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Zeig mir Deinen Schreibtisch und ich sag Dir, wer Du bist!

Zeig mir Deinen Schreibtisch und ich sag Dir, wer Du bist!

Wie sieht Dein Schreibtisch aus? Ordentlich und aufgeräumt, sodass Du nur einen Handgriff benötigst, um ein gesuchtes Dokument zum Vorschein zu bringen? Oder eher chaotisch wild, sodass Du täglich Zeit mit Suchen nach Dokumenten verbringst? Cary Cooper, ein renommierter Psychologe, untersuchte die Schreibtische hunderter Büros und konnte fünf Schreibtisch-Typen ableiten.

Die fünf Schreibtisch-Typen nach Cary Cooper

Die Ordnung oder Unordnung auf dem Schreibtisch soll Rückschlüsse auf den Menschen hinter dem Schreibtisch zulassen. Cary Cooper analysierte die Schreibtische und dazu gehörigen Personen und konnte fünf Typen festmachen:

Familienmensch

Auf dem aufgeräumten und übersichtlichen Schreibtisch des Familienmenschen stehen Familienfotos, denn die Familie geht ihm über alles. Nicht nur der Schreibtisch ist ordentlich, auch in der Ablage herrscht Ordnung vor.

Familienmenschen möchten eine geregelte Arbeitszeit und pünktlich Feierabend machen können. Der Grund ist die Familie, denn sie hat Vorrang. Die Arbeitsleistung könnte zwar als ordentlich bezeichnet werden, aber großen Arbeitseifer beweisen Familienmenschen nicht. Auch ist ihnen die Karriere nicht allzu wichtig. Dafür legen sie Wert auf eine gute Arbeitsatmosphäre und tragen viel dazu bei. Von den Kollegen werden die Familienmenschen oftmals geschätzt. Zudem zeigen sich Familienmenschen sowohl privat als auch im Beruf loyal.

Ordnungsfanatiker

Beim Schreibtisch des Ordnungsfanatikers hat jeder Gegenstand und jedes Dokument seinen festen Platz. Somit wirkt der Schreibtisch immer aufgeräumt und ordentlich. Der Arbeitsstil dieses Typen zeichnet sich durch Effizienz und Struktur aus. Der Ordnungsfanatiker ist ein korrekter Mensch, der auf Pünktlichkeit Wert legt, jedoch eher unflexibel und auch nicht Multitasking fähig ist. Freunde würden ihn als ehrlich und zuverlässig bezeichnen, der aber selten Gefühle zeigt. Reisen ist seine größte Leidenschaft, wobei er mehrere Hobbies pflegt.

Chaotisches Genie

Bei diesem Typen sieht man mit einem Blick das Chaos auf dem Schreibtisch: Hohe Papierstapel und irgendwie ist keine freie Arbeitsfläche sichtbar. Ordnung sucht man beim chaotischen Genie vergeblich. Dabei stellt der Job den Mittelpunkt des Lebens dieses Typen dar, wobei Sozialkontakte für ihn weniger wichtig sind. Er ist eher unzuverlässig und Teamwork ist nur bedingt mit ihm möglich. Ihm fällt es schwer Nein zu sagen und ist dadurch für den ständigen Druck selbstverantwortlich. Seine Stärke liegt in der Fähigkeit zum Multitasking.

Designverliebter Leiter

Auf dem ordentlichen und aufgeräumten Schreibtisch dieses Typen wird man Accessoires entdecken, die durch edles und elegantes Design hervorstechen. Er hat Sinn für das Schöne und alles muss aufeinander abgestimmt sein.Diesen Typen findet man häufig in den Führungsetagen vor. Er zeichnet sich durch Organisationstalent und strategische Denkfähigkeit aus. Delegieren fällt ihm genauso leicht wie das Kommunizieren. In der Regel ist es ein extrovertierter Mensch, der Wert auf ein gepflegtes und stilvolles Erscheinungsbild legt.

Spaßvogel

Beim Anblick des Schreibtisches dieses Typen muss man zumindest schmunzeln: Scherzartikel, witzige Tassen oder andere lustige Dinge stechen neben knallbunten Büro-Utensilien direkt ins Auge. Er ist der Büroclown, dessen Humor ansteckend wirkt und der die Einstellung pflegt, nichts – auch nicht der Job – sollte zu ernst genommen werden. Man kann sich zwar darauf verlassen, dass er seine Aufgaben erledigt, aber darüber hinaus engagiert er sich nicht. Der Spaßvogel arbeitet nicht besonders effizient, doch das fällt durch seine humorvolle Art nicht unbedingt auf. Er ist der Unterhalter, der ebenso gerne unterhalten werden will.

