Gehaltsdatenbank mit 1,5 Mio Einträgen

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Gehalt Flugbegleiter / in

Datenbasis: 42  Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,360€ 2,276€ 4,147€
Baden-Württemberg 1,769€ 3,232€ 3,968€ Jobs Flugbegleiter / in
Bayern 1,442€ 2,051€ 6,200€ Jobs Flugbegleiter / in
Berlin 1,420€ 2,349€ 4,609€ Jobs Flugbegleiter / in
Brandenburg 1,044€ 1,748€ 3,185€ Jobs Flugbegleiter / in
Bremen 634€ 1,061€ 1,933€ Jobs Flugbegleiter / in
Hamburg 2,228€ 3,729€ 6,794€ Jobs Flugbegleiter / in
Hessen 1,806€ 2,599€ 4,055€ Jobs Flugbegleiter / in
Mecklenburg-Vorpommern 994€ 1,663€ 3,030€ Jobs Flugbegleiter / in
Niedersachsen 2,014€ 3,371€ 6,142€ Jobs Flugbegleiter / in
Nordrhein-Westfalen 1,709€ 1,995€ 2,691€ Jobs Flugbegleiter / in
Rheinland-Pfalz 1,337€ 2,238€ 4,078€ Jobs Flugbegleiter / in
Saarland 1,336€ 2,236€ 4,074€ Jobs Flugbegleiter / in
Sachsen 840€ 1,405€ 2,560€ Jobs Flugbegleiter / in
Sachsen-Anhalt 1,071€ 1,792€ 3,265€ Jobs Flugbegleiter / in
Schleswig-Holstein 1,269€ 2,124€ 3,870€ Jobs Flugbegleiter / in
Thüringen 1,079€ 1,806€ 3,291€ Jobs Flugbegleiter / in

Flugbegleitung:

1. Gehalt

Als Flugbegleiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.276 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 42 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.360 € beginnen, Flugbegleiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.147 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.124 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.232 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Flugbegleiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.885 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.675 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.749 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.741 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.130 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.130 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.995 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.203 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.708 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Flugbegleiter bzw. zur Flugbegleiterin ist nicht einheitlich geregelt, sondern im Grunde genommen abhängig von der jeweiligen Fluggesellschaft. In aller Regel findet die Ausbildung in Voll- oder Teilzeit statt. Während das eine Unternehmen angehende Flugbegleiter /-innen bereits nach erfolgreich bestandener Theoriephase in den Luftservice schickt, schließen andere Fluggesellschaften Praxistrainings in verschiedenen Flugzeugen an. Je nach Anbieter der Ausbildung variieren auch die Voraussetzungen. Diese sind z.B.:

  • ein Mindestalter von 18 Jahren
  • eine festgelegte Mindestkörpergröße
  • mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss
  • eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem serviceorientierten Beruf
  • gute Sprachekenntnisse (möglichst in mehreren Fremdsprachen)
  • uneingeschränkte Reisemöglichkeit inkl. gültigem Reisepass

Branchenverwandt ist die Ausbildung zum /zur Servicekaufmann /-frau sowie zum /zur staatlich geprüften internationalen Luftverkehrsassistenten /-in. Beide Berufsausbildungen können auch im Vorfeld einer Flugbegleiterausbildung absolviert werden. Die offensichtlichste Parallele ist in diesen Berufen die Betreuung der Gäste sowie deren Beratung. Darüber hinaus werden angehende Flugbegleiter /-innen während ihrer Ausbildung auf die folgenden Aufgabenbereiche hin geschult:

  • Zusammenstellen, Anrichten, Ausgeben von Speisen und Getränken
  • Allgemeine Serviceregeln, Umgang mit Passagieren (auch schwieriger Natur, inkl. Beschwerdemanagement)
  • Verhalten im Notfall, Erste Hilfe, ggf. Sicherheitsausbildungen /-unterweisungen
  • Organisation des Flugplanes, der Flotte und des Streckennetzes des Ausbildungsbetriebes
  • Flugzeugtypen: technische Daten, Kabinenequipment, Sitzplätze und Sonderplätze
  • Dokumentenmanagement: Luftkursbuch, Flugschein, Flugplan
  • Boarding: Kontrollmechanismen, Unterweisung der Fluggäste, Zusammenarbeit mit Bodendienst
  • Abrechnungsmodalitäten, Umrechnung von Fremdwährungen
  • Durchsagen im Flugzeug in Muttersprache und Fremdsprachen

Auch für diese Berufsgruppe gibt es eine branchenspezifische Weiterbildung: die zum /zur Fachwirt für Personenverkehr und Mobilität. Während dieser Ausbildung werden die Lerninhalte in drei Schwerpunkten vermittelt: Mobilitätsdienstleistungen, Auftragsabwicklung, Führung. Unter Mobilitätsdienstleistungen fallen Themen wie Markt- und Wettbewerbsanalysen, Kalkulationen und Konzeptpräsentation. Zur Auftragsabwicklung zählen Eventmanagement, Betriebsplanung, Ressourcenmanagement sowie Budgetcontrolling und der Schwerpunkt Führung qualifiziert für spätere Managementaufgaben, vermittelt Präsentationstechniken und trainiert Aufgaben des Personalmanagements.

