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Was Firmenwagen verraten: Du verdienst, was du fährst!

Ein Firmenwagen ist nach wie vor eine der beliebtesten Nebenleistungen. Allerdings gilt auch immer noch: Wer einen Dienstwagen fahren darf, hat es meist schon ins mittlere Management geschafft oder braucht ihn berufsbedingt – etwa im Vertrieb oder im Außendienst. Mit dem Einkommen steigt also auch die Wahrscheinlichkeit eines Firmenwagens an.

Eine neue Studie von Compensation-Online zeigt, wer einen Firmenwagen fährt, was er kostet, wer welches Modell fährt und in welchen Teilen Deutschlands die meisten Firmenwagen unterwegs sind. Der Hamburger Dienstleister hat 48.761 Arbeitsverhältnisse aus den letzten zwölf Monaten analysiert, denen ein Firmenwagen zur privaten Nutzung überlassen wird.

Die Untersuchung zeigt auch einen direkten Zusammenhang zwischen Höhe des Einkommens und bevorzugter Automarke auf: Wer 220.000 Euro im Jahr verdient, fährt einen Porsche zum Preis von knapp 87.830 Euro. Bei einem Jahresgehalt von 54.280 Euro muss ein Skoda reichen.

Manager und Vertriebsmitarbeiter fahren am häufigsten auf Kosten des Arbeitgebers

Im Management und im Vertrieb werden am häufigsten Firmenwagen gefahren: So verfügen 76 Prozent aller Vertriebschefs über einen Dienstwagen, unter den Geschäftsführern sind es 66 Prozent. Von den IT-Leitern fahren 42 Prozent auf Kosten der Firma, weitere IT-Führungskräfte haben in 39 Prozent der Fälle einen Firmenwagen. Bei den Fachkräften und Spezialisten ist der Dienstwagen eher die Ausnahme. Am häufigsten fahren ihn auch hier Vertriebsmitarbeiter (24,8 Prozent), Techniker (14 Prozent) und Mitarbeiter in der IT 12,8 Prozent).

Je höher das Gehalt, umso häufiger ein Dienstwagen

Mit zunehmender Höhe des Gehalts steigt nicht nur der Anteil der Firmenwagenbesitzer, sondern auch der Wert des Wagens. Bei einem Jahresgehalt von 30.000 bis 40.000 Euro fährt nicht einmal jeder Dritte einen Firmenwagen. Der Wert des Wagens liegt bei unter 30.000 Euro. In der Gehaltsklasse über 200.000 Euro fahren fast 70 Prozent einen Firmenwagen. Der Wert liegt dann im Schnitt bei knapp 70.000 Euro.

Geringe Häufigkeit, aber höchste Preisklasse bei Banken

Neben Vertriebsfachkräften fahren vor allem Fachkräfte aus den Bereichen Technik, IT und Personalwesen einen Firmenwagen. Obwohl im Finanzwesen kaum Firmenwagen genutzt werden, findet man in diesem Tätigkeitsbereich Firmenwagen von überdurchschnittlich hohem Wert. Diese Tendenz zeigt sich auch bei Banken: Hier werden die teuersten Firmenwagen gefahren – dicht gefolgt von der Autoindustrie und den Rechtsberatungen.

Firmenwagen-Nutzer sind männlich und arbeiten vor allem in Industriebranchen in Nordrhein-Westfalen und Hessen

Firmenwagen-Nutzer befinden sich vermehrt in den PLZ-Regionen 4 (NRW/Ruhrgebiet), 6 (Hessen/Frankfurt) und 7 (Baden-Württemberg) und kaum in PLZ-Region 1 (Berlin-Brandenburg). Sie sind typischerweise männlich und überdurchschnittlich oft in Industriebranchen wie Bau, Pharma, Konsum- und Gebrauchsgüter oder Medizintechnik tätig.

Firmenwagen sind männliches Incentive

Nur 27 Prozent aller Frauen in einer Führungsposition fahren einen Firmenwagen, dafür aber jeder zweite Mann. Bei den Fachfunktionen sind es knapp vier Prozent der Frauen, aber 13 Prozent der Männer. Dazu kommt, dass die Autos der Männer teurer als die ihrer Kolleginnen sind. Auf 47.800 Euro beläuft sich im Schnitt der Anschaffungswert der Autos männlicher Führungskräfte, bei Frauen sind es 9.000 Euro weniger. Auch bei den Fachkräften sind die Autos der Männer mit durchschnittlich 34.000 Euro um 6.000 Euro teurer als die der Frauen.

Man fährt deutsch

Die beliebtesten Marken bei Firmenwagen sind Volkswagen (28 Prozent), Audi (20 Prozent) und BMW (13 Prozent), wobei die Marke VW von Mitarbeitern aus Technik, Produktion und Vertrieb favorisiert wird, während Mitarbeiter aus Marketing und Finanzwesen die Marke Audi bevorzugen. In der IT-Branche beispielsweise fahren 24 Prozent der Firmenwagenberechtigten einen VW mit einem durchschnittlichen Bruttolistenpreis von 33.750 Euro, gefolgt von Audi mit einem durchschnittlichen Bruttolistenpreis von 43.350 Euro. 16 Prozent wählen einen BMW (44.999 Euro) und 6,8 Prozent einen Mercedes (48.025 Euro).

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