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Wie viel verdiene ich als Arzthelferin?

Wie viel verdiene ich als Arzthelferin?

Arzthelferinnen managen die Praxis und verschaffen dem Arzt mehr Zeit für Patienten

Vor einigen Jahren wurde der Beruf Arzthelferin umbenannt in Medizinische Fachangestellte. Die erweiterten Aufgaben und Kompetenzen führten dazu, dass die Bezeichnung modernisiert wurde. Eine professionell geführte Arztpraxis kann sich weiterentwickeln. Praxisgewinn und Patientenzufriedenheit steigern sich. Der Arzt hat genügend Zeit für seine medizinischen Aufgaben.

Die perfekte Arzthelferin...

…besitzt ein freundliches, gewinnendes Wesen. Sie empfängt und begrüßt die Patienten mit viel Einfühlungsvermögen. Dabei bleibt sie selbstsicher und bestimmt, aber allzeit angenehm. Arzthelferinnen wirken selbstständig und diskret. Sie gehen mit Informationen über Krankheiten und Patientenakten verschwiegen um. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Psychische Stabilität ermöglicht ihr zugewandtes Benehmen und gleichzeitige Distanz beim Kontakt mit schwer kranken Patienten.

Wie werde ich Arzthelferin?

Eine klassische Berufsausbildung, die nach dem dualen System funktioniert, steht für Interessentinnen bereit. Zugangsvoraussetzungen sind ein mittlerer Bildungsabschluss und ordentliche Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik, Biologie und Deutsch. Auszubildende arbeiten in der Praxis und haben regelmäßig theoretischen Unterricht an einer Berufsschule. Die Ausbildungsmöglichkeiten sind so zahlreich wie die unterschiedlichen Arztpraxen, die eine Lehre anbieten. Bewerben kann man sich bei

  • Arztpraxen:
    • Allgemeinmedizin,
    • Zahnarzt,
    • Gynäkologe oder Urologe,
    • Augenarzt,
    • Hals-, Nasen-, Ohrenarzt,
    • Orthopäden,
  • Kliniken:
    • Öffentliche,
    • Kirchliche,
    • Private,
    • Universitäts- oder Unfallkliniken,
    • Rehabilitationseinrichtungen.

In der Ausbildung lernen angehende Arzthelferinnen, bei ärztlichen Therapien zu assistieren. Sie legen Wund- und Stützverbände an und führen Anwendungen im Bereich Kälte-, Wärme- und Reizstrom durch. Die Einhaltung von Hygienemaßnahmen ist besonders wichtig für Arzthelferinnen. Sie sterilisieren Instrumente, Geräte und Apparate und entsorgen kontaminiertes Material fachgerecht. Arzthelferinnen wissen, wie sie Infektionskrankheiten erkennen und welche Schutzvorkehrungen sie gegebenenfalls ergreifen müssen. Außerdem koordinieren sie Patiententermine und stellen Behandlungsunterlagen zusammen.

Wie läuft der Alltag einer Arzthelferin ab?

Kerstin M., 41, aus Norderstedt, arbeitet in einer Frauenarzt-Praxis als Arzthelferin. Etwas im medizinischen Bereich zu machen, war schon lange ihr Wunsch. „Ich hatte schon früher Spaß daran, meinen kleinen Bruder zu „verarzten“, wenn er sich mal beim Spielen wehtat.“ Was sie auch nach einigen Jahren Berufserfahrung immer noch am Job schätzt ist die Dankbarkeit der Patienten, wenn man sich gut um sie kümmert. Dabei bleibt oft nicht viel Zeit für viele Freundlichkeiten. Oft ist der organisatorische Teil morgens noch gar nicht zu Ende erledigt, wenn schon die ersten Patienten klingeln. Stress und Hektik gehören zum Beruf. „Fortschrittliche Computersysteme erleichtern zwar die Verwaltung, aber die Blutdruckmessung im Labor erfolgt immer noch eigenhändig“, so Kerstin M. Jüngere und frisch operierte Patientinnen haben oft Ängste und Unsicherheiten und bedürfen besonderer Zusprache. Zu ihrem Aufgabenfeld gehören die Verabreichung von intravenösen Medikamenten (Spritzen setzen) und die ambulant durchgeführte Chemotherapie. „Steriles und sorgfältiges Arbeiten und stets gelassen bleiben, wenn es in der Praxis bisweilen turbulent wird, das hat oberste Priorität“.

Verdienstmöglichkeiten für Arzthelferinnen

Die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten eignet sich tatsächlich auch für Männer. Grundsätzlich wird diese Berufsbranche jedoch von Frauen dominiert. Im Allgemeinen ist es Fakt, dass Männer sogar in typischen Frauenberufen mehr Gehalt bekommen. Nicht aber in diesem Berufsfeld. Sogenannte Arzthelfer verdienen im Durchschnitt 1.998 Euro. Im Vergleich dazu erhält eine Arzthelferin im Monat etwa 2.065 Euro. Eine seltene Begebenheit!

Außerordentliche Differenzen in den Gehältern nach Bundesland bestehen nicht. Erwähnenswert ist indessen, dass Arzthelferinnen mit zunehmender Berufserfahrung nach Jahren leider keine nennenswerte Steigerung des monatlichen Verdienstes verbuchen können. Als Berufsanfänger bekommen Arzthelferinnen einen Bruttomonatslohn in Höhe von 1.876 Euro. Nach drei bis sechs Berufsjahren liegt das Gehalt nur unwesentlich höher bei durchschnittlichen 1.905 Euro. Selbst nach neun Jahren Berufstätigkeit machen die monatlichen Bezüge von Arzthelferinnen nicht mehr als 2.186 Euro aus. Das ist zwar allgemein gesehen ein ordentlicher Stundenlohn, im Vergleich zu anderen Branchen zahlt sich eine langjährige Beschäftigung als Arzthelferin nicht aus. Nähere Zahlen zeigt die folgende Tabelle:

Gehalt als Arzthelfer /-in 2015 brutto
Gesamtdurchschnitt 2.063 €
Frauen 2.065 €
Männer 1.998 €

Gehalt als Arzthelfer /-in 2015 nach Berufserfahrung brutto
< 3 Jahre 1.876 €
3 - 6 Jahre 1.905 €
6 - 9 Jahre 1.934 €
> 9 Jahre 2.186€

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