Wie immer bei Typeneinteilungen gibt es auch bei der Einteilung nach Cooper Mischtypen. Es kommt eher selten vor, dass eine Person nur einem Typen entspricht. Dennoch wird sich der ein oder andere Kollege anhand dieser Schreibtisch-Typen identifizieren lassen.

Höhere Karrierechancen: Räume Deinen Schreibtisch auf!

Das Chaos auf dem Schreibtisch hat zugenommen und es gibt mittlerweile Berater, die Büromenschen dabei unterstützen, das Chaos zu beseitigen und Ordnung zu halten. Eigentlich ist es unverständlich, dass am digitalen Arbeitsplatz solch eine Unordnung vorherrscht. Dokumente stapeln sich ins Uferlose und gearbeitet wird auf winzigen freien Flächen, umgeben von alten Zeitschriften, Prospekten und Notizzetteln.

Auch Forscher sind auf das Thema aufmerksam geworden und haben das Chaos in Büros untersucht. Die Ergebnisse einer Studie des Fraunhofer-Instituts in Stuttgart wird besonders Arbeitgeber erstaunt haben: Büromenschen mit chaotischem Schreibtisch verbringen rund zehn Prozent ihrer Arbeitszeit mit Suchen nach Dokumenten oder Arbeitsutensilien. Auch die Dateien sind häufig chaotisch angeordnet, sodass lange nach Dokumenten gesucht werden muss.

Rechnet man die verplemperte Zeit durch unorganisierte Büros aufs Jahr hoch, verbringen die Angestellen solcher Büro rund siebzig Tage mit sinnlosen Aktionen.

Damit wieder Ordnung in die Büros kommt, werden Seminare angeboten und auch Ratgeberbücher zu diesem Thema lassen sich bestens verkaufen.

Die Firma Staples führte eine Untersuchung durch die zeigte, dass Chaos am Arbeitsplatz sogar ein Karrierekiller sein kann. Für diese Umfrage wurden Geschäftsführer größerer Firmen befragt und der Großteil sieht einen Zusammenhang zwischen Produktivität und Ordnung. So bevorzugt man bei Beförderungen häufig die Mitarbeiter, die Ordnung halten können.

Grund dafür ist das effiziente Arbeiten, das am chaotischen Arbeitsplatz kaum möglich ist. Der Autor Hermann Scherer behauptet, die Produktionsgewinne könnten durch ordentliche Schreibtische bis zu zwanzig Prozent gesteigert werden.

Nun gibt es immer wieder Menschen, die das Chaos beherrschen und trotz hoher Papierstapel mit einem Griff das gesuchte Dokument finden. Würde man deren Schreibtische aufräumen, sie wären verloren. Die Effizienz dieses eigenen Systems hält aber nur dort an, wo ein Angestellter sich den Arbeitsplatz nicht teilen muss. Arbeitet ein Team gemeinsam an einem Tisch, wird das Chaos eines Einzelnen zum Bremsklotz des gesamten Teams.

Nur ein Prozent der chaotischen Schreibtischmenschen nimmt das Chaos wahr

Bei der Befragung durch die Firma Staples kam noch ein anderer Fakt zum Vorschein: Lediglich ein Prozent der befragten Büromenschen sahen sich ehrlich ins Gesicht – oder auf den Schreibtisch – und nahmen sich als hoffnungslosen Fall wahr. Rund 65 Prozent gaben an, ein Organisationstalent zu sein und 45 Prozent antworteten, sie seien perfekt organisiert.

Um das Chaos überwinden zu lernen, wird von Experten empfohlen, zunächst den Schreibtisch zu fotografieren. Nun wird sichtbar, wie andere Menschen, unter anderem der Chef und Kunden, den Arbeitsplatz sehen. Aber auch der Büromensch wird erkennen, dass er vielleicht doch nicht zu den Organisationstalenten gehört.

Ordnung kann erlernt werden und wer sich nicht selbst im Wege stehen und Karriere machen möchte, sollte vielleicht doch ehrlich zugeben, dass er Hilfe benötigt.

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