3. Studium

Mit Hochschulzugangsberechtigung und einem Faible für Tätigkeiten in der Luft, ist ein Luftverkehrsmanagement-Studium möglich. Auf dem Stundenplan des Studiums stehen zum Beispiel die folgenden Inhalte:

  • Air Navigation Services, Airline Business Models, Airline Management, Airport Marketing, Network Management, Yield Management
  • Aviation and Environment, Economics, Policy, Intelligence, Law, Management
  • Controlling, Financial Management /Accounting, International Law, Macroeconomics, Business Communication
  • Mathematics, Statistics

Wer eine Ausbildung mit stärkerem Praxisbezug absolvieren möchte, dem ist das entsprechende Duale Studium zu empfehlen. Dabei werden die oben genannten theoretischen Inhalte vermittelt – und mit einer Ausbildung zum Piloten kombiniert. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, eines weiterführenden Studiums des Luftverkehrsmanagements. Dabei stehen die folgenden Themen auf dem Lehrplan:

  • Airline /Airport /Corporate Management, Management Competences, Research, Project Management
  • Economic and Environmental Basis, Innovation and Technology
  • Bases an Strategic Air-Traffic Management, Civil Aviation, Safety Management Systems

Eine Alternative zum Luftverkehrsmanagement Studium ist das Studium der Verkehrsbetriebswirtschaft. Dabei stehen in erster Linie klassische betriebswirtschaftliche Fächer (Buchführung, Rechnungswesen, Marketing, Organisation, Finanzierung, Steuerlehre, Statistik) auf dem Stundenplan. Diese werden ergänzt durch die folgenden Fächer:

  • Rhetorik, Präsentation
  • Mathematik, Statistik, Fremdsprachen
  • Mikroökonomie, Wirtschaftsprivatrecht, Wirtschaftsinformatik, Verkehrswirtschaft
  • Verkehrsbetriebswirtschaft, Luftverkehr, Nahverkehr, Volkswirtschaft

Der Blick auf die Studieninhalte verrät, dass nicht der Service am Gast, sondern vielmehr strategische und betriebswirtschaftliche Aufgaben auf die Absolventen /-innen dieser Studiengänge warten. Das heißt auch, dass kaum ein /-e Absolvent /-in ein Studium des Luftverkehrsmanagements oder der Verkehrsbetriebswirtschaft absolvieren wird, um anschließen als Flugbegleiter /-in tätig zu sein. Dennoch ist es gut, den Luftverkehr in der Praxis kennengelernt zu haben, um auch im Management praxistaugliche Entscheidungen treffen zu können. Diese werden dann oft im Personalbereich, im Qualitätsmanagement oder im Controlling gefällt. Auch machen sich Absolventen der beschriebenen Studiengänge manchmal selbstständig und werden in der Unternehmensberatung aktiv.

4. Tätigkeit

Flugbegleitern /-innen liegt das Wohl der Fluggäste am Herzen. Deswegen versorgen sie ihre temporären Gäste mit Essen, Trinken sowie Zeitungen und Zeitschriften. Auf internationalen Flügen bieten sie zudem zollfreie Waren zum Verkauf an und reichen regelmäßig Erfrischungstücher.

Neben diesen klassischen Serviceaufgaben, haben Flugbegleiter /-innen auch die Aufgabe, vor jedem Flug die Kabinen- und Notfalleinrichtung zu prüfen. Kommen dann die Passagiere an Bord, wird ihnen bei der Suche des Sitzplatzes geholfen und das Handgepäck nach den geltenden Sicherheitsregeln verstaut. Anschließend informieren sie über das Verhalten im Notfall sowie über die Beschaffenheit des Flugzeuges und die Lage der Notausgänge.

Neben den intensiven Serviceleistungen, die Flugbegleiter /-innen zu absolvieren haben, steht auch die Kommunikation mit den Passagieren auf ihrer To-do-Liste. Da dies auch bei unangenehmen Gästen sowie bei etwaigen Beschwerden nötig ist, müssen Flugbegleiter /-innen stets einen kühlen Kopf bewahren und souverän mit unzufriedenen Passagieren umgehen. Treten während eines Fluges Turbulenzen auf, ist es ihre Aufgabe, die Gäste zu beruhigen und ihnen zu erklären wie die Sicherheitseinrichtungen (z.B. Atemmaske und Schwimmweste) anzulegen sind.

Das Monatsgehalt variiert von Airline zu Airline. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängen nicht zuletzt auch von der Entfernung der Flugdistanzen ab (Kurzstrecke vs. Langstrecke).

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