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Gehalt Sozialpädagoge

Datenbasis: 1,247 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,864 € 2,506 € 3,629 €
Baden-Württemberg 2,043 € 2,646 € 3,753 € Jobs Sozialpädagoge
Bayern 2,040 € 2,680 € 3,736 € Jobs Sozialpädagoge
Berlin 1,811 € 2,411 € 3,524 € Jobs Sozialpädagoge
Brandenburg 1,590 € 2,144 € 3,281 € Jobs Sozialpädagoge
Bremen 1,662 € 2,509 € 3,693 € Jobs Sozialpädagoge
Hamburg 1,906 € 2,565 € 3,371 € Jobs Sozialpädagoge
Hessen 1,956 € 2,649 € 3,795 € Jobs Sozialpädagoge
Mecklenburg-Vorpommern 1,411 € 2,439 € 3,757 € Jobs Sozialpädagoge
Niedersachsen 1,992 € 2,583 € 3,952 € Jobs Sozialpädagoge
Nordrhein-Westfalen 1,923 € 2,557 € 3,817 € Jobs Sozialpädagoge
Rheinland-Pfalz 2,129 € 2,501 € 3,833 € Jobs Sozialpädagoge
Saarland 2,005 € 2,349 € 3,022 € Jobs Sozialpädagoge
Sachsen 1,532 € 2,070 € 2,951 € Jobs Sozialpädagoge
Sachsen-Anhalt 1,538 € 2,168 € 2,960 € Jobs Sozialpädagoge
Schleswig-Holstein 1,854 € 2,760 € 3,612 € Jobs Sozialpädagoge
Thüringen 1,678 € 2,043 € 2,738 € Jobs Sozialpädagoge

Sozialpädagoge / Sozialpädagogin:

1. Gehalt

Ein Sozialpädagoge verdient in Deutschland durchschnittlich 2.506 €, basierend auf 1247 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.864 € und können teilweise bis zu 3.629 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Sozialpädagoge bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.760 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.646 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Sozialpädagoge Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.261 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.379 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.456 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.765 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.765 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.937 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.436 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.643 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.965 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Sozialpädagoge /-in, auch unter den Namen Sozialarbeiter bekannt, ist ein Beruf, der nur über ein Studium erlernbar ist. Interessenten, die über keine Hochschulzugangsberichtigung verfügen, können den Einstieg in diesen Beruf über eine Ausbildung im pädagogischen Bereich erreichen. Anschließend werden sie zu einem Studium zugelassen.

Ein möglicher Beruf, der Teiltätigkeiten des Sozialpädagogen umfasst und auf das Studium vorbereitet, ist der Beruf des Erziehers. Die Ausbildung geht über zwei bis drei Jahre und findet in schulischer Form an einer Fachschule statt. Die Zugangsvoraussetzung ist die mittlere Reife. Teilweise muss der Bewerber ein Vorpraktikum absolvieren. Zudem verlangen viele Fachschulen als Vorbildung eine mindestens einjährige praktische Tätigkeit in einer sozialen Einrichtung. Einige Bildungseinrichtungen richten ihre Ausbildung speziell an Personen mit mehrjähriger Berufserfahrung.

Die Ausbildung vermittelt dem Teilnehmer sozioökonomische Bedingungen, soziale, religiöse und kulturelle Normen, pädagogische Beziehungen und Entwicklungs- und Bildungsprozesse. Der Azubi lernt, diese einzusetzen und zu gestalten und neue Konzepte zu entwickeln. Zudem erhält er Kenntnisse über die finanziellen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und befasst sich mit verschiedenen sozialen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Bildungsinstitutionen. Er lernt, Gruppenarbeiten durchzuführen und mit Eltern und Bezugspersonen zusammenzuarbeiten. In verschiedenen Praktika setzt der Teilnehmer die theoretischen Inhalte um und wendet sie an. Der Azubi sammelt Erfahrungen in berufstypischen Methoden und erhält Einblick in die Struktur und Organisation einer Einrichtung. Die Ausbildung schließt der Teilnehmer mit einer staatlichen Prüfung ab, die aus einem schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil besteht und erzieherische Aufgaben abfragt. Nach der Ausbildung kann er ein Studium absolvieren und sich zum Sozialpädagogen weiterbilden.

Die Weiterbildung hört hier aber nicht auf. Personen, die als Sozialarbeiter tätig sind, sollten ihr Fachwissen regelmäßig aktualisieren und ausbauen. Je nach dem, in welchem Tätigkeitsbereich sie arbeiten, müssen sie sich darüber hinaus zusätzliche Kenntnisse aneignen.

