Gehaltsdatenbank mit 1,5 Mio Einträgen

Gehalt Bauingenieur / in

Datenbasis: 580  Datensätze aus 2013/2014
Region Min. Ø Max. Offene Jobs
Deutschland: 2,478€ 3,499€ 5,282€
Baden-Württemberg 2,709€ 3,683€ 6,053€ Jobs Bauingenieur
Bayern 2,864€ 3,824€ 5,428€ Jobs Bauingenieur/in
Berlin 2,249€ 3,122€ 4,621€ Jobs Bauingenieur Planung
Brandenburg 2,031€ 2,865€ 5,740€ Jobs Architekten/Bauingenieure (m/w)
Bremen 3,735€ 4,242€ 5,067€ Jobs Bauingenieur für die Leistungsphasen 1-9 der HOAI
Hamburg 2,406€ 3,481€ 5,632€ Jobs Bauingenieur - Windenergie (m/w)
Hessen 2,680€ 3,643€ 5,335€ Jobs Baustoffingenieur/in / Bauingenieur/in
Mecklenburg-Vorpommern 2,367€ 2,794€ 6,147€ Jobs Bauingenieur (m/w) Fachbereich Tief- und Straßenbau
Niedersachsen 2,632€ 3,564€ 5,177€ Jobs Bauingenieur/-in
Nordrhein-Westfalen 2,825€ 3,822€ 5,501€ Jobs Bauingenieur/in
Rheinland-Pfalz 2,669€ 4,172€ 5,478€ Jobs Bauingenieur (m/w) Tiefbau
Saarland 1,777€ 3,122€ 5,290€ Jobs Bauingenieur (m/w)
Sachsen 1,877€ 2,656€ 4,010€ Jobs Bauingenieur im Wasserbau (m/w)
Sachsen-Anhalt 1,686€ 2,688€ 3,972€ Jobs Bauingenieur/Bautechniker als Bauleiter m/w
Schleswig-Holstein 2,684€ 2,852€ 4,972€ Jobs Bauingenieur (m/w)
Thüringen 1,995€ 2,543€ 3,795€ Jobs Bauingenieur/in im Straßen-, Kanal- und Leitungsbau

Bauingenieur / in:

Gehalt

Die Mehrzahl der Bauingenieure im Hochbau arbeitet in kleinen bis mittelständischen Unternehmen. Etwa ein Drittel befindet sich in Anstellung bei Unternehmen mit sechs bis 20 oder 21 bis 100 Mitarbeitern. Die Gehaltshöhe orientiert sich an dieser Größe, an den Erfahrungswerten und an der Branche des Unternehmens.

Bei einer Tätigkeit von über 20 Jahren im Beruf verdienen Bauingenieure im Hochbau mehr als 4.000 Euro brutto im Monat. Mit elf bis 20 Jahren liegt das Gehalt bei 3.800 Euro. Sechs bis zehn Jahre qualifizieren für ein Gehalt von 3.600 Euro. Bei drei bis sechs Jahren verdient der Bauingenieur 3.000 Euro. Immerhin 2.800 Euro brutto bekommen Berufseinsteiger.

Die Branche trägt ebenfalls entscheidend zu der Höhe des Gehalts bei. In der Branche Anlagenbau liegt das Gehalt durchschnittlich bei 3.900 Euro brutto im Monat. Ähnlich gut verdient der Bauingenieur in der Branche Immobilien mit 3.800 Euro. In der Branche Architektur und Konstruktion bekommen Bauingenieure durchschnittlich 3.200 Euro. Ingenieurbüros bilden die in geringstem Maße lukrative Branche mit durchschnittlich 3.100 Euro. In der Branche "Bau Steine Erden Zement" verdienen Bauingenieure 3.500 Euro.

Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildungsphase absolvieren Bauingenieure an Technischen Universitäten, Universitäten oder Fachhochschulen mit dem Studiengang Bauingenieurwesen. Das Studium zählt zusammen mit Maschinenbau und Elektrotechnik zu den klassischen Ingenieur-Studiengängen. Bis Ende 2010 stellten die Hochschulen den bisherigen Diplomstudiengang auf das angloamerikanische Bachelor-/ Master-System um.

An einigen Hochschulen studieren Bauingenieure im dualen System oder im Verbundstudium. Letzteres beinhaltet, den Studiengang Bauingenieurwesen mit Bachelor-Abschluss sowie die Gesellenprüfung des Bauhandwerks mit Meisterbrief zu absolvieren. Das erhöht die Qualifikationen damit die Anstellungschancen des Absolventen.

Studium

Studiert der Bauingenieur noch auf Diplom, dauert das Studium laut Regelstudienzeit zehn Semester. Im Fall des Bachelor-Master-Systems beträgt die Regelstudienzeit für den Bachelor-Abschluss sechs und für den Master-Abschluss vier Semester. In manchen Fällen variiert die Regelstudienzeit, sodass der Bachelor sieben Semester und der Master drei beansprucht. Die Unterschiede in der Studiendauer ergeben sich aus den verschiedenen Angeboten an den Hochschulen.

