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Wie viel verdient man als Kinderpfleger /-in?

Wie viel verdient man als Kinderpfleger /-in?

Tarifverhandlungen über Lohnerhöhungen für Kinderpfleger, Heilpädagogen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen werden, wie in jüngster Zeit, von Streiks und Gewerkschaftsverhandlungen begleitet. Streiken dürfen nur Angestellte im öffentlichen Dienst bzw. Mitarbeiter der Kita-Träger, die im Arbeitgeberverband organisiert sind und an den öffentlichen Dienst angelehnt sind. Wer bei einer kirchlichen Institution beschäftigt ist, bleibt davon ausgenommen. Doch profitieren die kirchlichen Tarife letztendlich von verbesserten Veränderungen der öffentlichen Tarife, denn sie werden meist angeglichen.

Die Frage ist: wie viel verdienen eigentlich Kinderpfleger?

Betreuen, versorgen und spielerisch fördern: Geld verdienen in einem lebendigen Beruf

Für Kinderpfleger, die ebenfalls als sozialpädagogische Assistenten bezeichnet werden, dreht sich im Berufsalltag alles um die Kleinen. Die tatkräftige Unterstützung von Eltern und Erziehern bei der Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern macht jeden Arbeitstag zu einem besonderen Erlebnis. Neben dem Spaß kommt in diesem Beruf die Verantwortung nicht zu kurz. Die Begleitung von Kindern beim Aufwachsen ist eine Aufgabe, die sehr ernst zu nehmen ist.

Kinderpfleger haben Interesse an praktischen Tätigkeiten. Sie basteln und turnen mit Kindern und wickeln Säuglinge. Soziale Kompetenzen sind für Kinderpfleger ein Muss. Sie brauchen Einfühlungsvermögen für die individuellen Eigenheiten und Bedürfnisse der verschiedenen Kinder. Kinderpfleger beraten Eltern und Erzieher mit viel Feingefühl. Probleme hören sie sich geduldig an.

Wie kann ich Kinderpfleger /-in werden?

Junge Erwachsene oder Quereinsteiger, die sich für den Beruf des/der Kinderpflegers /-in entscheiden, sollten gute Schulnoten in den Fächern Deutsch, Musik, Kunst und Biologie vorweisen. Als Schulabschluss ist mindestens ein Hauptschulzeugnis erforderlich. Außerdem gilt ein Gesamtnotendurchschnitt von 3,0 als Zugangsvoraussetzung. Die Ausbildung zum/zur sozialpädagogischen Assistenten /-in findet an Berufsfachschulen und Berufskollegs statt. Interessenten bewerben sich direkt bei den Schulen. Einige Institute verlangen die Vorlage eines Gesundheitszeugnisses nach §43 des Infektionsschutzgesetzes. Je nach Bildungsträger und Vorbildung dauert die Schule zwei bis drei Jahre. Am Ende bestehen die Auszubildenden eine staatliche Abschlussprüfung. Nach der Lehrzeit in der Schule absolvieren angehende Kinderpfleger in der Regel ein schulisch begleitetes berufspraktisches Jahr.

Was lerne ich als Kinderpfleger /-in?

Ein wichtiger Aspekt in der Ausbildung zum/zur Kinderpfleger /-in ist die Gesundheitslehre. Zur Gesundheitsförderung haben die Auszubildenden theoretischen und praktischen Unterricht. Ein weiteres Kernthema ist Sozialpädagogik und Erziehungslehre. Hier erarbeiten die angehenden Kinderpfleger, wie sie korrekt mit Kindern und Eltern umgehen und welche Methoden und Maßnahmen zur Erziehung es gibt. Mit Sport und Spielen beschäftigen sich die Auszubildenden im Fach Bewegungserziehung. Kreativ entwickeln sie eigene Spielmöglichkeiten und –regeln für Kinder. Außerdem lernen die Schüler des Berufskollegs die Grundlagen der musischen Erziehung. Sie befassen sich mit Rhythmen und Instrumenten. Auf dem Lehrplan steht darüber hinaus naturwissenschaftliche Erziehung. Wichtig ist für künftige professionelle Kinderbetreuer ein Fachwissen in Hauswirtschaft und Ernährungslehre. Dieses erwerben sie während der Schulzeit.

Wo arbeiten Kinderpfleger?

Es gibt zahlreiche Arbeitgeber für sozialpädagogische Assistenten bzw. Kinderpfleger. Möglich sind

  • Kinderkrippen,
  • Kindergärten,
  • Kinderheime,
  • Wohnheime für Kinder und Menschen mit Behinderungen,
  • Privathaushalte,
  • Erholungs- oder Ferienheime.

Es gibt Unterschiede in den Trägerschaften von Einrichtungen. Beispielsweise gehören Kindergärten oder Pflegeheime entweder zu Kirchen oder zu öffentlichen Gemeinden. Die Gehälter von Kinderpflegen variieren nicht wesentlich, auch wenn verschiedenartige Tarifsysteme zum Tragen kommen.

Berufliche Aufstiegschancen für Kinderpfleger

Fachliche Anpassungsweiterbildungen dienen für sozialpädagogische Assistenten zur Aktualisierung des Fachwissens. Themen für Lehrgänge erstrecken sich von Pädagogik bis zu Hygiene und Hauswirtschaft. Die nächste Stufe auf der beruflichen Karriereleiter nehmen Kinderpfleger mit der verkürzten Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Erzieher /-in. Daran anschließend ergibt sich die Option Fachwirt /-in für Erziehungswesen zu werden. Führungspositionen sind mit diesem Abschluss leicht realisierbar. Wer über eine Hochschulzulassung verfügt oder diese während der Ausbildungszeit in der Berufsfachschule erwirbt, kann ein Hochschulstudium im Fach Erziehungs- und Bildungswissenschaft aufnehmen.

Verdienstmöglichkeiten als Kinderpfleger /-in

Ob eine Anstellung bei kirchlichen oder öffentlichen Trägern erfolgt, im Durchschnitt erfreuen sich Kinderpfleger über ein monatliches Bruttogehalt in Höhe von ca. 2.156 Euro. Die Tarife steigen langsam aber stetig mit zunehmendem persönlichem Alter – so dass auch beständig das Gehalt von Kinderpflegern wächst.

Eine gravierende Differenz im monatlichen Gehalt von männlichen oder weiblichen Kinderpflegern lässt sich nicht feststellen. Auffällig ist jedoch der Unterschied der Lohnzahlungen in Abhängigkeit der Bundesländer. Während ein /-e sozialpädagogischer Assistent /-in in Niedersachsen 2.121 Euro im Monat bezieht, erhält ein /-e Kinderpfleger /-in in Hamburg 2.369 Euro. Am besten verdienen Kinderpfleger in Hessen. Hier wird ein Monatsgehalt von etwa 2.555 Euro gezahlt. Die nachstehende Tabelle bietet eine vergleichende Übersicht:

Gehalt als Kinderpfleger/in nach Bundesland *
Hessen 2.555 €
Baden-Württemberg 2.476 €
Bayern 2.418 €
Hamburg 2.369 €
NRW 2.231 €
Rheinland-Pfalz 2.258 €
Saarland 2.191 €
Bremen 2.189 €
Niedersachsen 2.121 €
Berlin 2.099 €
Schleswig-Holstein 2.085 €
Thüringen 1.780 €
Brandenburg 1.726 €
Sachsen 1.725 €
Sachsen-Anhalt 1.683 €
Mecklenburg-Vorpommern 1.680 €

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