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5 gute Vorsätze für den Job 2018: Karriere, Gehalt und Arbeitszeit

5 gute Vorsätze für den Job 2018: Karriere, Gehalt und Arbeitszeit

Neues Jahr, neue Vorsätze! Manchmal sind es aber auch die alten, die einfach wieder neu gefasst werden. Schließlich werden die meisten der Neujahrsvorsätze relativ schnell wieder über den Haufen geworfen. Die erste Zigarette brennt meist schneller, als der Aschenbecher vom Silvesterabend gelehrt wurde, und der innere Schweinehund bekämpft mit aller Kraft den Plan, mindestens zweimal pro Woche Sport zu treiben.

Unserer Expertise entsprechend nehmen wir hier aber nicht die Klassiker unter den guten Vorsätzen in den Fokus, sondern solche, die dem Job, der Karriere und dem Gehalt gelten. Denn der Jahreswechsel ist immer auch eine gute Gelegenheit, auf das vergangene Arbeitsjahr zurückzublicken und sich mit Zielen für das folgende zu beschäftigen. Hier werfen wir einen Blick darauf, welche Pläne das sein können und was Sie dafür tun können, dass es nicht bei Vorsätzen bleibt.

Vorsatz 1: Weniger arbeiten

Dieses Job-Vorhaben hängt häufig mit einem der typischen Neujahrsvorsätze zusammen: „Sich mehr Zeit für die Familie nehmen“. Muss er aber nicht, manch einer möchte auch einfach mehr Zeit für sich selbst haben oder privaten Projekten höhere Aufmerksamkeit schenken. Der direkteste Weg, um dieses Ziel zu erreichen, ist wohl eine offizielle Reduzierung der Arbeitsstunden. Viele Arbeitgeber sind da offen und bieten unterschiedliche Teilzeit-Modelle an. Allerdings muss man sich das auch leisten können. Denn weniger Arbeitsstunden bedeuten in der Regel auch anteilige Abzüge in puncto Bezahlung.

Aber auch ohne eine Reduzierung der vertraglichen Arbeitszeit ist eine Verminderung der geleisteten Arbeitsstunden möglich. Versuchen Sie bewusst, Überstunden zu reduzieren oder gar ganz zu vermeiden. Dazu ist es notwendig, auch mal „Nein“ zu sagen, wenn Kollegen oder Vorgesetzte etwas von einem wollen. Das geht natürlich nicht immer, ist aber in Einzelfällen durchaus legitim – besonders kurz vor Feierabend. Förderlich ist, wenn man durch klare Ansagen in Sachen Arbeitszeit und deren konsequente Einhaltung von vornherein für einen klaren Rahmen sorgt. Falls das schwierig sein sollte, versuchen Sie es doch für den Anfang mal mit einem festen Tag, an dem Sie pünktlich den Arbeitsplatz verlassen. Vielleicht lässt sich das dann nach und nach ausbauen.

Auch ständige Erreichbarkeit ist häufig eine Belastung. Wenn möglich hilft es, Arbeit und Freizeit klar zu trennen und sich nach Feierabend nur noch mit privaten Dingen zu beschäftigen. Anderen wiederum bringt es möglicherweise etwas, häufiger mal im Home Office zu arbeiten und damit Fahrtzeiten einzusparen.

Vorsatz 2: Die Karriere in Schwung bringen

Wer sich 2018 diesem Ziel widmen möchte, sollte davon ausgehen, dass es sich mit unserem ersten Vorsatz nicht gut vereinbaren lässt. Denn wer plant, seine Karriere zu befeuern, muss dafür meist eher mehr als weniger arbeiten. Ob mehr oder weniger arbeiten ein Vorsatz für das neue Jahr ist, hängt also immer auch damit zusammen, welche Ziele man sich für das neue Jahr setzt.

Ein weit verbreitetes Teilziel, das dem Vorsatz Auftrieb geben dürfte, die Karriere in Schwung zu bringen, ist der Wunsch nach (mehr) Projektverantwortung im folgenden Jahr. Diese Aufgabe ist eine gute Möglichkeit, sich selbst als organisierten, strukturiert denkenden und führungsfähigen Mitarbeiter zu präsentieren. Dazu beitragen, die (neue) Rolle gut auszufüllen, können z. B. folgende Teil-Vorsätze: unliebsame, aber wichtige Aufgaben nicht mehr aufschieben, effizienter arbeiten, offener und bewusster mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden kommunizieren.

Vorsatz 3: Sich weiterbilden

Eine gute Möglichkeit, Vorsatz 2 voranzutreiben, ist auch immer, sich weiterzubilden, also zusätzliches Wissen und zusätzliche Fähigkeiten aufzubauen, die den Arbeitgeber dazu veranlassen, Ihnen mehr Verantwortung zu übertragen. Mit etwas Glück und guten Argumenten unterstützt Sie Ihr Arbeitgeber sogar bei der Finanzierung der Weiterbildung. Hierbei sollte aber ganz genau auf die Bedingungen geschaut werden. Klar und nachvollziehbar ist, dass Arbeitgeber auch davon profitieren möchten, wenn sie die Fortbildungen finanzieren. Daher kann es sein, dass sich der Mitarbeiter für einen bestimmten Zeitraum an die Firma binden muss. Ob sich in diesem Fall eine Verpflichtung dem Arbeitgeber gegenüber rechnet oder ob man die Weiterbildung doch lieber selbst finanziert, ist immer eine Einzelfallentscheidung.

