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Vollbeschäftigung führt zum Akademikermangel

Arbeitslosigkeit ist unter Hochschulabsolventen in Deutschland kaum ein Thema, glaubt man den Statistiken. Aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit zufolge, liegt die Quote hier bei lediglich 2,5 Prozent. Zudem dauere es im Schnitt weniger als drei Monate, bis eine neue Anstellung gefunden sei. Ob der Abschluss von einer Universität oder einer Fachhochschule stamme, sei dabei egal - hauptsache Akademiker.

Einer der Vorteile und auch Gründe für die geringe Arbeitslosigkeit ist, dass ein Akademiker auch Tätigkeiten ausüben kann, für die eine niedrigere Qualifikation notwendig ist. Umgekehrt ist das nur selten möglich, ein/e gelernter Verkäufer/in kann schließlich nicht als Führungskraft einsteigen.

In manchen Branchen und Fachgebieten geht es gar so weit, dass die Unternehmen Schwierigkeiten haben, ihre Stellen zu besetzen bzw. ihre Wunschmitarbeiter einstellen zu können. Besonders Ingenieure können sich oft vor Angeboten kaum retten und können so das für sie beste auswählen. Im Rahmen einer Befragung gaben zwei Drittel der Unternehmen an, dass sich bis zu 25 Prozent ihrer Wunschmitarbeiter nicht für ihr Unternehmen entscheiden.

Eine Studie des IW Köln (Institut der deutschen Wirtschaft) hat bereits im letzten Jahr davor gewarnt, dass es langfristig zu einem Akademikermangel kommen könnte. Medienberichte sagten dies schon 2007 voraus. Hierzu wurden Langzeitprognosen erarbeitet, die besagen, dass es bereits in gut zehn Jahren eng werden könnte.
Schwierig ist die Lage im Osten Deutschlands auch heute schon. In einigen Jahren wird es nur noch mit Mühe möglich sein, die Lücken zu schließen. Die fertigen Akademiker werden dann gerade noch dazu in der Lage sein, die durch Verrentung frei gewordenen Stellen zu besetzen. Um neu geschaffene Stellen auszufüllen, müssten tausende umziehen. Ob es dazu kommen wird, ist schwer abschätzbar. Eines der Probleme ist hierbei, dass das Gehaltsniveau im Osten niedriger liegt. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass auch die Lebenshaltungskosten niedriger sind.

Quellen: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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