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Wie und wo suchen Unternehmen nach Personal?

Eine neue Studie des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) zeigt, wie und wo Unternehmen 2009 nach Arbeitnehmern suchten und neue Mitarbeiter einstellten. Auffällig hierbei ist, dass zwar noch doppelt so oft extern gesucht wird, die Erfolgsquote bei internen Suchwegen aber höher ist. Unternehmen verlassen sich hier zunehmend auf Empfehlungen und Kontakte von Mitarbeitern.

Bei den externen Suchwegen sind die drei wichtigsten und zugleich etwa gleich häufig verteilt:

  • eigene Inserate in Zeitungen und Zeitschriften
  • eigene Inserate im Internet
  • Arbeitgeberservice und Internetangebot der Agentur für Arbeit

Auf diesen drei klassischen Suchwegen werden die meisten Stellen veröffentlicht.

Interne Suchwege sind vor allen Dingen die Kontakte der eigenen Mitarbeiter und - was vielleicht am meisten überrascht – Initiativ-Bewerbungen. Nur sehr wenige Firmen suchten tatsächlich über private Arbeitsvermittler.

Ob diese Suchwege auch künftig so genutzt werden, ist aber fraglich. Denn während die internen Suchwege zu 54% erfolgreich waren, waren es die externen nur zu 43% und sonstige Suchwege fielen gar nicht mehr ins Gewicht. Für die Firmen spricht der Erfolg also dafür, von kosten- und zeitintensiven öffentlichen Stellenausschreibungen Abstand zu nehmen und sich auf die eigenen Mitarbeiter zu verlassen.
Das macht es für einen Bewerber natürlich nicht einfacher – mehr denn je werden Stellen durch Beziehungen besetzt. Das Nachsehen haben diejenigen, denen sie fehlen.

Um so wichtiger wird es heutzutage, ein Netzwerk aufzubauen und auch zu pflegen. Die Möglichkeiten sind dank Internet und moderner Telekommunikation hier gigantisch. Doch es ist auch Vorsicht geboten. Wer Social Networks oder Businessplattformen wie XING nutzt, der sollte sich klar darüber sein, dass auch hier Qualität über Quantität geht und ein Kontakt nur dann etwas nützt, wenn er auch aktiv gepflegt wird.