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Wie können Berufspendler Geld sparen?

Rund 1,5 Millionen Berufstätige in Deutschland fahren alltäglich über fünfzig Kilometer bis zu ihrem Arbeitsplatz. Viele von ihnen nutzen den eigenen PKW für die Fahrt zur Arbeitsstelle und zurück nach Hause. Dabei kommen einige Kosten zusammen, denn es muss nicht nur der Sprit bezahlt werden, sondern ebenso KFZ-Steuern, Versicherung und zwischendurch Wartung oder Reparaturen. Es gibt Alternativen, mit denen sich Geld sparen lässt.

Fahrtkostenpauschale geltend machen

Pendler können eine Entfernungspauschale geltend machen. Für die Fahrt zur ersten Tätigkeitsstätte wird eine Wegstrecke anerkannt und pro Kilometer können dreißig Cent berechnet werden. Für andere Tätigkeitsstätten kann die Kilometerpauschale für Hin- und Rückweg geltend gemacht werden. Als erste Tätigkeitsstätte wird in der Regel die Niederlassung des Unternehmens bezeichnet, ebenso Zweigstellen. Dort ist also die Arbeitsstelle des Arbeitnehmers. Der Betrieb eines Kunden gilt nicht als erste Arbeitsstätte, auch wenn sich der Arbeitnehmer dort längerfristig aufhalten muss.

Fahrgemeinschaften bilden

Fahrgemeinschaften lassen sich im Internet-Zeitalter sehr gut über Online-Plattformen organisieren. Das Spritgeld wird auf die Fahrgemeinschaft umgelegt und bestenfalls fahren vier Personen statt nur einer in einem Wagen zur Arbeit. Beispiele für solche Internetportale sind Mitfahrgelegenheit.de, Pendlernetz.de oder Mitfahrzentrale.de. Auch mittels Smartphone können Beifahrer gefunden werden, zum Beispiel mit der App von flinc.org.
Ebenso kann im direkten Umfeld nach Mitfahrgelegenheiten gesucht werden. Oftmals finden sich Nachbarn oder Kollegen, mit denen eine Fahrgemeinschaft gebildet werden kann. Bei einer vierköpfigen Fahrgemeinschaft könnte sich eventuell sogar das Zweitauto in der Familie gespart werden, denn man fährt nur noch alle vier Wochen mit dem eigenen PKW zur Arbeit. An den restlichen drei Wochen des Monats steht der Wagen der Partnerin oder dem Partner zur Verfügung.

Park & Ride nutzen

Geld und Zeit lässt sich ebenfalls mit Park & Ride sparen. Dabei wird zum nächsten Bahnhof mit dem PKW gefahren, wo der Wagen geparkt und auf die Bahn umgestiegen wird. Laut einer Studie vom ACE (Auto Club Europa) stellt diese Option für drei Viertel der Pendler eine Ersparnis dar, zumal damit gleichzeitig schneller die Arbeitsstätte erreicht werden kann. Die Bahn hält für Vielfahrer und Pendler besondere Fahrkarten bereit, unter anderem die Jahreskarte oder Monatskarte im Abo, mit denen Bahnfahrten auch an Samstagen mit der Familie günstiger ausfallen. Diese Möglichkeit besteht allerdings nicht für jeden Pendler, denn wie der ACE kritisiert, gibt es Park & Ride Plätze noch nicht flächendeckend in Deutschland. Auch ist teilweise die Entfernung zum nächsten Bahnhof zu weit, sodass von Ersparnis nicht mehr die Rede sein kann. In kleineren Orten sind zudem die Fahrtzeiten der Bahn mangelhaft getaktet und kommen deshalb für Berufstätige selten in Frage.

Mit Carsharing Geld sparen

In vielen deutschen Städten gibt es Anbieter von Carsharing und das Netzwerk dieser Angebote wächst stetig. Auch für Pendler kann dies eine Alternative zum eigenen PKW darstellen. Stiftung Warentest rechnete einmal aus, was ein fünf Jahre alter Kleinwagen bei jährlich 2500 Kilometer Fahrleistung im Vergleich zum Carsharing kosten würde. Dabei lag die Ersparnis im Jahr bei rund tausend Euro.

Mietwagen statt eigener PKW

Die Möglichkeit, einen Mietwagen zu leihen, bietet sich besonders für Berufstätige an, die aufgrund sehr weiter Strecken wochentags im Ort der Arbeitsstätte bleiben. Oft gibt es günstige Angebote, sodass der Mietpreis unter den Kosten für einen eigenen PKW liegt. Für Berufstätige, die täglich pendeln, lohnt sich diese Alternative nicht.

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