Arzt Gehalt bundesweit

3,722 - 8,811

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Arzt / Ärztin

Datenbasis: 1,038 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3,722 € 5,839 € 8,811 €
Baden-Württemberg 3,348 € 5,456 € 9,396 € Jobs Arzt / Ärztin
Bayern 3,892 € 6,101 € 9,856 € Jobs Arzt / Ärztin
Berlin 2,887 € 5,406 € 7,803 € Jobs Arzt / Ärztin
Brandenburg 4,405 € 6,545 € 8,678 € Jobs Arzt / Ärztin
Bremen 3,987 € 7,341 € 8,060 € Jobs Arzt / Ärztin
Hamburg 3,567 € 5,408 € 9,993 € Jobs Arzt / Ärztin
Hessen 3,643 € 5,811 € 8,481 € Jobs Arzt / Ärztin
Mecklenburg-Vorpommern 3,701 € 4,204 € 6,100 € Jobs Arzt / Ärztin
Niedersachsen 3,560 € 5,847 € 8,562 € Jobs Arzt / Ärztin
Nordrhein-Westfalen 2,896 € 6,134 € 9,005 € Jobs Arzt / Ärztin
Rheinland-Pfalz 4,552 € 5,873 € 9,615 € Jobs Arzt / Ärztin
Saarland 5,873 € 6,370 € 7,704 € Jobs Arzt / Ärztin
Sachsen 2,604 € 5,041 € 9,909 € Jobs Arzt / Ärztin
Sachsen-Anhalt 3,717 € 5,119 € 9,908 € Jobs Arzt / Ärztin
Schleswig-Holstein 2,836 € 4,751 € 7,132 € Jobs Arzt / Ärztin
Thüringen 3,727 € 4,829 € 6,550 € Jobs Arzt / Ärztin

Arzt / Ärztin:

1. Gehalt

Als Arzt liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.839 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1.038 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.722 € beginnen, Ärzte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 8.811 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.751 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 5.456 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Arzt in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.727 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.436 Euro brutto
  • 35 Jahre = 5.481 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.927 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.444 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.701 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 5.522 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 6.504 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.927 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Angehende Ärzte benötigen zwingend ein Studium der Medizin, ehe sie ihren Beruf ausüben. Der Beruf als Arzt gilt nicht als Ausbildungs-Beruf. Deswegen existiert keine Ausbildung, welche auf die vorgestellte Tätigkeit vorbereitet. Die vorhandenen Ausbildungen aus dem medizinischen Bereich beziehen sich auf Berufe, deren Ausübende den Ärzten assistieren oder Labor-Aufgaben wahrnehmen.

Nach dem vierten Semester, dem zwölften Semester und nach dem praktischen Jahr findet eine ärztliche Prüfung statt. Bestehen die Teilnehmer alle drei Abschnitte, erhalten sie die Approbation als Arzt. Letztere berechtigt die Absolventen, den Arzt-Beruf zu praktizieren. Allerdings existiert durch die Approbation noch keine Spezialisierung auf eine ausgewählte Facharzt-Richtung. Deswegen schließt sich an das Ende des Medizin-Studiums die sogenannte ärztliche Weiterbildung an. Hierbei erwerben die Ärzte in einem bestimmten medizinischen Gebiet tief gehende Fähigkeiten und Kenntnisse.

In den meisten Fällen erfolgt die ärztliche Weiterbildung in einem Krankenhaus mit einer entsprechenden Berechtigung. Die während der Zeit der Fortbildung vorgeschriebenen Inhalte legt die ärztliche Weiterbildungs-Ordnung fest. Meistens dauert die Weiterbildung zwischen fünf und sechs Jahre. Die angesprochene Ordnung unterscheidet zwischen den nachfolgend genannten Stufen der Fortbildung:

  • Facharzt-bezeichnung durch Spezialisierung in einem medizinischen Fachgebiet
  • Schwerpunktbezeichnung innerhalb eines Fachgebiets
  • Erwerb einer Zusatz-Bezeichnung wie beispielsweise Notfallmedizin
3. Studium

Die Zulassung für die Ausübung des ärztlichen Berufes setzt ein Studium der Medizin voraus. Hierbei lernen die angehenden Mediziner die wissenschaftlichen Grundlagen ihres Faches kennen, die sie daraufhin praktisch anwenden. In Deutschland sorgt die Approbations-Ordnung für Ärzte für eine bundesweit einheitliche Regelung. Die Regelstudienzeit beläuft sich auf zwölf Semester und drei Monate. Im Durchschnitt benötigen die Studierenden allerdings knapp 13 Semester.

Das Medizin-Studium beginnt in den ersten vier Semestern mit einem sogenannten vorklinischen Abschnitt. Daran schließen sich ein klinischer Teil und ein praktisches Jahr an. Der vorklinische Teil widmet sich dem Aufbau und der Funktionsweise des menschlichen Körpers. Hierbei liegt der Fokus auf dessen Normalzustand. Im klinischen Abschnitt lernen die Studierenden unterschiedliche Krankheiten und deren Therapie-Formen kennen. Diese Fächer stehen im klinischen Teil unter anderem auf dem Lehrplan:

  • Allgemeine Medizin
  • Chirurgie
  • Anästhesiologie
  • Dermatologie
  • Humangenetik
  • Kinderheilkunde
  • Innere Medizin
  • Orthopädie
  • Pathologie

Nach der bestandenen ersten Prüfung zum Ende des vorklinischen Teils leisten die Studierenden bis zum Beginn ihres praktischen Jahres vier Monate Famulatur ab. Die Famulatur findet während der vorlesungsfreien Zeit zwischen den Semestern statt. Dadurch lernen die angehenden Mediziner die Versorgung der Patienten durch den Arzt kennen. Das Studium der Medizin endet mit dem mehrfach erwähnten praktischen Jahr. Es unterteilt sich in die drei Phasen "innere Medizin", "Chirurgie" und "Allgemein-Medizin" mit jeweils 16 Wochen. Der Fokus dieses Studien-Abschnitts richtet sich auf die praktische Anwendung der erworbenen Kenntnisse am Patienten. Zum Ende des Studiums steht der dritte Teil der ärztlichen Prüfung an.

4. Tätigkeit

Um als Arzt oder als Ärztin (Uni) tätig sein zu können, ist ein abgeschlossenes Studium der Medizin an einer Universität zwingende Voraussetzung. Vielfach erfolgt bereits während des Studiums eine Spezialisierung. Später finden die Angehörigen dieser Berufsgruppe Arbeitsmöglichkeiten in Krankenhäusern, Kliniken und medizinischen Rehabilitationseinrichtungen, in Arztpraxen, in der medizinischen Forschung oder in der Selbstständigkeit. In der Regel untersuchen und behandeln sie Menschen mit den unterschiedlichsten Leiden und Gebrechen in den verschiedensten medizinischen Fachbereichen. Entsprechend breit gefächert sind auch die Möglichkeiten beim Verdienst. In Krankenhäusern wird das Einstiegsgehalt meist mit fortschreitendem Verbleib in der Einrichtung angehoben, wogegen der Lohn in der Selbstständigkeit vom Auslastungsgrad der Praxis abhängt.