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Bademeister, Eisverkäufer & Co.: Was verdient man im Sommerjob?

Bademeister, Eisverkäufer & Co.: Was verdient man im Sommerjob?

Arbeiten, während andere die Sonne genießen – das ist das Los aller, die einen typischen Sommerjob ausüben. Ob Eisverkäufer, Bademeister im Freibad oder Bootsverleiher; für alle gilt: Je schöner das Wetter, umso mehr haben sie zu tun.

Da es sich bei den meisten Sommerjobs um Stellen in der Gastronomie, Hotellerie oder in der Tourismusbranche – also klassischerweise eher schlecht bezahlten Branchen – handelt, ist davon auszugehen, dass diese Tätigkeiten in der Regel nicht mit einem fürstlichen Gehalt gesegnet sind.

Was verdient ein Animateur?

Wer sich dafür entscheidet, den Sommer über als Animateur zu arbeiten, macht dies in den meisten Fällen nicht, um reich zu werden. Das ist auch kaum möglich, wenn man sich die Zahlen in unserer Gehaltsdatenbank anschaut. Denn nach diesen kommt ein Animateur im Schnitt auf gerade mal rund 1.550 € brutto im Monat. Ob die Sonnenseiten des Jobs diese schattige Bezahlung aufwiegen, muss selbstverständlich jeder für sich selbst entscheiden. Das fast überwiegend gute Wetter an den Urlaubsorten, viel Bewegung an der frischen Luft und der Kontakt zu spannenden Menschen sind die Annehmlichkeiten, die Animateure häufig herausstellen, wenn sie positiv über ihren Job sprechen.

Das, was für sie den Reiz der Tätigkeit ausmacht, mag andere unter Umständen eher abschrecken. Denn Animateur ist ganz sicher kein Job, den jeder machen kann. Wer offen und freundlich auf Menschen zugeht, gern im Team arbeitet, Geduld und Ausdauer mitbringt sowie körperlich fit ist, bringt aber zumindest schon einmal die besten Voraussetzungen für den Job mit. Spricht man darüber hinaus noch Fremdsprachen oder weist pädagogische Kompetenzen auf, kann man auf Grund der Breite ihrer Qualifikationen vielleicht auch finanziell etwas mehr herausholen. Schließlich ist man so vielseitiger einsetzbar und in der Lage, verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen.

Der Verdienst als Bademeister

Eins vorweg: Das, was im Volksmund als Bademeister bezeichnet wird, ist in vielen Fällen eigentlich ein Fachangestellter für Bäderbetriebe. Wenn man es genau nimmt, ist nämlich eine erfolgreich abgelegte Meisterprüfung Voraussetzung, um sich offiziell als Bademeister bzw. Meister für Bäderbetriebe bezeichnen zu dürfen. Diese haben aber längst nicht alle Schwimmbad-Mitarbeiter, die die Aufsicht über den Betrieb haben und die wir alle meist unter der Bezeichnung Bade- oder Schwimmmeister kennen.

Zu nackten Zahlen: dem Gehalt. Denn der Unterschied in Sachen Qualifikation macht sich bei der Bezahlung durchaus bemerkbar. So verdient ein Fachangestellter für Bäderbetriebe durchschnittlich rund 2.000 € im Monat, ein Bademeister kommt im gleichen Zeitraum im Schnitt auf etwa 2.230 €. Was die Zahlen allerdings nicht aussagen: ob es sich bei den Daten um die Gehälter eines Sommer- oder eines Winterjobs handelt. Häufig lässt sich das auch gar nicht unterschieden. Denn gerade in kleinen Orten ist der Bademeister des Hallenbads auch jener, der im Sommer für das örtliche Freibad zuständig ist.

