Bauingenieur Gehalt in Deutschland Gehalt in Deutschland

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bauingenieur

Datenbasis: 2,213 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2,532 € 3,711 € 5,631 €
Baden-Württemberg 2,716 € 3,818 € 5,996 € Jobs Bauingenieur
Bayern 2,785 € 3,819 € 5,661 € Jobs Bauingenieur
Berlin 2,392 € 3,278 € 4,931 € Jobs Bauingenieur
Brandenburg 2,180 € 2,872 € 5,168 € Jobs Bauingenieur
Bremen 2,790 € 4,568 € 5,988 € Jobs Bauingenieur
Hamburg 2,598 € 3,661 € 5,732 € Jobs Bauingenieur
Hessen 2,677 € 3,719 € 5,401 € Jobs Bauingenieur
Mecklenburg-Vorpommern 1,970 € 2,802 € 4,052 € Jobs Bauingenieur
Niedersachsen 2,530 € 3,580 € 5,220 € Jobs Bauingenieur
Nordrhein-Westfalen 2,732 € 3,828 € 5,482 € Jobs Bauingenieur
Rheinland-Pfalz 2,607 € 3,939 € 5,774 € Jobs Bauingenieur
Saarland 2,432 € 3,854 € 5,322 € Jobs Bauingenieur
Sachsen 1,951 € 2,656 € 4,096 € Jobs Bauingenieur
Sachsen-Anhalt 1,737 € 3,360 € 5,849 € Jobs Bauingenieur
Schleswig-Holstein 2,634 € 3,724 € 6,899 € Jobs Bauingenieur
Thüringen 2,075 € 2,746 € 3,893 € Jobs Bauingenieur

Bauingenieur / Bauingenieurin:

Bauingenieur1. Gehalt

Die Mehrzahl der Bauingenieure im Hochbau arbeitet in kleinen bis mittelständischen Unternehmen. Etwa ein Drittel befindet sich in Anstellung bei Unternehmen mit sechs bis 20 oder 21 bis 100 Mitarbeitern. Die Gehaltshöhe orientiert sich an dieser Größe, an den Erfahrungswerten und an der Branche des Unternehmens.

Bauingenieure verdienen pro Jahr durchschnittlich 44.532 €. Das ergibt ein Monatsgehalt von rund 3.711 € brutto. Diese Angabe basiert auf 2.213 Gehaltsdaten und unseren Erfahrungswerten der letzten Jahre.

Einstiegsgehälter von Bauingenieuren
Bereits das Einstiegsgehalt ist mit 2.937 € für Uniabsolventen und Berufseinsteiger lohnenswert. Je nach Universitätsabschluss – Bachelor oder Master – können Absolventen mit Schwankungen der Einstiegsgehälter rechnen. Häufig gleicht sich die Differenz des Einstiegsgehalts aber mit entsprechender Berufserfahrung wieder aus. Das heißt, der Masterabsolvent verdient zum Einstieg ähnlich viel wie ein Bachelorabsolvent mit zweijähriger Berufserfahrung.

Die Gehaltsentwicklung im weiteren Verlauf des Berufslebens sieht im Schnitt folgendermaßen aus:

  • 25 Jahre = 3.033 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.181 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.685 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.018 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.351 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.422 Euro brutto

Die Region sorgt für Gehaltsunterschiede
Variationen in den Vergütungen ergeben sich auch je nach Standort. Die Bezahlung in den neuen Bundesländern liegt durchschnittlich unter 3.000 € brutto im Monat. Das Schlusslicht ist das Bundesland Sachsen mit rund 2.656 €. Höchstwerte erzielen dagegen Rheinland-Pfalz mit 3.939 € und Bremen mit sogar durchschnittlich 3.278 €.

Die Gehälter von weiblichen und männlichen Bauingenieuren
Zum Einstieg sind keine signifikanten Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern erkennbar. Mit steigender Berufserfahrung öffnet sich allerdings die Gehaltsschwere zwischen Männern und Frauen: Durchschnittlich verdienen Männer 3.820 € monatlich, bei Frauen sind es nur 3.177 € Lohn.

Die Branche trägt ebenfalls entscheidend zu der Höhe des Gehalts bei. In der Branche Anlagenbau liegt das Gehalt durchschnittlich bei 3.900 Euro brutto im Monat. Ähnlich gut verdient der Bauingenieur in der Branche Immobilien mit 3.800 Euro. In der Branche Architektur und Konstruktion bekommen Bauingenieure durchschnittlich 3.200 Euro. Ingenieurbüros bilden die in geringstem Maße lukrative Branche mit durchschnittlich 3.100 Euro. In der Branche "Bau Steine Erden Zement" verdienen Bauingenieure 3.500 Euro.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildungsphase absolvieren Bauingenieure an Technischen Universitäten, Universitäten oder Fachhochschulen mit dem Studiengang Bauingenieurwesen. Das Studium zählt zusammen mit Maschinenbau und Elektrotechnik zu den klassischen Ingenieur-Studiengängen. Bis Ende 2010 stellten die Hochschulen den bisherigen Diplomstudiengang auf das angloamerikanische Bachelor-/ Master-System um.

