News

Selbstvermarktung im Job: Dickes Ego oder gesunde Eigenwerbung?

Selbstvermarktung im Job: Dickes Ego oder gesunde Eigenwerbung?

Personal Branding ist eine gute Möglichkeit, seine Karrierechancen zu erhöhen. Allerdings muss die Marke mit der Person identisch sein. Authentizität ist gefragt, denn wer lediglich eine Rolle spielt, wird seine Karrieremöglichkeiten verwirken.

Klare Positionierung mit Personal Branding

Personal Branding hilft bei der Positionierung im Berufsalltag und bei der Jobsuche. Wie auch bei der Markenbildung von Produkten werden mit der Persönlichkeitsmarke Emotionen ausgelöst, die im Idealfall für Loyalität und Vertrauen sorgen. Die Marke soll dazu führen, dass man im Bewerbungsprozess den Personalverantwortlichen förmlich ins Auge springt.

Selbstvermarktung bedeutet, seine besonderen Persönlichkeitsmerkmale und Stärken als Botschaft zu vermitteln. Jeder kennt es aus der Werbung: Eine gute Botschaft bleibt förmlich in den Köpfen der Menschen hängen und wird mit Qualität und Nutzen verbunden. So sollte es ebenso mit der Eigenmarke sein, sodass sich damit die Karriere erfolgreich entwickeln kann.

Authentizität ist bei Führungskräften eine gefragte Eigenschaft

Führungskräfte wissen in der Regel, welche Persönlichkeitsmerkmale gefragt sind. Zum Beispiel soll eine Führungskraft empathisch, vertrauenswürdig, kommunikativ und fair sein. Nun könnte man aufgrund dieses Wissens seine Marke aufbauen und sich als Everybody’s Darling vermarkten.

Dies funktioniert aber nur, wenn diese Eigenschaften tatsächlich vorhanden sind. Wer nicht authentisch ist, wird schnell enttarnt. Es ist unmöglich, über längere Zeit eine Rolle zu spielen. Das wahre Ich kommt irgendwann heraus und wer ein Scheinimage aufgebaut hat, wird sich dann seine Karrieremöglichkeiten verspielt haben.

Die Ergebnisse einer Studie vom Roman Herzog Institut zeigten, dass es für Führungskräfte sehr wichtig ist, authentisch aufzutreten. Somit ist es eine schlechte Idee, seine Marke mit Eigenschaften aufzubauen, die nicht in besonderem Maße vorhanden sind. Mit einer Marke gibt man ein Versprechen und dieses Versprechen sollte man einhalten können.

Tipps wie man sich zur Marke macht

Wie wird man nun zur Marke? Dazu muss man erst einmal seine besonderen Eigenschaften und Stärken kennen. Zudem muss überlegt werden, welches Versprechen man geben möchte und dies auch einhalten möchte.

Wo liegen die eigenen Stärken? Wodurch zeichnet sich die Arbeitsweise aus? Was biete ich meiner Zielgruppe an? Wofür soll meine Marke stehen?

Diese Fragen sollten in Ruhe und am besten schriftlich beantwortet werden, damit der Kern der Marke herausgearbeitet wird.

Bei diesen Überlegungen ist es wichtig, sich selbst zu hinterfragen und die Marke nicht darauf aufbauen, was gut bei anderen Menschen ankommt. Es soll schließlich ein Versprechen gehalten werden und das geht nur mit Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.

Sich selbst zu hinterfragen ist übrigens auch dann wichtig, wenn man bereits eine Marke gebildet hat. Tue ich das, was ich mit der Botschaft vermittle? Ist die Botschaft mit meinem Handeln identisch?

Personal Branding führt nur dann zum Erfolg, wenn ein berufliches Netzwerk vorhanden ist. Hier besteht die Möglichkeit, seine Marke zu kommunizieren, sodass man auch angesprochen werden kann.

Personal Branding – die Marke kommunizieren und leben

Bei der Markenbildung sollte beachtet werden, was man selbst von einer Arbeitsstelle fordert, welche Aufgabenbereiche dazu gehören sollten und welche beruflichen Ziele man verfolgen möchte.

Die Marke soll kommuniziert und gelebt werden. Dementsprechend werden sich die passenden Firmen finden, denn bei einem authentischen Auftritt wird der Arbeitgeber erkennen, ob die Person für den Job und auch für die Firma geeignet ist.

Die Grenzen zwischen Selbstbild und Fremdbild verschwimmen allerdings oftmals. Damit die Marke tatsächlich die eigene Persönlichkeit spiegelt, sollten andere Personen um eine ehrliche Einschätzung der Eigenmarke gebeten werden.

Die Botschaft wird dann in einem Satz vermittelt, sodass die individuellen und besonderen Stärken und Eigenschaften zur Geltung kommen. Selbstverständlich sollte man die Möglichkeiten des Internets nutzen, um seine Marke zu kommunizieren. Hier bieten sich die sozialen Netzwerke an, eventuell eine eigene Homepage und manche betreiben einen Blog, auf dem sie ihr Fachwissen aber auch die Marke vermitteln.

Es geht nicht darum, bei jedem gut anzukommen, sondern es geht darum hinter dem zu stehen, was man sagt und mit der Marke zum Ausdruck bringt.

Weiterführende Infos zu diesem Thema

Bist Du schlagfertig genug? 7 Tipps für schnellere Reaktionen im Job

Lügen und Schummeleien im Job schneller erkennen