Übrigens: Etwas Neues zu lernen kann nicht nur im beruflichen Umfeld ein lohnender Vorsatz sein. Auch private Interessen haben Aufmerksamkeit und Zeit verdient. Wer da eine neue Leidenschaft oder auch nur ein Spaß bringendes Hobby findet, arbeitet an der persönlichen Zufriedenheit und ist letztendlich dadurch auch im Beruf ausgeglichener.

Vorsatz 4: In die Gehaltsverhandlung gehen

Eine Gehaltserhöhung – vermutlich ist kein Wunsch im beruflichen Zusammenhang verbreiteter. Allerdings ist der direkte eigene Einfluss auf die Erreichung dieses Ziels meist sehr begrenzt. Daher kann der gute Vorsatz für 2018 selbstverständlich lediglich die Forderung nach einer besseren Bezahlung sein. Dadurch steigen die Chancen auf ein besseres Gehalt allerdings bereits um ein Vielfaches. Denn nur dem, der fragt, kann geholfen werden. Von selbst kommen die wenigsten Chefs auf die Idee, eine relevante Gehaltserhöhung anzubieten. Geben Sie sich einen Ruck und sprechen Sie Ihren Vorgesetzten in einem günstigen Termin an.

Mit der Forderung allein ist es aber nicht getan. Gute Argumente sind hilfreich oder sogar notwendig: Zeigen Sie, was Sie für die Firma erreicht und geleistet haben. Dafür notieren Sie sich erfolgreiche Projekte, abgeschlossene Verträge oder andere Erfolgskennzahlen und nehmen sie mit in die Gehaltsverhandlung. Auch die bereits genannte Weiterbildung kann ein gutes Argument für mehr Geld darstellen. Schließlich kommt das neue Know-how dem Arbeitgeber zugute und Sie sind in der Lage, anspruchsvollere und verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen. 35 weitere wertvolle Tipps die nächste Gehaltsverhandlung finden Sie hier.

Vorsatz 5: Mit einem Jobwechsel neu starten

Für den Wunsch nach einem beruflichen Neustart kann es viele Gründe geben. Dauerhafte Erfolglosigkeit im Bereich unserer Vorsätze 1 bis 4 gehört mit Sicherheit dazu: Wenn der (gut begründete) Wunsch nach weniger Arbeit, einer Weiterbildung oder mehr Gehalt konsequent ungehört bleibt und Sie auch karrieretechnisch auf der Stelle treten, ist es wohl Zeit für einen Jobwechsel. Werfen Sie also mal ruhig einen Blick in die Stellenbörse.

Eine Garantie dafür, dass es bei einem neuen Arbeitgeber besser wird, gibt es nie. Aber in Unzufriedenheit zu verharren, ist auch keine Lösung. Und häufig stimmt es dann doch: Eine neue Arbeit ist wie ein neues Leben. Stellt sich jedoch auch in der neuen Firma kurz- bis mittelfristig die gleiche Unzufriedenheit ein, sollten Sie intensiv und ehrlich zu sich selbst darüber nachdenken, ob ein neuer Arbeitgeber wirklich die Lösung ist oder ob es möglicherweise ein ganz neues Berufsfeld sein muss.

Wichtig! Auch wenn Vorsätze traditionell zu Silvester – und damit häufig unter Alkoholeinfluss – gefasst werden, lassen Sie sich bloß nicht zu einer überstürzten und voreiligen Kündigung hinreißen. Besonders Vorsatz Nummer 5 bedarf eines klaren Kopfes und intensiver Überlegungen.

So klappt’s auch mit den Vorsätzen

Damit Ihre Karriere-Vorsätze für 2018 nicht das Klischee-Schicksal der meisten Neujahrsvorsätze – die baldige Vergessenheit – erleiden, hier noch ein paar grundsätzliche Tipps, die die Erfolgsaussichten deutlich erhöhen.

Planen Sie am besten sehr konkret. Dazu gehört auch, sich realistische Ziele zu stecken und eher kleine und erreichbare als große und schnell überfordernde Schritte zu gehen. Je konkreter ein Ziel, desto einfacher ist es später auch zu erreichen. Es hilft, wenn Sie das Ganze verschriftlichen oder anderweitig festhalten. Nicht nur, dass es dadurch bereits mehr Gestalt angenommen hat, Sie werden auch immer wieder daran erinnert, wenn Ihnen im Alltag die gut platzierte Visualisierung ins Auge fällt.

Sprechen Sie über Ihre Vorsätze – natürlich nicht mit jedem Kollegen über Ihre Gehaltswünsche oder einen möglichen Arbeitgeberwechsel, aber der Austausch mit Freunden ist grundsätzlich hilfreich. Möglicherweise bekommen Sie dort noch gute Ratschläge oder Ideen. Der Haupteffekt ist jedoch, dass Sie sich dadurch, dass dann auch andere von Ihren Vorhaben wissen, ein wenig selbst unter Druck setzen. Es ist psychologisch durchaus natürlich, dass man versucht, Erwartungen, die in einen gesetzt werden, nicht zu enttäuschen.

Was immer Sie sich auch vornehmen, wir drücken Ihnen die Daumen, dass Sie ihre guten Vorsätze umsetzen können und wünschen ein nicht nur beruflich tolles Jahr 2018!

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Quellen:

Sueddeutsche.de
Frankfurter Rundschau Online
Merkur.de
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