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Ständige Ereichbarkeit macht Schlafprobleme und krank

Erst waren es Handys und PDAs, Blackberries und Laptops, jetzt sind es Smartphones – die elektronischen Fußfesseln der Arbeitswelt.

Immer mehr Arbeitnehmer sind auch außerhalb der Arbeitszeit nach Feierabend in „Bereitschaft“ - sei es, weil sie ein Diensthandy haben oder der Arbeitgeber es für selbstverständlich erachtet, eine Handynummer auch nutzen zu dürfen (etwa 95% aller Anrufe nach Feierabend passieren auf Privatanschlüssen).

Welche Folgen das hat, das zeigt eine Umfrage des Bundesverbandes der BKK aus dem November 2010. Im FaktenSpiegel 11/10 ist von einer Befragung von 2.322 Berufstätige im Alter zwischen 18 und 65 Jahren zu lesen.
Die Teilnehmer der Umfrage wurden zum Thema „Arbeit und Schlaf“ befragt und die erhobenen Daten geben Anlass zur Sorge.
So arbeiten über 50% der männlichen Befragten zwischen 40 und 50 Stunden pro Woche, bei den Frauen ein Drittel – von der 38,5-Stunden-Woche ist das weit entfernt.

Durchschnittlich bekamen die Befragten 6,5 Stunden Schlaf – was noch lange nicht der empfohlenen Schlafdauer von 7-9 Stunden entspricht. Das Fatale ist aber: Je mehr Überstunden ein Beschäftigter macht, desto weniger schläft er auch. Die Überstunden gehen also direkt zu Lasten des Schlafes.
Und auch die Wochenenden bringen keine Erholung. Fast ein Drittel der Befragten arbeitet regelmäßig an Samstagen etwa ein Fünftel außerdem an Sonn- und Feiertagen. 22% arbeiten in Schichtdiensten. Insgesamt arbeitet fast die Hälfte der Befragten auch an Wochenenden - unabhängig davon, in welchem Job. Viele Arbeitnehmer arbeiten nämlich am Wochenende weiter im Homeoffice.

Das ist aber nicht alles – rund 80% der Befragten sind außerdem auch außerhalb der Arbeitszeiten für ihren Arbeitgeber erreichbar. Allerdings nicht gezwungener Maßen, wie es scheint: 9 von 10 Befragten störte die ständiger Erreichbarkeit und die Tatsache, dass sie auch genutzt wird, nicht.

Dazu kommt noch: Vor allem Vielarbeiter mit einer Wochenarbeitszeit von mehr als 50 Stunden (35%), Männer (25%) sowie Befragte zwi­schen 18 und 29 Jahren (28%) machen in der letzten halb­en Stunde vor dem Schlafengehen noch etwas für die Arbeit. Die Quittung für die Arbeitnehmer sind Schlafstörungen: 13% klagen für Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. Und das jede Nacht. Nur 22% gaben an, nie unter Schlafproblemen zu leiden.

Allgemeiner Stress und Ängste sind neben beruflichem Stress und Überforderung die hauptsächlich angegebenen Gründe für die Schlafstörungen.

Auf Dauer ist dieses Verhalten ungesund und führt neben geschwächtem Immunsystemauch zu Herz-Kreislauf-Problemen, die durch die Einnahme von Schlafmitteln sogar noch verschlimmert werden können, wie unter anderem.

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