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Wie man auch im Beruf aus Fehlern lernt

Niemand ist davor gefeit, Fehler zu machen. Dabei zeigen Studien und Erfahrungsberichte, wer Fehler zulässt, sie zugibt und versucht, daraus zu lernen, ist auf Dauer produktiver. Gerade im Arbeitsleben kann es mal zu einem Fehler kommen. Diese können weitreichende Folgen haben. Gescheiterte Projekte, verschwendete Gelder oder gar Verlust des Arbeitsplatzes. Wichtig ist jedoch, wie man damit umgeht. Nicht verheimlichen oder versuchen, das ganze unter den Teppich zu kehren, sondern es sich selbst eingestehen, offen ansprechen und dazu stehen.

Viele Arbeitnehmer haben in erster Linie Angst vor Konsequenzen, die aus dem Zugeben eines Fehlers entstehen können. Übermäßige Angst kann jedoch hemmen und dazu führen, dass der Arbeitnehmer nur noch in geduckter Haltung das Notwendigste macht und ständig darauf bedacht ist, bloß keinen Fehler zu machen.
Unternehmen, die die Wichtigkeit eines so genannten Fehlermanagements erkannt haben, sind weit aus produktiver, als die, die weiterhin so tun, als wäre nie etwas geschehen. Das ständige Aufpassen und jeden Schritt unendliche Male zu durchdenken hemmt kreatives und innovatives Arbeiten. Das führt dauerhaft zur Stagnation, anstatt zur Weiterentwicklung.

Wichtig ist es, den Fehler nicht als Folge mangelnder Sorgfalt oder Intelligenz anzusehen, sondern ihn als Chance, es nächstes Mal besser zu machen, anzuerkennen.

Auf einige Punkte kommt es hierbei an:

Akzeptanz: Fehler sind menschlich und auch bei größtmöglicher Sorgfalt nicht komplett vermeidbar. Es ist wichtiger, konstruktiv damit umzugehen, als alle Energie in die Vermeidung zu stecken.

Sanktionsfreiheit: Wer einen Fehler entdeckt, soll ihn offen sagen können, ohne Angst, vor Abmahnung oder Kündigung. Dies muss für alle Mitarbeiter gelten und auch von Führungskräften vorgelebt werden.

Kommunikation: Auch ein Experte kann sich einmal irren. Es sollte sachlich an die Ursachen- und Lösungsfindung herangegangen werden.

Prüfung: Da Situationen und Sachverhalte unterschiedlich wahrgenommen werden, sollten auch Führungskräfte und Experten ihre Daten von anderen überprüfen lassen.

Reflexion: Sich gemeinsam mit der Findung von Ursache und Lösung zu befassen, kann schneller zum Ziel führen.

Schulung: Mithilfe eines so genannten Change-Managements die Unternehmensabläufe zu verändern, macht generell schon Sinn. Jedoch ist die Einführung eines Fehlermanagements ein längerer Prozess, der einige Jahre in Anspruch nehmen kann.

Auch der Arbeitnehmer selbst kann einige Punkte beachten.

Hier gilt es, die drei typischen Ausredenbereiche zu umgehen.

1. Schwäche zeigen: Nicht „Sorry, ich bin krank“ oder „Was soll ich denn noch alles machen“, sondern „Ich habe zuviel Arbeit angenommen“ oder „Ich habe nicht rechtzeitig um Hilfe gebeten“.

2. Die Umstände: Nicht „Der Computer hat gestreikt“ oder „Der Wecker hat nicht geklingelt“, sondern „Ich habe nicht früh genug angefangen und einen möglichen Systemabsturz nicht einkalkuliert“ oder „Ich habe verschlafen“.

3. In die Schuhe schieben: Nicht „Das hat mir der Kollege nicht rechtzeitig gegeben“, sondern „Ich hätte früher nachfragen müssen“.

Das souveräne Umgehen mit den eigenen Fehlern vermittelt Dritten, dass man nicht nur bemüht ist, sondern auch weiß, was man tun muss, um sich und die Abläufe zu verbessern. Nicht umsonst heißt es, Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.

Weiterführende Infos zum Thema:

Karrierekiller – So werden Sie Ihren Job los

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Empathie im Berufsleben

Quellen: Wirtschaftswoche, Business Wissen, Manager Magazin

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