirte sind beispielsweise Internationale Wirtschaft, Handelsbetriebswirtschaft oder Wirtschaftswissenschaften. Die berufliche Zukunft könnte nach einem Studienabschluss die Übernahme eines eigenen Handelsbetriebes bedeuten.

Gehälter von Handelsfachwirten

Das Durchschnittsgehalt für eine/n angestellte /n Handelsfachwirt /-in liegt bei monatlich 2.554 Euro brutto. Dabei verdienen etwa 25 % aller Fachwirte weniger als 2.343 Euro und 25 % mehr als 3.144 Euro. Das Gefälle in den Verdienstmöglichkeiten für Handelsfachwirte begründet sich durch Region und Betriebsgröße. Wer ein einem Einzelgeschäft arbeitet, bezieht ein geringeres Gehalt als ein Handelsfachwirt, der bei einer namhaften Kette eine Beschäftigung findet. Das Verhältnis im Verdienst von Männern und Frauen ist in Handelsbranche äußerst ausgeglichen. Während ein Fachwirt circa 2.673 Euro pro Monat erhält, bekommt eine Frau 2.550 Euro. Die Tarife im Einzelhandel liegen grundsätzlich dicht beieinander.

Mit wachsender Berufserfahrung steigt gleichzeitig das Gehalt stetig an. Der Grundlohn erhöht sich in etlichen Handelsbetrieben durch Zuschläge für Spätschichten und/oder Wochenendeinsätze. Top-Gehälter verdienen Handelsfachwirte, die bei einem Unternehmen mit mehr als 1.001 Mitarbeitern angestellt sind und auf die 25 % der besser verdienenden Fachwirte entfallen. Sie verbuchen ein monatliches Bruttoeinkommen von rund 3.419 Euro.

Eine zusammenfassende Übersicht stellt noch einmal die Gehaltshöhen von Handelsfachwirten im Vergleich dar:

Tabelle Gehalt Handelsfachwirt 2015

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