Erfrischende Arbeitsatmosphäre? Geld verdienen in der Eisdiele

Kein Urlaubstag ohne Eis! Dieses Motto gilt nicht nur für Kinder und ist bei schönem Wetter für viele auch in der Heimat denkbar. Die Sonnenstrahlen sorgen für lange Schlangen vor den Eisdielen und bringen das Personal ins Schwitzen. Denn wer glaubt, dass Eisverkäufer in angenehm kühler Umgebung arbeiten, der irrt. Die Maschinen, die zur Kühlung des Eises eingesetzt werden, geben Wärme ab, die den Mitarbeitern hinter der Theke das Leben schwer machen kann.

Wie viel Geld währenddessen verdient wird, ist von einem entscheidenden Faktor abhängig: Ist man Besitzer der Eisdiele oder Angestellter? Als einfache Servicekraft dürfte der Verdienst in der Regel im Bereich des Mindestlohns liegen – also bei aktuell 8,84 € pro Stunde. Anders sieht es bei Eisdielenbesitzern aus: Die müssen während der Saison optimalerweise so viel verdienen, dass die Einnahmen die finanziell schwierige Winterzeit überbrücken können. Denn egal, ob die Eisdiele auch dann geöffnet bleibt oder zur Überbrückung ein Glühweinstand oder ein Weihnachtsdeko-Verkäufer einzieht – viel Geld kommt zwischen Oktober und den ersten warmen Tagen im Frühling nicht in die Kasse.

Weitere Sommerjobs und ihre Verdienstmöglichkeiten

Wer als Saisonarbeiter im Freizeitpark, im Strand-Imbiss, im Bootsverleih oder im Erdbeerverkaufshäuschen tätig ist, dem wird es finanziell auch nicht viel besser als der Eisverkäuferin gehen. Viel mehr als Mindestlohn wird hier selten gezahlt.

Fachkräfte, wie beispielsweise Surflehrer, Rettungsschwimmer, Kanu-Guides oder Motorbootfahrer können da auf Grund ihrer Expertise und Qualifikation schon mit etwas mehr rechnen. Hier kommt es häufig auch auf das eigene Verhandlungsgeschick und die Konkurrenz vor Ort an.

Seltene Traumjobs mit Traumgehalt

Auch solche Sommerjobs gibt es: Viel Geld für viel Spaß. Aber sie sind echte Exoten. Und das nicht nur in Sachen Bezahlung, sondern auch in Sachen Aufgaben.

Da gibt es zum Beispiel den Wasserrutschentester, der für sechs Monate die Wasserrutschen in 20 Resorts auf Mallorca, in Ägypten und in der Türkei testen und hinterher via Social Media beurteilen sollte und dafür auch noch 34.000 € kassierte. Oder den Kreuzfahrt-Instagrammer, der per Luxusschiff drei Wochen rund um den Globus reisen durfte und dabei lediglich dreimal täglich ein Foto zu den Freizeitaktivitäten an Bord posten musste. Das Ganze wurde dann noch mit 3.500 € und der Übernahme aller Flug-, Transfer- und Unterkunftskosten entlohnt.

Auch außergewöhnlich angetroffen haben es die zwei Eincremer, die für einen Nettolohn von 4.000 € sechs Wochen lang die Badegäste eines französischen Urlaubsortes an der Atlantikküste über Sonnenbrandgefahr aufklärten und bei Bedarf gleich mit dem entsprechenden Schutz versorgten. Oder aber man sieht für einen Getränkehersteller Orangen beim Wachsen zu und berichtet gelegentlich darüber im Internet.

Dass sich diese Jobs teilweise schon nach „Fast zu schön um wahr zu sein“ anhören, mag daran liegen, dass sie nur eingeschränkt real sind. Denn in allen Fällen handelte es sich um Sommerjobs, die Unternehmen oder Regionen vergaben, um mit der Ausschreibung für sich und ihre Produkte zu werben. Dementsprechend groß war die Konkurrenz und klein die Chance, so einen Job zu erhalten. Die Realität sieht dann meist doch etwas anders aus.

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Quellen:

Chip.de
RP-Online.de
Sueddeutsche.de
Welt.de
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