Erzieher Gehalt bundesweit

1,628 - 3,124

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Erzieher / Erzieherin

Datenbasis: 1,914 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,628 € 2,283 € 3,124 €
Baden-Württemberg 1,503 € 2,262 € 2,937 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Bayern 1,853 € 2,418 € 3,262 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Berlin 1,636 € 2,132 € 2,823 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Brandenburg 1,401 € 2,282 € 2,815 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Bremen 1,421 € 2,508 € 3,116 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Hamburg 1,758 € 2,282 € 3,132 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Hessen 1,720 € 2,231 € 3,131 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Mecklenburg-Vorpommern 1,430 € 1,940 € 2,485 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Niedersachsen 1,552 € 2,206 € 3,328 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Nordrhein-Westfalen 1,723 € 2,349 € 3,207 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Rheinland-Pfalz 1,733 € 2,473 € 3,225 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Saarland 1,880 € 2,353 € 3,715 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Sachsen 1,303 € 1,940 € 2,597 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Sachsen-Anhalt 1,417 € 2,097 € 2,852 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Schleswig-Holstein 1,756 € 2,318 € 2,774 € Jobs Erzieher / Erzieherin
Thüringen 1,401 € 1,944 € 2,498 € Jobs Erzieher / Erzieherin

Erziehung:

1. Gehalt

Das monatliche Durchschnittsgehalt als Erzieherin bzw. Erzieher in Deutschland beträgt 2.283 € (basierend auf 1.914 aktuellen Datensätzen). Das macht ein Jahreseinkommen von 27.396 €. Nach der Ausbildung beträgt das Einstiegsgehalt in diesem Beruf rund 2.028 € pro Monat.

Der Verdienst von Erziehern kann allerdings schwanken und ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie z.B. dem Ort der Berufsausübung und der Berufserfahrung.

Gehaltsspanne:

  • unterer Gehaltsbereich: 25% der Monatsgehälter liegen unter 1.628 €
  • oberer Gehaltsbereich: 25% der Monatsgehälter liegen über 3.124 €

Der Arbeitgeber macht den Unterschied

Auf den höchsten Stundenlohn kommen Erzieher in öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen, weil dort der TVöD (Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes) gilt. Der obere Gehaltsbereich setzt sich somit eher aus Erziehern aus diesen Einrichtungen zusammen, während den unteren Gehaltsbereich eher Erzieher aus privaten Einrichtungen bilden.

Andere Region, anderes Gehalt

Den geringsten Lohn erwirtschaften Erzieher im Norden Deutschlands: Das Durchschnittseinkommen in Mecklenburg-Vorpommern liegt bei 1.940 € im Monat. Nur einige hundert Kilometer süd-westlich, in Bremen, können Erzieher auf ein Gehalt von 2.508 € brutto kommen. Im Süden, beispielsweise in Bayern, verdienen Erzieher im Schnitt 2.418 €.

Steigende Berufserfahrung bedeutet steigendes Gehalt

Die Gehaltsstruktur verändert sich im Laufe des Alters, also mit steigender Berufserfahrung, positiv. Der Verdienst steigt mit zunehmenden Alter auf maximal 2.481 € monatlich im Alter von 50 Jahren.

Das Gehalt als Erzieher / Erzieherin nach Alter:

  • 25 Jahre = 2.110 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.242 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.350 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.391 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.447 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.481 Euro brutto

Männern verdienen mehr

Obwohl wesentlich mehr Frauen in dem Beruf als Erzieher /-in arbeiten, gehen Männer mit einem höheren Verdienst nach Hause. Ihr Gehalt liegt bei rund 2.351 € brutto im Monat, während Frauen etwas weniger, und zwar 2.266 € verdienen.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Personen mit Interesse am Beruf des Erziehers absolvieren zunächst eine entsprechende Ausbildung. Da keine bundesweit einheitliche Regelung über das Ausbildungsbild existiert, legen die Länder die Inhalte und Zulassungs-Voraussetzungen individuell fest. Daraus resultieren mitunter deutliche Unterschiede. Dennoch akzeptieren alle Bundesländer die am Ende der Ausbildung zum Erzieher ausgestellte staatliche Anerkennung.