An einigen Hochschulen studieren Bauingenieure im dualen System oder im Verbundstudium. Letzteres beinhaltet, den Studiengang Bauingenieurwesen mit Bachelor-Abschluss sowie die Gesellenprüfung des Bauhandwerks mit Meisterbrief zu absolvieren. Das erhöht die Qualifikationen damit die Anstellungschancen des Absolventen.

3. Studium

Studiert der Bauingenieur noch auf Diplom, dauert das Studium laut Regelstudienzeit zehn Semester. Im Fall des Bachelor-Master-Systems beträgt die Regelstudienzeit für den Bachelor-Abschluss sechs und für den Master-Abschluss vier Semester. In manchen Fällen variiert die Regelstudienzeit, sodass der Bachelor sieben Semester und der Master drei beansprucht. Die Unterschiede in der Studiendauer ergeben sich aus den verschiedenen Angeboten an den Hochschulen.

An der Universität orientiert sich das Studium stärker an Theorie und Wissenschaft als an der Fachhochschule. Dort bekommen Studierende in höherem Maße an der Anwendung ausgerichtetes Wissen. Unabhängig von der Hochschule leisten Studierende vor dem Studium ein Grundpraktikum. Weist der Anwärter einen passenden Ausbildungs-Abschluss auf, entfällt dieses Praktikum. An Fachhochschulen steht zudem ein praktisches Studiensemester auf dem Studienplan.

Die Fachrichtung Hochbau bildet einen Teilbereich des Bauingenieurwesens. Studierende des Hochbaus befassen sich mit dem Planen und Errichten von Bauwerken oberhalb der Erde. Neben Wohnhäusern beschäftigen sie sich mit Kaufhäusern, Kinos, Fußballstadien oder Fabrikgebäuden.

Je nach Material unterscheiden die Studierenden zwischen Lehm- und Mauerwerksbau, Stahl- und Stahlbetonbau, Holz- und Holztafelbau sowie Trockenbau. Entsprechend der verwendeten Materialien achtet der Studierende des Bauingenieurwesens Hochbau auf unterschiedliche Aspekte. Der Schutz vor Korrosion steht beim Stahlbau im Vordergrund, bei brennbaren Materialen der Brandschutz.

Den erfolgreichen Studienabschluss belohnten die Hochschulen bisher mit dem Verleihen des akademischen Grades des Diplomingenieurs. Nach der Umstellung auf das Bachelor-Master-System lautet der erste Abschluss Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science. Der zweite Abschluss heißt Master of Engineering oder Master of Science.

In einem mehrsemestrigen Promotionsverfahren qualifiziert sich der Bauingenieur – Hochbau zum Doktor der Ingenieurwissenschaften weiter. Basis für die Promotion an einer Universität oder Technischen Hochschule bildet der Master- oder Diplomabschluss.

An Berufsakademien absolvieren Bauingenieure ebenfalls ihre Ausbildungsphase. Am Ende derselben an der Berufsakademie erhält der Studierende keinen akademischen Hochschulgrad. Sein staatlicher Titel lautet "Dipl.-Ing. (BA)". Einige akkreditierte Berufsakademien bieten auch den Bachelor-Abschluss.

4. Tätigkeit

Der Bauingenieur / die Bauingenieurin (FS) – Hochbau konzipiert, berechnet und plant. Des Weiteren konstruiert, organisiert und verwaltet er. Bauingenieure arbeiten nach Gesichtspunkten der Sicherheit und der Wirtschaftlichkeit. Stellen finden sie in Unternehmen, die in der Bauindustrie und dem Bauhandwerk agieren, sowie in großen und kleinen Ingenieurbüros. Auch in der öffentlichen Verwaltung kommen Bauingenieure zum Einsatz. Sie stehen in Angestellten-, Freiberufler- und Beamten-Beschäftigungs-Verhältnissen. Im Arbeitsalltag kooperieren sie mit Stadtplanern und Architekten.

Im Bereich Hochbau beschäftigt sich der Bauingenieur Hochbau mit Baukonstruktionen, die sich über der Erde befinden. Bauingenieure berechnen die Statik für den konstruktiven Ingenieurbau und bemessen die Tragwerke. Sie unterscheiden je nach verwendeten Baustoff zwischen Stahl-, Massiv- und Holzbau. Die Tragwerke umfassen einfache Geschossbauten wie Büro- oder Wohnkomplexe oder anspruchsvolle Bauwerke wie Sportanlagen, Hallen oder Türme.

Die Festigkeitslehre und die technische Mechanik bilden mit ihren Gesetzmäßigkeiten die Basis für die Konstruktion der Bauingenieure. Entsprechend bestehen die Tragwerke aus Balken und Stützen sowie Platten, Wänden und Geschossdecken. Bauingenieure beziehen in ihre Rechnung die äußeren Einflüsse sowie die einkalkulierten Einwirkungen aus der Nutzung des Gebäudes. Daraus entsteht ein statisch effizientes Tragwerk.

Gibt ein Unternehmen einen Bau in Auftrag, stellt der Architekt die gestalterischen und nutzungstechnischen Vorgaben zeichnerisch dar. Der Bauingenieur setzt den Entwurf in enger Zusammenarbeit mit dem Architekten um.

Neben dem Bau von Gebäuden befasst sich der Bauingenieur mit dem Bau von Brücken. In diesem Fall erstellen Bauingenieure Entwürfe für Brückentragwerke, die als Verkehrswege und Versorgungsleitungen zum Einsatz kommen, und berechnen sie.