Gehaltsdatenbank mit 1,5 Mio Einträgen

Gehalt Elektroniker / in für Betriebstechnik

Datenbasis: 1504  Datensätze aus 2013/2014

Elektroniker / in für Betriebstechnik:

Gehalt

Ein Elektroniker für Betriebstechnik verdient in Deutschland durchschnittlich 2.587 €, basierend auf 1504 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.715 € und können teilweise bis zu 3.982 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Elektroniker für Betriebstechnik bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.439 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.753 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Elektroniker für Betriebstechnik Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.386 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.594 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.827 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.982 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.034 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.937 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.445 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.701 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.955 Euro brutto
Ausbildung / Weiterbildung

Ein bestimmter Schulabschluss als Voraussetzung für den Ausbildungsbeginn zum Elektroniker / zur Elektronikerin mit Spezialisierung Betriebstechnik ist nicht vorgeschrieben. In aller Regel bevorzugen die ausbildenden Betriebe Bewerber mit einem mittleren Schulabschluss (Mittlere Reife oder gleichwertig). Sie achten bei den Zeugnissen insbesondere auf die Beurteilungen in Informatik, Werken/Technik, Physik, Mathematik sowie Englisch. Vertiefte Kenntnisse in diesen Schulfächern sind zum erfolgreichen Durchlaufen der Lehrzeit sinnvoll.

Im BBiG (Berufsbildungsgesetz) ist die normale Dauer der "dualen" Ausbildung mit 3,5 Jahren festgeschrieben. Der Berufsschul-Unterricht findet regelmäßig wöchentlich an den gleichen Tagen statt – oder in Blockform in Fachklassen. Die praktische Ausbildung geschieht überwiegend in Betrieben der Beleuchtungstechnik, Antriebstechnik, Meldetechnik, Kommunikationstechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Energieversorgungs-Technik. Folgende Kern-Qualifikationen vermitteln die Ausbildungsträger allen Elektronik-Anwärtern – unabhängig von der gewählten Spezialisierung:

  • Ermittlung des Bedarfs und der Vorstellungen des Kunden,
  • Entwicklung von Lösungsansätzen und Anbieten der Realisierungs-Möglichkeiten,
  • Durchführung von Kalkulationen mit betrieblichen Eckdaten,
  • Auswertung sowie Anwendung technischer Regelwerke und berufsbezogener Vorschriften – teilweise in englischer Sprache,
  • Datenbank-Abfragen, Informations-Beschaffung, Erschließung von Informations-Quellen und Bewertung derselben,
  • Einbindung von IT-Systemen in Netzwerke,
  • Gefahren-Beurteilung beim Betrieb elektrischer Anlagen, Betriebsmittel und Geräte sowie deren Abwendung durch Schutzmaßnahmen,
  • Messung und Berechnung elektrischer Größen,
  • Prüfung sowie Bewertung der Funktion von Regelungen und Steuerungen,
  • Montage, Demontage von Baugruppen sowie deren mechanische Anpassung,
  • Planung von Teilaufgaben sowie Arbeitsabläufen unter Berücksichtigung terminlicher, wirtschaftlicher und rechtlicher Vorgaben,
  • Setzen von Prioritäten bei Plan-Abweichungen.

Parallel erwerben die Auszubildenden folgende Fachkompetenzen für den gewählten Zweig der Betriebstechnik:

  • Ermittlung der Energie-Verbrauchsdaten; Ursachenforschung bei Abweichungen,
  • Anbieten, Durchführen und Dokumentation von Service-Leitungen,
  • Inspektion und Dokumentation der Funktionsprüfung von Sicherheits-Einrichtungen oder Anlagen,
  • Einstellung, Anpassung sowie Inbetriebnahme von Baugruppen der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik,
  • Inbetriebnahme von Stromkreisen,
  • Zusammenbau, Einbau sowie Aufstellung von Gehäusen oder Schaltgeräte-Kombinationen,
  • Beurteilung vorhandener Anlagen der Betriebstechnik, Entwurf von Veränderungen oder Erweiterungen, Festlegen von Stromkreisen und Schutzmaßnahmen, Auswahl der benötigten Leitungen sowie anderer Komponenten.

Teil 1 der Abschlussprüfung findet gegen Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die schriftliche Aufgabenstellung beinhaltet eine komplexe Arbeitsaufgabe und beeinflusst das Gesamt-Prüfungsergebnis mit 40 Prozent. Teil 2 der Abschlussprüfung am Ende der Ausbildungszeit besteht aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Aufgaben. Sie zieht sich über mindestens drei Arbeitstage hin; die prüfende und abnehmende Stelle ist die IHK (Industrie- und Handelskammer).

Für die spätere Bekleidung einer leitenden Position besucht der ausgebildete Elektroniker für Regelungstechnik eine Aufstiegs-Weiterbildung als Techniker oder Meister. Folgende Möglichkeiten stehen ihm offen:

  • Geprüfter Netzmeister,
  • Geprüfter Meister für Veranstaltungs-Technik,
  • Kraftwerksmeister, Fachrichtung: Produktion, Elektrotechnik/Leittechnik,
  • Industriemeister, Fachrichtung: Elektrotechnik,
  • Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung: Elektrotechnik, ohne Schwerpunkt,
  • Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung: Elektrotechnik, Schwerpunkt: Automatisierungstechnik,
  • Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung: Elektrotechnik, Schwerpunkt: Kommunikations- und Informationstechnik,
  • Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung: Elektrotechnik, Schwerpunkt: Energietechnik,
  • Technischer Fachwirt,
  • SPS-Fachkraft,
  • Geprüfter Netzmonteur,
  • Geprüfter Prozessmanager – Elektrotechnik,
  • oder andere.

Studium

An verwandten Studienfächern stehen mit einem Abschluss als Bachelor folgende Weiterbildungen offen:

  • Energietechnik,
  • Automatisierungstechnik,
  • Mechatronik oder
  • Elektrotechnik.

Ein Studium ohne schulischer Hochschulzugangs-Berechtigung ist in manchen Bundesländern vorgesehen.

Tätigkeit

Der Elektroniker für Betriebstechnik oder die Elektronikerin für Betriebstechnik arbeiten in allen Unternehmen, die Betriebs- und Produktionsanlagen einsetzen. In Krankenhäusern, industriellen Unternehmen oder bei Energieversorgerkonzernen Sie sind für die Wartung, die Reparatur und für die Installation der Anlagen verantwortlich. Der Verdienst von Elektronikern für Betriebstechnik bzw. Elektronikerinnen für Betriebstechnik ist meist abhängig von der Qualifikation, dem Verantwortungsbereich oder der Berufserfahrung. Das Durchschnittsgehalt liegt bei einem Einkommen von etwa 30.000 EUR im Jahr.

Skip to main content