Möglich Weiterbildungsinhalte für Sozialpädagogen sind:

  • Soziale Beratung,
  • Coaching,
  • Sozialarbeit,
  • Sozialpädagogik,
  • Konfliktmanagement,
  • Sozialrecht,
  • Gruppenarbeit,
  • Kommunikationstraining,
  • Sozialmanagement,
  • Frühpädagogik,
  • Elternberatung,
  • Erwachsenenbildung,
  • Sucht- und Drogenberatung,
  • Heil- und Sonderpädagogik.
3. Studium

Die Ausbildung zum/zur Sozialpädagogen /-Sozialpädagogin erfolgt über den Studiengang soziale Arbeit. Er wird in Deutschland von Fachhochschulen und Universitäten angeboten. Die Studienzeit beträgt in der Regel sechs Semester. Das Studium kann der Teilnehmer in Voll- oder Teilzeit durchlaufen. Es besteht keine Zulassungsbeschränkung. Eventuell muss der Bewerber ein Vorpraktikum ableisten.

Der Studiengang umfasst 180 Leistungspunkte und beschäftigt sich mit allen Bereichen der sozialen Arbeit, wie Kinder- und Jugendhilfe, Gemeinwesenarbeit und Sozialberatung. Das sozialwissenschaftliche Studium ist transdisziplinär und vermittelt Humanwissenschaften, Pädagogik und Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Der Student behandelt alle relevanten Grundlagen, befasst sich in Vorlesungen mit zentralen Fragen der sozialen Arbeit und analysiert verschiedene Blickwinkel. Er setzt sich mit der Entstehungsgeschichte und den Theorien der sozialen Arbeit auseinander und wählt im Verlauf des Studiums einen Schwerpunkt. Weiterhin beschäftigt sich der Student mit sozialer Benachteiligung von einzelnen Menschen und Gruppen und lernt, diese Probleme der Gesellschaft zu lösen, zu verbessern oder zu vermindern.

Er erlernt zudem Bereiche der Einzelfallhilfe und der sozialen Gruppenarbeit kennen. In den Praktika, die in einem Altersheim, einem Jugendzentrum oder bei einer Beratungsstelle stattfinden, erhält der Studierende eine fundierte Ausbildung in den beruflichen Handlungsmethoden. Die wichtigsten Inhalte des Studiengangs soziale Arbeit sind:

  • Soziale Arbeit,
  • Sozialpädagogik,
  • Sozialforschung,
  • Sozialkompetenzen,
  • Psychologie,
  • Politikwissenschaften,
  • Berufliches Handeln,
  • Humanwissenschaften,
  • Erziehungswissenschaften,
  • Sozialwirtschaft,
  • Sozialökonomie,
  • Sozialrecht,
  • Information und Kommunikation.

Am Ende des Studiums verfasst der Studierende eine Bachelorthesis. Anschließend empfiehlt sich ein weiterführendes Masterstudium. Dort kann sich der Absolvent in einem speziellen Bereich, wie Sozialpolitik oder Sozialmanagement weiterbilden. Es setzt sich wissenschaftlich mit allen Arbeitsfeldern der sozialen Arbeit auseinander und ermöglicht eine individuelle Profilbildung. Nach dem erfolgreich absolvierten Masterstudiengang erhält der Studierende den anerkannten Titel "Master of Science in Social Work". Darauf aufbauend kann er mit einem Doktorat beginnen.

4. Tätigkeit

Das Berufsfeld Sozialpädagoge/-pädagogin befasst sich mit vielerlei Facetten rund um die sozialen Bereiche. Sozialpädagogen beschäftigen sich im Allgemeinen mit der Prävention, der Bewältigung und der Lösung von sozialen Problemen. Sie beraten und betreuen Familien, Personengruppen oder einzelne Personen in schwierigen Situationen und übernehmen helfende, unterstützende, fördernde oder betreuende Aufgabenbereiche. Auch planerische und organisatorische Tätigkeiten und die Vertretung individueller oder kollektiver Interessen in Verwaltung, Politik und Gesellschaft gehören zu ihrem Berufsalltag.

Sozialpädagogen finden in Kinder- und Altenheimen, Tagesstätten, Pflegeheimen, Familien- und Suchtberatungsstellen, Sozial- und Jugendämtern, Kindergärten und Schulen oder in Justizvollzugsanstalten eine Anstellung. Ihre Tätigkeiten hängen im Einzelnen vom gewählten Schwerpunkt ab. Das kann die Kinderbetreuung, die Sozialberatung, die Bildungsberatung, die Sonderpädagogik oder psychologische Analyse und Beratung sein. Ziel der Arbeit von Sozialpädagogen ist die Optimierung der Lebensqualität der Betroffenen.

Das Gehalt richtet sich dann nach der konkreten Tätigkeit. Nachtdienste, beispielsweise in Heimen, werden in der Regel höher vergütet. Ebenso haben Absolventen, die den Master (vorher Diplom) an einer Universität erworben haben, die Chance auf einen höheren Dienst.

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