Angesichts der fehlenden einheitlichen Vorgaben unterscheidet sich die Ausbildungsdauer zwischen den Ländern. Während in einigen Bundesländern Erzieher nach zwei Jahren ihre Ausbildung abschließen, nimmt sie in anderen Bundesländern bis zu fünf Jahre in Anspruch. Mitunter gilt zudem die Pflicht eines ein- bis zweijährigen Vorpraktikums.

Im Rahmen ihrer Ausbildung befassen sich die angehenden Erzieher und Erzieherinnen mit unterschiedlichen Inhalten und Themen:

  • Psychologie
  • Soziologie
  • Pädagogik
  • Sonderpädagogik
  • Jugend- und Familienrecht
  • Musikerziehung
  • Didaktik

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung beginnen die Erzieher mit ihrer Berufstätigkeit. Später besitzen sie die Option, ihre Kenntnisse, Kompetenzen und Qualifikationen weiterzubilden. Hierdurch spezialisieren sich die Erzieher oder verbessern ihre beruflichen Aussichten und das zugehörige Gehalt.

Dementsprechend unterteilen sich die Fortbildungs-Angebote in Aufstiegs- und Spezialisierungs-Weiterbildungen. Letztere dienen zur Vertiefung des Wissens in ausgewählten Schwerpunkten. Dagegen erhöhen Aufstiegs-Weiterbildungen die Qualifikationen aus dem Führung- und Organisations-Bereich. Zur Liste der Spezialisierungs-Fortbildungen gehören Angebote aus dem Gebiet der Entwicklungs-Psychologie, der Sozial- oder Musikpädagogik, der Jugendarbeit sowie Elternberatung. Hinsichtlich des beruflichen Aufstiegs bieten sich Weiterbildungen wie der Fachwirt für Erziehungswesen, der Betriebswirt mit Schwerpunkt Sozialwesen oder der Fachwirt für Sozialpädagogik an.

3. Studium

In Anbetracht der zunehmenden professionellen Ausrichtung im Bereich der Betreuung von Kindern suchen die zugehörigen Einrichtungen vermehrt nach Hochschul-Absolventen. Erzieher mit einem abgeschlossenen Studium übernehmen die Leitung in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen. Offiziell tragen studierte Erzieher und Erzieherinnen die Bezeichnung Kindheits-Pädagogen. Es handelt sich um vergleichsweise praxisorientierte Studiengänge, deren Regel-Studienzeit sich auf sechs bis sieben Semester beläuft. Anschließend erhalten die Absolventen den Titel "Bachelor of Arts".

Der Studien-Verlaufsplan sieht Vorlesungen aus diesen Themengebieten vor:

  • Entwicklungs-Psychologie,
  • Erziehungs-Wissenschaften,
  • Bildungsansatz in Theorie und Praxis,
  • Beobachtung von Kleinkindern und Eltern-Kind-Beziehungen
  • Methoden zur Beurteilung der Kindes-Entwicklungen
  • Rechtliche Vorschriften für die Erziehung

Das Studium der Kindheits-Pädagogik endet mit einer umfangreichen Bachelor-Arbeit. Hierbei stellen die Studenten ihr erlerntes Wissen unter Beweis und übertragen es auf eine wissenschaftliche Problemstellung. Anschließend stehen den Absolventen unterschiedliche Perspektiven offen. Sie arbeiten in schulergänzenden Einrichtungen, in Institutionen aus dem Bereich der Frühpädagogik oder im Zusammenhang mit Freizeit-Angeboten.

