Gehaltsdatenbank mit 1,5 Mio Einträgen

Gehalt Erzieher Erziehung

Datenbasis: 1514  Datensätze aus 2013/2014
Region Min. Ø Max. Offene Jobs
Deutschland: 1,546€ 2,205€ 2,963€
Baden-Württemberg 1,457€ 2,251€ 2,905€ Jobs Erzieher/in für den Krippenbereich
Bayern 1,728€ 2,364€ 3,142€ Jobs Erzieher/in
Berlin 1,597€ 2,056€ 2,741€ Jobs Erzieher (m/w)
Brandenburg 1,402€ 2,169€ 2,814€ Jobs Erzieher/in
Bremen 1,570€ 2,508€ 2,911€ Jobs Erzieher/in
Hamburg 1,754€ 2,259€ 2,966€ Jobs Altenpfleger/Heil-/Erzieher (m/w) oder vergleichbare Qualifikation
Hessen 1,706€ 2,212€ 3,000€ Jobs Erzieher/in
Mecklenburg-Vorpommern 1,429€ 1,906€ 2,475€ Jobs Erzieher/in
Niedersachsen 1,539€ 2,186€ 3,329€ Jobs Erzieher, Heilerziehungspfleger (w/m)
Nordrhein-Westfalen 1,612€ 2,298€ 3,181€ Jobs Erzieher (m/w)
Rheinland-Pfalz 1,652€ 2,403€ 3,107€ Jobs Erzieher/-in
Saarland 1,871€ 2,349€ 3,729€ Jobs Staatl. annerk. Erzieher (m/w)
Sachsen 1,308€ 1,932€ 2,594€ Jobs Erzieher/in
Sachsen-Anhalt 1,366€ 1,958€ 2,662€ Jobs Erzieher/in
Schleswig-Holstein 1,731€ 2,249€ 2,774€ Jobs Erzieher/in
Thüringen 1,348€ 1,937€ 2,459€ Jobs Erzieher/in

Erziehung:

Gehalt

Als Erzieher liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.205 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1514 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.546 € beginnen, Erzieher in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.963 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.249 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.251 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Erzieher in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.074 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.184 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.292 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.314 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.383 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.447 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.162 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.320 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.370 Euro brutto
Ausbildung / Weiterbildung

Personen mit Interesse am Beruf des Erziehers absolvieren zunächst eine entsprechende Ausbildung. Da keine bundesweit einheitliche Regelung über das Ausbildungsbild existiert, legen die Länder die Inhalte und Zulassungs-Voraussetzungen individuell fest. Daraus resultieren mitunter deutliche Unterschiede. Dennoch akzeptieren alle Bundesländer die am Ende der Ausbildung zum Erzieher ausgestellte staatliche Anerkennung.

Angesichts der fehlenden einheitlichen Vorgaben unterscheidet sich die Ausbildungsdauer zwischen den Ländern. Während in einigen Bundesländern Erzieher nach zwei Jahren ihre Ausbildung abschließen, nimmt sie in anderen Bundesländern bis zu fünf Jahre in Anspruch. Mitunter gilt zudem die Pflicht eines ein- bis zweijährigen Vorpraktikums.

Im Rahmen ihrer Ausbildung befassen sich die angehenden Erzieher und Erzieherinnen mit unterschiedlichen Inhalten und Themen:

  • Psychologie
  • Soziologie
  • Pädagogik
  • Sonderpädagogik
  • Jugend- und Familienrecht
  • Musikerziehung
  • Didaktik
  • Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung beginnen die Erzieher mit ihrer Berufstätigkeit. Später besitzen sie die Option, ihre Kenntnisse, Kompetenzen und Qualifikationen weiterzubilden. Hierdurch spezialisieren sich die Erzieher oder verbessern ihre beruflichen Aussichten und das zugehörige Gehalt.

    Dementsprechend unterteilen sich die Fortbildungs-Angebote in Aufstiegs- und Spezialisierungs-Weiterbildungen. Letztere dienen zur Vertiefung des Wissens in ausgewählten Schwerpunkten. Dagegen erhöhen Aufstiegs-Weiterbildungen die Qualifikationen aus dem Führung- und Organisations-Bereich. Zur Liste der Spezialisierungs-Fortbildungen gehören Angebote aus dem Gebiet der Entwicklungs-Psychologie, der Sozial- oder Musikpädagogik, der Jugendarbeit sowie Elternberatung. Hinsichtlich des beruflichen Aufstiegs bieten sich Weiterbildungen wie der Fachwirt für Erziehungswesen, der Betriebswirt mit Schwerpunkt Sozialwesen oder der Fachwirt für Sozialpädagogik an.

Studium

In Anbetracht der zunehmenden professionellen Ausrichtung im Bereich der Betreuung von Kindern suchen die zugehörigen Einrichtungen vermehrt nach Hochschul-Absolventen. Erzieher mit einem abgeschlossenen Studium übernehmen die Leitung in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen. Offiziell tragen studierte Erzieher und Erzieherinnen die Bezeichnung Kindheits-Pädagogen. Es handelt sich um vergleichsweise praxisorientierte Studiengänge, deren Regel-Studienzeit sich auf sechs bis sieben Semester beläuft. Anschließend erhalten die Absolventen den Titel "Bachelor of Arts".