An der Universität orientiert sich das Studium stärker an Theorie und Wissenschaft als an der Fachhochschule. Dort bekommen Studierende in höherem Maße an der Anwendung ausgerichtetes Wissen. Unabhängig von der Hochschule leisten Studierende vor dem Studium ein Grundpraktikum. Weist der Anwärter einen passenden Ausbildungs-Abschluss auf, entfällt dieses Praktikum. An Fachhochschulen steht zudem ein praktisches Studiensemester auf dem Studienplan.

Die Fachrichtung Hochbau bildet einen Teilbereich des Bauingenieurwesens. Studierende des Hochbaus befassen sich mit dem Planen und Errichten von Bauwerken oberhalb der Erde. Neben Wohnhäusern beschäftigen sie sich mit Kaufhäusern, Kinos, Fußballstadien oder Fabrikgebäuden.

Je nach Material unterscheiden die Studierenden zwischen Lehm- und Mauerwerksbau, Stahl- und Stahlbetonbau, Holz- und Holztafelbau sowie Trockenbau. Entsprechend der verwendeten Materialien achtet der Studierende des Bauingenieurwesens Hochbau auf unterschiedliche Aspekte. Der Schutz vor Korrosion steht beim Stahlbau im Vordergrund, bei brennbaren Materialen der Brandschutz.

Den erfolgreichen Studienabschluss belohnten die Hochschulen bisher mit dem Verleihen des akademischen Grades des Diplomingenieurs. Nach der Umstellung auf das Bachelor-Master-System lautet der erste Abschluss Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science. Der zweite Abschluss heißt Master of Engineering oder Master of Science.

In einem mehrsemestrigen Promotionsverfahren qualifiziert sich der Bauingenieur – Hochbau zum Doktor der Ingenieurwissenschaften weiter. Basis für die Promotion an einer Universität oder Technischen Hochschule bildet der Master- oder Diplomabschluss.

An Berufsakademien absolvieren Bauingenieure ebenfalls ihre Ausbildungsphase. Am Ende derselben an der Berufsakademie erhält der Studierende keinen akademischen Hochschulgrad. Sein staatlicher Titel lautet "Dipl.-Ing. (BA)". Einige akkreditierte Berufsakademien bieten auch den Bachelor-Abschluss.

Tätigkeit

Der Bauingenieur / die Bauingenieurin (FS) – Hochbau konzipiert, berechnet und plant. Des Weiteren konstruiert, organisiert und verwaltet er. Bauingenieure arbeiten nach Gesichtspunkten der Sicherheit und der Wirtschaftlichkeit. Stellen finden sie in Unternehmen, die in der Bauindustrie und dem Bauhandwerk agieren, sowie in großen und kleinen Ingenieurbüros. Auch in der öffentlichen Verwaltung kommen Bauingenieure zum Einsatz. Sie stehen in Angestellten-, Freiberufler- und Beamten-Beschäftigungs-Verhältnissen. Im Arbeitsalltag kooperieren sie mit Stadtplanern und Architekten.

Im Bereich Hochbau beschäftigt sich der Bauingenieur Hochbau mit Baukonstruktionen, die sich über der Erde befinden. Bauingenieure berechnen die Statik für den konstruktiven Ingenieurbau und bemessen die Tragwerke. Sie unterscheiden je nach verwendeten Baustoff zwischen Stahl-, Massiv- und Holzbau. Die Tragwerke umfassen einfache Geschossbauten wie Büro- oder Wohnkomplexe oder anspruchsvolle Bauwerke wie Sportanlagen, Hallen oder Türme.

Die Festigkeitslehre und die technische Mechanik bilden mit ihren Gesetzmäßigkeiten die Basis für die Konstruktion der Bauingenieure. Entsprechend bestehen die Tragwerke aus Balken und Stützen sowie Platten, Wänden und Geschossdecken. Bauingenieure beziehen in ihre Rechnung die äußeren Einflüsse sowie die einkalkulierten Einwirkungen aus der Nutzung des Gebäudes. Daraus entsteht ein statisch effizientes Tragwerk.

Gibt ein Unternehmen einen Bau in Auftrag, stellt der Architekt die gestalterischen und nutzungstechnischen Vorgaben zeichnerisch dar. Der Bauingenieur setzt den Entwurf in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten um.

Neben dem Bau von Gebäuden befasst sich der Bauingenieur mit dem Bau von Brücken. In diesem Fall erstellen Bauingenieure Entwürfe für Brückentragwerke, die als Verkehrswege und Versorgungsleitungen zum Einsatz kommen, und berechnen sie.

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