Heilerziehungspfleger Gehalt bundesweit

1,538 - 3,261

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Heilerziehungspfleger / in

Datenbasis: 505 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,538 € 2,260 € 3,261 €
Baden-Württemberg 1,771 € 2,302 € 3,458 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Bayern 1,889 € 2,399 € 3,489 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Berlin 1,580 € 2,167 € 2,947 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Brandenburg 1,329 € 1,754 € 3,134 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Bremen 1,943 € 2,277 € 2,461 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Hamburg 1,668 € 2,369 € 3,334 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Hessen 1,609 € 2,251 € 3,002 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,547 € 1,991 € 2,415 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Niedersachsen 1,647 € 2,278 € 2,919 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Nordrhein-Westfalen 1,353 € 2,345 € 3,213 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Rheinland-Pfalz 1,326 € 2,923 € 3,592 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Saarland 1,430 € 2,102 € 3,033 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Sachsen 1,185 € 1,649 € 2,611 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Sachsen-Anhalt 1,447 € 1,741 € 2,305 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Schleswig-Holstein 1,628 € 2,153 € 3,129 € Jobs Heilerziehungspfleger / in
Thüringen 1,225 € 1,931 € 2,594 € Jobs Heilerziehungspfleger / in

Heilerziehungspfleger / in:

1. Gehalt

Als Heilerziehungspfleger liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.260 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 505 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.538 € beginnen, Heilerziehungspfleger in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.261 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.153 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.302 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Heilerziehungspfleger in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.164 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.223 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.414 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.389 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.254 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.511 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.192 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.341 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.410 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Zugang zum Beruf des Heilerziehungspflegers beginnt mit einer schulischen Ausbildung. Letztere nimmt in Deutschland zwischen drei und fünf Jahren in Anspruch. Die konkrete Ausgestaltung der Ausbildung variiert in Abhängigkeit vom Bundesland, da das jeweilige Landesrecht den Umfang vorgibt. Als Zugangsvoraussetzung für die Teilnahme an einer Ausbildung zum Heilerziehungspfleger verlangen die infrage kommenden Einrichtungen einen mittleren Bildungsabschluss. Bei einer als Weiterbildung konzipierten Lehre setzen die Schulen eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie mindestens zwei Jahre nachweisbare Berufspraxis voraus.

Es existieren zwei unterschiedliche Formen der Berufsausbildung zum Heilerziehungspfleger:

  • die praxisintegrierte Form der Ausbildung,
  • die schulische Ausbildung in Vollzeit.

Die erstgenannte Form absolvieren die Auszubildenden die gesamte Zeit einen Arbeitseinsatz mit Bezug zur Heilerziehungspflege. Die Vermittlung schulischer Inhalte erfolgt begleitend. Die Ausbildungsform der Vollzeitschule beginnt dagegen mit einem zweijährigen Besuch der Berufsfachschule. Daran schließen sich zwölf Monate in der Praxis an – das sogenannte Anerkennungsjahr. Im Rahmen ihrer Ausbildung lernen die angehenden Heilerziehungspfleger Inhalte aus unterschiedlichen Bereichen kennen. Die Lehrpersonen vermitteln Themen aus den Gebieten der Erziehung, der Heilpädagogik, der Psychologie, der Krankenpflege und der Medizin. Zudem stehen die Punkte Logopädie, Pädagogik, Musikerziehung, Gesundheitserziehung und Didaktik auf dem Lehrplan.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung arbeiten die Heilerziehungspfleger in den unterschiedlichsten Einrichtungen. Zu den Arbeitgebern gehören Wohnheime für behinderte Menschen, Pflegeheime für psychisch Kranke, integrative Kindergärten oder Einrichtungen für Suchtkranke. Darüber hinaus bieten sich Stellenausschreiben im familienentlastenden Dienst, in der offenen Behindertenarbeit oder Jobs für Integrationshelfer an. Im Laufe der Tätigkeit als Heilerziehungspfleger besteht die Option, mit diversen Weiterbildungen die Berufsperspektiven zu verbessern. Hierzu gehört die Weiterbildung zum Fachlehrer für Sonderschulbereiche. Außerdem sind die Ergotherapie, das Berufsfeld der sozialen Arbeit, die Musiktherapie und die Heilpädagogik als Weiterbildungsgebiete zu nennen.

3. Studium

Der Zugang zum Beruf des Heilerziehungspflegers erfolgt über den erläuterten Ausbildungsweg. Zahlreiche Schulen bieten ihren Auszubildenden parallel die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erlangen. Das erfordert zusätzliche Prüfungen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch. Daraufhin besteht die Option, nach der erfolgreichen Ausbildung ein zum Berufsfeld des Heilerziehungspflegers passendes Studium an einer Fachhochschule beginnen. Folgende Studiengänge bieten sich in dieser Hinsicht an:

  • Studium Soziale Arbeit,
  • Studium der Psychologie,
  • Studium der Heilpädagogik.

Der Studiengang der Heilpädagogik befasst sich mit der Erziehung und der Bildung von Personen mit körperlicher sowie geistiger Behinderung. Außerdem lernen die Studenten, mit verhaltensgestörten Menschen umzugehen. Der eng mit der Sonderpädagogik in Verbindung stehende Bereich setzt neben der Pädagogik Grundlagenwissen in den Gebieten Psychologie, Medizin, und Soziologie voraus. Manche Fachhochschule lehrt im Laufe des Studiums zusätzlich Wissen aus der Betriebswirtschaftslehre und dem Recht. Gegen Ende des Studiums wählen die Studenten aus diversen Spezialisierungen.

4. Tätigkeit

Der Heilerziehungspfleger oder die Heilerziehungspflegerin arbeiten vorwiegend in Tagesstätten, Wohnheimen, Kindergärten, Pflegeheimen, in Reha-Kliniken, in Sonderschulen oder bei sozialen Diensten. Sie unterstützen und fördern Menschen mit Behinderungen in diesen Einrichtungen. Das Aufgabengebiet ist je nach Einsatzgebiet und dem Alter der zu betreuenden Menschen, sehr unterschiedlich. So unterstützen Heilerziehungspfleger bzw. Heilerziehungspflegerinnen junge Menschen bei der beruflichen und sozialen Eingliederung, übernehmen die pädagogische Betreuung in Sonderschulen oder Kindergärten oder unterstützen Kinder in Tagesstätten bei ihren sportlichen Aktivitäten.