Der Studien-Verlaufsplan sieht Vorlesungen aus diesen Themengebieten vor:

  • Entwicklungs-Psychologie,
  • Erziehungs-Wissenschaften,
  • Bildungsansatz in Theorie und Praxis,
  • Beobachtung von Kleinkindern und Eltern-Kind-Beziehungen
  • Methoden zur Beurteilung der Kindes-Entwicklungen
  • Rechtliche Vorschriften für die Erziehung
  • Das Studium der Kindheits-Pädagogik endet mit einer umfangreichen Bachelor-Arbeit. Hierbei stellen die Studenten ihr erlerntes Wissen unter Beweis und übertragen es auf eine wissenschaftliche Problemstellung. Anschließend stehen den Absolventen unterschiedliche Perspektiven offen. Sie arbeiten in schulergänzenden Einrichtungen, in Institutionen aus dem Bereich der Frühpädagogik oder im Zusammenhang mit Freizeit-Angeboten.

    Alternativ bietet sich für Personen mit überdurchschnittlicher Abschlussnote ein weiterführendes Master-Studium an. Besteht Interesse an einer Fortsetzung der Hochschul-Laufbahn, existiert die Option einer wissenschaftlichen Karriere mit dem Ziel der Promotion. Als weiteres Studium mit Bezug zum Beruf des Erziehers gilt der Studiengang "Frühkindliche Bildung und Erziehung". Das Studium bereit auf den späteren anspruchsvollen Umgang mit Kindern bis zu einem Alter von ungefähr zehn Jahren vor.

Tätigkeit

Ein Beruf mit viel Verantwortung ist zweifelsfrei der des Erzieher, welcher in der Kurzfassung die Betreuung und damit auch die Verantwortung von einer Gruppe von Kindern übernimmt. In Relation zu dieser Verantwortung ist dabei das Gehalt einer Erzieherin eher gering, obwohl es gerade in dieser Berufssparte zu großen Differenzen kommen kann, je nach Einsatzort und natürlich auch abhängig von der Berufserfahrung. Gerade am Anfang ist mit Gehältern unter 1000 Euro zu rechnen und auch mit mehrjähriger Berufserfahrung ist die 2000 Euro Grenze nicht automatisch erreicht. Erst als Leiter einer Kindertagesstätte etwa können auch Gehälter über 3000 Euro erzielt werden.

Wie Erzieher werden?

Um die Grundvoraussetzung zu schaffen, einmal Erzieher zu werden und ein entsprechendes Gehalt für Erzieher zu bekommen, benötigt man in der Regel mindestens einen Realschulabschluss. Mit einem schlechteren Schulabschluss ist in vielen Ländern ein Praktikum oder eine zusätzliche Berufsausbildung erforderlich. Normalerweise liegt die Ausbildungsdauer bei etwa drei Jahren, durch die teilweise zusätzlich anfallenden Vor-Ausbildungen kann sie aber bis zu vier Jahren erreichen.

Die Ausbildung erfolgt nicht im Betrieb, sondern an Fachschulen und Berufskollegs, in jüngster Zeit aber auch an Universitäten. Teil der eigentlich rein theoretischen Ausbildung ist immer auch ein zwei bis drei Jahre währendes Vorpraktikum mit einem Anerkennungsjahr zum Ende der Ausbildung zum Erzieher. Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem Pädagogik und Erziehungswissenschaften, Didaktik und Methodik, Religions-, Sonder- und Heilspädagogik, Jugendrecht, Musikerziehung, Bewegungslehre und ähnliche Bereiche. Da dieses Feld sehr breit gefächert ist, erfolgt während der Ausbildung zum Erzieher häufig eine Spezialisierung auf Kindergärten, Heimerziehung und andere pädagogische Bereiche.

Wie viele Erzieher gibt es in Deutschland?

Erzieher arbeiten in staatlichen und kirchlichen, immer häufiger aber auch in privaten Einrichtungen, in denen sie ihr Erzieher Gehalt verdienen können. Im Jahr 2010 waren es etwa 550.000 Erzieher, von denen über 90 % weiblich waren. Der Anteil an männlichen Erziehern steigt dabei aber langsam an, generell erhöht sich die Zahl der Erzieher in Deutschland mit jedem Jahr um ein gutes Stück. Die Berufsaussichten sind bei entsprechender Qualifikation trotz der vielen Berufsgenossen gut, da spätestens seit dem Anspruch auf einen Kita-Platz für jedes Kind ab einem Jahr dringend Erzieher gesucht werden, die diese Aufgabe übernehmen können.

Regional können die Arbeitsmöglichkeiten für Erzieher allerdings stark schwanken. Insbesondere in größeren Städten gibt es zahlreiche Kitas und Kindergärten, so dass das Jobangebot hier sehr gut ist. Auf dem Land hingegen fehlt es oft an entsprechenden Einrichtungen. Der Bedarf wäre dort zwar auch gegeben, aber häufig sind die Gemeinden zu klein, um einen eigenen Kindergarten führen zu wollen oder zu können. Aus diesem Grund sollte man sich schon während der Ausbildung zum Erzieher frühzeitig überlegen, ob man auch bereit ist, für die Arbeit umzuziehen.

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