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Zukunftsbranchen: Hier werden Mitarbeiter gesucht

Er geistert immer wieder durch die Medien: Der sogenannte Fachkräftemangel. Während die einen ihn für nicht existent halten, halten andere ihn für hausgemacht. Es gebe schließlich genug Arbeitsuchende, jedoch scheinen viele davon einfach nicht gut genug zu sein. Einerseits haben viele Arbeitgeber völlig überzogene Forderungen und Ansprüche (der Eindruck entsteht zumindest, wenn man sich Stellenanzeigen genauer anschaut), andererseits wollen sie nur wenig bezahlen. Medienberichten zufolge „freut“ sich die Wirtschaft auf die neue Freizügigkeit, die am Mai auf uns zukommt. Arbeitern aus osteuropäischen Ländern können dann in Deutschland arbeiten, ohne lange auf Genehmigungen zu warten. In vielen Branchen tun sie das jedoch leider oft zu Löhnen, für die viele Deutsche nicht arbeiten würden. In wie weit das zu einem neuen Lohndumping führen wird, bleibt abzuwarten.

Doch zurück zum Fachkräftemangel. Einige Branchen gibt es tatsächlich, die händeringend nach Nachwuchskräften suchen. Hierzu zählen beispielsweise die optische Industrie oder die Solartechnik.

Beides sind Felder, die in den letzten Jahren erneut stark gewachsen sind und wo es noch an Experten mangelt. Nicht nur Feinoptiker werden gesucht, auch Ingenieure und Physiker, die sich im Bereich der Photonik auskennen. Das Berufsfeld an sich ist gar nicht so neu. Jenoptik in Jena gibt es bereits seit 1846. Da sich die Technik stets weiter entwickelt, werden natürlich auch Fachkräfte gebraucht, die auf dem Stand der aktuellen Technik sind.

Da die Rekrutierung von Mitarbeitern hier sehr schwer ist, haben die Unternehmen ihre eigenen Methoden entwickelt. Traineeprogramme sollen Absolventen den Einstieg erleichtern. Für künftige Mitarbeiter, die bereits im Berufsleben stehen, wurden spezielle Fortbildungsmodule zum Einstieg entwickelt. So wird beispielsweise Feinmechanikern der Weg in das Berufsbild des Feinoptikers ermöglicht. Diese Qualifizierungen sollen Beschäftigte anderer Berufe für die jeweiligen Berufsbilder passend machen. Viel Aufwand, der leider betrieben werden muss, so lange es schwierig bleibt, neue Mitarbeiter zu finden.

Ähnliche Probleme hat auch die Solartechnik. Solarteure werden die Fachkräfte für erneuerbare Energien genannt. In Zeiten, in denen über Atomausstieg diskutiert wird, müsste gerade das ein Beruf sein, der viele anlockt. Studien zufolge erlebt diese Branche gerade einen mächtigen Boom. Bis 2020 soll sie um weitere 34 Prozent wachsen.

Der Beruf des Solarteur ist (noch?) kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern nur im Rahmen einer Weiterbildung erlernbar. Interessant ist das Zusammenspiel zwischen Beratung und Technik. Von Kundengesprächen bis hin zur Installation: Dieser Beruf umfasst das gesamte Spektrum. Und dass hier in den nächsten Jahren die Arbeit ausgehen könnte, davon kann aktuell nicht ausgegangen werden. Die Weiterbildung kann jedoch nicht von jedem gemacht werden. Sie ist Gesellen oder Meistern gewisser Handwerksberufe vorbehalten. Diese müssen zusätzlich zwei Jahre Berufserfahrung vorweisen.

Wer sich vorstellen könnte, in solchen Branchen zu arbeiten, kann sich umfassend im Internet informieren. In den Quellen sind hierzu auch weiterführende Links und Kontaktmöglichkeiten (zwecks Beratung) genannt.

Quellen:
http://www.welt.de
http://www.zeit.de

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