News

Träumen darf erlaubt sein: Arbeiten für die Raumfahrt

Träumen darf erlaubt sein: Arbeiten für die Raumfahrt

Am 20.07. ist der internationale Weltraumforschungstag und wer hat nicht schon einmal davon geträumt, über den Besuch eines 3D-Kinofilms hinauszukommen, um mit den „unendlichen Weiten“ bekannt gemacht zu werden. Die schlechte Nachricht an dieser Stelle: Es gibt strenggenommen nur zwei Möglichkeiten, tatsächlich ins All zu gelangen. Entweder ist man sehr vermögend und schließt sich der privaten Raumfahrt an oder gehört zu den wenigen auserwählten Astronauten, die in internationalen Teams galaktisch tätig sind. Somit reduziert sich die Wahrscheinlichkeit eines Ausfluges in den Kosmos für die meisten Menschen auf das Größenverhältnis „Nadel und Heuhaufen“.

Was macht die Weltraumforschung?

Als Weltraum wird all das bezeichnet, was sich außerhalb der Atmosphäre unseres blauen Planeten befindet. Andererseits beschreibt das Universum den gesamten Raum und alles, was sich darin bewegt, also auch die Erde. Unzählige Himmelskörper in verschiedenen Größen und Formen sind innerhalb und außerhalb unseres Sonnensystems zu beobachten. Neben den Sonnen und Planeten gibt es auch die sogenannten Zwergplaneten (z. B. Pluto), Monde, Asteroiden, Meteoroiden, Kometen und weitere (Galaxien, Sternhaufen, Sterne, Nebel etc.).

Früher dachte man, das Universum sei unendlich groß. Heute spekulieren die Forscher darauf, dass dem nicht so ist. Genaue Berechnungen gibt es dafür aber nicht. Ebenso unklar ist, ob nur auf der Erde Leben entstanden ist oder ob es in den großen Weiten des Weltalls weitere intelligente Lebensformen gibt. Dem großen Traum, den Weltraum zu erkunden, ist die Menschheit bereits ein großes Stück nähergekommen, dank Weltraumforschung. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts dringen die Menschen tatsächlich in den dunklen, weiten Raum vor. Die bemannte Raumfahrt war dabei stets das größte Ziel und wird von China, Russland und den USA bereits umgesetzt. Begonnen hat alles im Jahr 1957, als eine sowjetische Hündin namens Laika als erstes Lebewesen ins All befördert wurde. Der russische Astronaut Juri Gagarin war der erste Mensch, der 1961 im Weltall war. Weitere acht Jahre später betrat der Amerikaner Neil Armstrong den Mond.

Es gibt in diesem Bereich so viele spannende Fragen, die der Mensch nicht beantworten kann. Noch nicht. Um allgegenwärtige Fragen wie „Wann und wie ist das Universum entstanden und wie groß ist es eigentlich?“, „Gibt es weitere bewohnbare Planeten?“ oder „Sind wir wirklich allein?“ zumindest teilweise für sich beantworten zu können, gibt es für Interessierte und Neugierige die Möglichkeit, sich in verschiedenen Bereichen der Raumfahrt ausbilden zu lassen. Viele junge Menschen träumen etwa von einer Karriere als Astronaut. Allerdings ist hierfür nicht jeder geeignet. Nur die besten, fittesten und schlauesten Absolventen schaffen es, den blauen Planeten schließlich einmal von oben zu betrachten.

Einstiegsjobs - von der Luft- zur Raumfahrt oder umgekehrt

Aufgeben muss man seinen Traum aber vielleicht doch nicht ganz, denn auch eine Tätigkeit nah am Weltraum-Geschehen ist möglich. Einstiegsberufe, für die man nicht studiert haben muss, sind etwa:

  • Mechaniker/ Industriemechaniker/ Feinmechaniker/ Optomechaniker/ Polymechaniker
  • Leichtbaumonteur

Für Industriemechaniker, Feinmechaniker, Optomechaniker und Polymechaniker bietet die Raumfahrt zahlreiche interessante Tätigkeitsbereiche. Die ausgebildeten Mechaniker beschäftigen sich mit der Montage optischer und mechanischer Komponenten, die für Weltraummissionen benötigt werden. Alle Arbeiten müssen hochpräzise und mit viel Geduld erledigt werden.

Etwa die Hälfte aller in der Raumfahrt beschäftigten Personen ist im Bereich Entwicklung tätig. Die meisten von ihnen sind Ingenieure. Nicht jeder Entwickler muss jedoch Raum- und Luftfahrttechnik studiert haben. Gesucht werden Absolventen aus vielen verschiedenen Fachrichtungen, zum Beispiel Elektrotechnik, Maschinenbau< oder Informatik.

Ein weiteres, wichtiges Themengebiet ist der Leichtbau. Es ist sehr teuer, schwere Nutzlasten ins All zu transportieren. Deshalb setzt man heute in zahlreichen Bereichen moderne Leichtbautechnologie ein. Neben einer Grundausbildung als Mechaniker sollten die Absolventen über eine präzise Arbeitsweise und sehr gute Materialkenntnisse verfügen.

Aber auch bekannte Berufsbilder aus der Luftfahrt können ein Sprungbrett in die Raumfahrtbranche darstellen. Zum Beispiel:

  • Elektroniker/-in für luftfahrttechnische Systeme
  • Elektroniker/-in Betriebstechnik
  • Werkstoffprüfer/-in
  • Mechatroniker/-in
  • Fluggerätemechaniker/-in in der Fachrichtung Fertigungstechnik
  • Werkzeugmechaniker/-in
  • Maschinentechniker/-in
  • Fachinformatiker/-in
  • IT- und Elektronikberufe
  • Luftfahrttechniker/-in

Einige Berufe bauen auf anderen auf. Fort- und Weiterbildungen sind in allen Bereichen möglich. Informatiker, Elektroniker oder Mechaniker, die sich eigentlich auf die Raumfahrt spezialisiert haben, können ebenso im Luftfahrtbereich tätig werden und umgekehrt.

Einstieg in den Raumfahrtjob mit Studium in der Tasche

Studienabsolventen erwarten in der Raumfahrtbranche ebenfalls spannende Aufgaben und Projekte. Gesucht werden unter anderem Personen aus

  • der Physik,
  • der Informatik,
  • den Ingenieurswissenschaften,
  • der Mathematik sowie
  • den Geo- und Naturwissenschaften.

Luft- und Raumfahrtingenieur ist für viele Studenten beispielsweise ein absoluter Traumberuf, weshalb sie sich gezielt für das „Studium der Luft- und Raumfahrtechnik“ entscheiden. Das Entwickeln und Betreiben von Fluggeräten steht hierbei im Vordergrund. Ein alternativer Einstieg ist das Studium „Maschinenbau mit der Vertiefung auf Luft- und Raumfahrttechnik“. Wer später nicht als Ingenieur arbeiten möchte, hat dann auch die Möglichkeit, mit dem Abschluss eine wissenschaftliche Karriere anzustreben. Aber auch Jobs bei der Luftfahrt, im Maschinen- und Schiffsbau oder der Automobilindustrie sind möglich.

Weiterführende Infos zum Thema:

Des Deutschen liebstes Getränk mit großer Tradition: Beruf Bierbrauer und Mälzer ist krisenfest

Feuerwehrleuten wird am meisten vertraut

Welche Karrieremöglichkeiten bietet der Hauptschulabschluss?

Gehaltsvergleich.com möchte dir in Zukunft neue Jobs direkt im Browser anzeigen.
Nein Danke
Alles klar