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Rechtfertigt der Streik ein Zuspätkommen?

Aktuell ist es ein großes mediales Thema: Der Streik der Lokführer und das damit verbundene Chaos bei den Zügen. Störungen im Personennahverkehr gab es bereits vor einigen Monaten, als erhebliche Schneefälle alles lahmlegten.

Doch wer zu spät zur Arbeit kommt hat hier keine Ausrede, auch nicht, wenn Schnee und Eis der Grund sind. Hier ist der Arbeitnehmer verpflichtet, sich vorab zu informieren und sich Möglichkeiten zu überlegen, wie man dem entgegenwirken kann. Früher aufstehen, früher losfahren, bei Schnee auf Busse umsteigen oder bei Streik auf das Auto umsteigen wären solche Möglichkeiten.

Einige Todsünden gibt es, die einen laut Arbeitsrecht den Arbeitsplatz kosten können.

1. Ständiges Zuspätkommen: Gibt es feste Arbeitszeiten, so hat der Arbeitnehmer pünktlich zu sein. Für 5 Minuten gibt es jedoch keine Abmahnungund auch bei der Lohnabrechnung wird hier kaum etwas abgezogen werden. Aber: Wer immer zu spät kommt und gleichzeitig zu früh geht, muss auf Dauer Konsequenzen tragen.

2. Diebstahl:Auch übriggebliebenes bei der Essensausgabe in Kantinen darf nicht ungefragt gegessen werden. Jedoch: In der Vergangenheit wurde nach fristlosen Kündigungen in solchen Fällen oft geklagt und der Kläger bekam recht.

3. Angekündigte Krankheit: Wegen eines nicht gewährten Urlaubs anzukündigen, dass man notfalls eben ein Attest vom Arzt hole, kann ebenso zu einer fristlosen Kündigung führen.

4. Private Internetbenutzung und privates Telefonieren:Ist die Internetnutzung laut Arbeitsvertrag verboten, dann muss sich daran auch gehalten werden. Ebenso ist es untersagt, auf Firmenkosten permanent zu telefonieren.

5. Vorgetäuschte Krankheit: Wer anstatt nach Urlaub zu fragen einfach krankfeiert, um die Reise anzutreten, darf ebenso fristlos gekündigt werden.

6. Sexuelle Belästigung: Wer seine Kollegen oder Kolleginnen unsittlich berührt oder verbal anmacht, muss mit Konsequenzen bis hin zur Kündigung rechnen.

7. Schläge oder Gewalt: Selbiges gilt für Gewalt jeglicher Art.

8. Beleidigung Gerade im Umgang mit Kunden gilt: Höflich und freundlich bleiben. Sich nicht zu beherrschen, auch nicht bei unangenehmen Kunden, kann eine Kündigung nach sich ziehen. Natürlich dürfen auch keine Kollegen oder gar der Chef beleidigt werden.

9. Private Briefe verschicken: Briefe auf Kosten der Firma versenden kann Kündigung bedeuten, auch wenn es hier nur um einige Cent geht.

10. Datenschnüffler: Sich an fremden Computern mit fremden Daten anzumelden oder die Zugangsdaten anderer zu missbrauchen.

Wichtig ist immer, dass zuerst abgemahnt und mit Kündigung im Falle der Wiederholung gedroht wird. Davon kann jedoch abgesehen werden, wenn es um grobe Verstöße geht, die zusätzlich das Vertrauensverhältnis stören, wie Diebstahl oder Spesenbetrug.

Quellen: BZ Berlin, Finanztip

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