Alternativ bietet sich für Personen mit überdurchschnittlicher Abschlussnote ein weiterführendes Master-Studium an. Besteht Interesse an einer Fortsetzung der Hochschul-Laufbahn, existiert die Option einer wissenschaftlichen Karriere mit dem Ziel der Promotion. Als weiteres Studium mit Bezug zum Beruf des Erziehers gilt der Studiengang "Frühkindliche Bildung und Erziehung". Das Studium bereit auf den späteren anspruchsvollen Umgang mit Kindern bis zu einem Alter von ungefähr zehn Jahren vor.

4. Tätigkeit

Ein Beruf mit viel Verantwortung ist zweifelsfrei der des Erzieher, welcher in der Kurzfassung die Betreuung und damit auch die Verantwortung von einer Gruppe von Kindern übernimmt. In Relation zu dieser Verantwortung ist dabei das Gehalt einer Erzieherin eher gering, obwohl es gerade in dieser Berufssparte zu großen Differenzen kommen kann, je nach Einsatzort und natürlich auch abhängig von der Berufserfahrung. Gerade am Anfang ist mit Gehältern unter 1000 Euro zu rechnen und auch mit mehrjähriger Berufserfahrung ist die 2000 Euro Grenze nicht automatisch erreicht. Erst als Leiter einer Kindertagesstätte etwa können auch Gehälter über 3000 Euro erzielt werden.

Wie Erzieher werden?

Um die Grundvoraussetzung zu schaffen, einmal Erzieher zu werden und ein entsprechendes Gehalt für Erzieher zu bekommen, benötigt man in der Regel mindestens einen Realschulabschluss. Mit einem schlechteren Schulabschluss ist in vielen Ländern ein Praktikum oder eine zusätzliche Berufsausbildung erforderlich. Normalerweise liegt die Ausbildungsdauer bei etwa drei Jahren, durch die teilweise zusätzlich anfallenden Vor-Ausbildungen kann sie aber bis zu vier Jahren erreichen.

Die Ausbildung erfolgt nicht im Betrieb, sondern an Fachschulen und Berufskollegs, in jüngster Zeit aber auch an Universitäten. Teil der eigentlich rein theoretischen Ausbildung ist immer auch ein zwei bis drei Jahre währendes Vorpraktikum mit einem Anerkennungsjahr zum Ende der Ausbildung zum Erzieher. Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem Pädagogik und Erziehungswissenschaften, Didaktik und Methodik, Religions-, Sonder- und Heilspädagogik, Jugendrecht, Musikerziehung, Bewegungslehre und ähnliche Bereiche. Da dieses Feld sehr breit gefächert ist, erfolgt während der Ausbildung zum Erzieher häufig eine Spezialisierung auf Kindergärten, Heimerziehung und andere pädagogische Bereiche.

Wie viele Erzieher gibt es in Deutschland?

Erzieher arbeiten in staatlichen und kirchlichen, immer häufiger aber auch in privaten Einrichtungen, in denen sie ihr Erzieher Gehalt verdienen können. Im Jahr 2010 waren es etwa 550.000 Erzieher, von denen über 90 % weiblich waren. Der Anteil an männlichen Erziehern steigt dabei aber langsam an, generell erhöht sich die Zahl der Erzieher in Deutschland mit jedem Jahr um ein gutes Stück. Die Berufsaussichten sind bei entsprechender Qualifikation trotz der vielen Berufsgenossen gut, da spätestens seit dem Anspruch auf einen Kita-Platz für jedes Kind ab einem Jahr dringend Erzieher gesucht werden, die diese Aufgabe übernehmen können.

Regional können die Arbeitsmöglichkeiten für Erzieher allerdings stark schwanken. Insbesondere in größeren Städten gibt es zahlreiche Kitas und Kindergärten, so dass das Jobangebot hier sehr gut ist. Auf dem Land hingegen fehlt es oft an entsprechenden Einrichtungen. Der Bedarf wäre dort zwar auch gegeben, aber häufig sind die Gemeinden zu klein, um einen eigenen Kindergarten führen zu wollen oder zu können. Aus diesem Grund sollte man sich schon während der Ausbildung zum Erzieher frühzeitig überlegen, ob man auch bereit ist, für die Arbeit umzuziehen.