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Gehalt Industriemechaniker / in

Datenbasis: 1394  Datensätze aus 2014/2015

Industriemechaniker / in:

1. Gehalt

Ein Industriemechaniker verdient in Deutschland durchschnittlich 2.440 €, basierend auf 1394 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.711 € und können teilweise bis zu 3.449 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Industriemechaniker bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.360 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.598 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Industriemechaniker Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.349 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.449 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.598 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.643 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.623 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.589 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.302 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.545 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.904 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Industriemechaniker bzw. Industriemechanikerin stellt laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) einen anerkannten Ausbildungsberuf dar. Die Lehre erstreckt sich über dreieinhalb Jahre und umfasst sämtliche Themen, die für den Beruf des Industriemechanikers und der Industriemechanikerin Bedeutung haben. Die mittlere Reife gilt als Zulassungs-Voraussetzung für die Ausbildung.

Eine Lehre zum Industriemechaniker und zur Industriemechaniker erfolgt im dualen System. Die Auszubildenden verbringen die Lehrzeit teilweise an der Berufsschule. In der verbleibenden Zeit arbeiten sie in der zuständigen Ausbildungsstätte. Es besteht die Möglichkeit, in der Werkstatt, der Lagerhalle und der Produktionshalle die bereits erworbenen Kompetenzen anzuwenden. Im Umgang mit den Mitarbeitern gelingt es den Auszubildenden, erste Einblicke in den Beruf des Industriemechanikers und der Industriemechanikerin zu erhalten. Die Praxiseinheiten schulen die Teamarbeit, die Kommunikationsfähigkeit und die Zuverlässigkeit der angehenden Industriemechaniker.

Neben technischen Fähigkeiten benötigen die zukünftigen Industriemechaniker und Industriemechanikerinnen mathematische Kompetenzen. Im Rahmen der Theoriestunden erlernen und vertiefen die Auszubildenden ein Grundwissen aus folgenden Bereichen:

  • Mathematik,
  • Physik,
  • Informatik,
  • Montage und Demontage von Maschinen,
  • Feingerätebau,
  • Maschinen- und Anlagenbau,
  • Produktionstechnik.

Der Beruf des Industriemechanikers und der Industriemechanikerin gilt als Monoberuf. Demzufolge sind keine Spezialisierungen auf ein Wunschgebiet möglich. Allerdings lernen die Auszubildenden während der Lehre verschiedene Einsatzgebiete kennen. Davon wählen sie mindestens eines aus und vertiefen es im Rahmen der Ausbildung.

Nach dem zweiten Ausbildungsjahr absolvieren die Auszubildenden den ersten Teil der Abschlussprüfung. Der zweite Teil beginnt mit dem dritten Lehrjahr. Nach den bestandenen Abschlussprüfungen gelten die Absolventen als ausgebildete Industriemechaniker und Industriemechanikerinnen. Wer die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, schließt ein Studium an die Lehre an.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Industriemechaniker/-in.

3. Studium

Nach der abgeschlossenen Berufsausbildung zum Industriemechaniker und zur Industriemechanikerin empfiehlt es sich, ein Maschinenbau-Studium zu absolvieren. Dieses erfolgt sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen und Berufsakademien. Nach dem erfolgreichen Studium stehen dem Absolventen zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Aufgrund seines Studiums erhält er besser bezahlte Arbeitsstellen.

Die allgemeine oder fachgebundene Fachhochschulreife gilt als Zulassungsvoraussetzung für ein Studium im Bereich des Maschinenbaus. In einigen Fällen besteht die Möglichkeit, ohne Abitur zu studieren. Hierfür benötigt der Studierende einen Meistertitel sowie eine mehrjährige Berufserfahrung. Ein Maschinenbau-Studium erfordert folgende Kernkompetenzen:

  • Kreativität,
  • mathematische Fähigkeiten,
  • technisches Grundverständnis,
  • Physik- und Englischkenntnisse,
  • logisches Denkvermögen,
  • Computerkenntnisse.

Aufgrund der hohen Anfrage besteht an vielen Universitäten eine Zulassungsbeschränkung. Folglich benötigen die Interessenten für das Studium ein gutes Abschlusszeugnis der Fachhochschulreife.

Der Bachelor-Studiengang im Bereich des Maschinenbaus erstreckt sich in der Regel über sechs bis acht Semester. Dabei erlernen die Studierenden wichtige Grundlagen zur Funktionsweise von Anlagen und Maschinen. Darüber hinaus zählen verschiedene Verfahren und Einsatzbereiche sowie der Bau kleiner Maschinen zu den Lehrinhalten des Studiums. Nach der erfolgreichen Bachelorprüfung besteht für die Absolventen die Möglichkeit, sich im Zuge eines Master-Studiums weiter zu spezialisieren. Mehrere Praktika begleiten das Studium und ermöglichen es, das erworbene Wissen praktisch anzuwenden und zu vertiefen. Ein abgeschlossenes Maschinenbau-Studium berechtigt die Absolventen zum direkten Berufseinstieg.

4. Tätigkeit

Jemand, der als Industriemechaniker/-in sein Gehalt verdient, arbeitet in einem sogenannten Monoberuf, also einem Spezialberuf, der sich mit einem ganz bestimmten Aspekt seiner Branche beschäftigt.

Die Haupttätigkeit von Industriemechanikern ist produktiv: sie stellen mithilfe von Maschinen Bauteile, Türschlösser, Türen und Treppen, Gitter und Zäune oder Autoteile her. Dazu müssen sie unter anderem bohren, drehen, fugen, schleifen, schweißen. An der CNC-Maschine stellen sie von einfachen bis hin zu komplexen Werkstücken praktisch alles her. Selbst ganze Gerätschaften können Industriemechaniker dort produzieren und anschließend zusammenbauen. Ordnet man sie in der langen Kette von der Entwicklung über die Produktion bis zum Verkauf ein, befinden sie sich also auf einer der ersten Produktionsstufen: ohne sie gäbe es keine Werkzeuge und Werkstücke, die weiter verarbeitet werden könnten.

Industriemechaniker stellen aber nicht nur Produktionsanlagen her, sondern richten diese auch ein oder bauen sie um. Sie überwachen die Anlagen und sind verantwortlich für einen reibungslosen Fertigungsprozess verantwortlich. Auch Reparaturen und Wartungsarbeiten gehören zu ihrem Arbeitsbereich. Vielseitigkeit und Fachwissen in Bereichen wie Maschinenbau, Betriebsanlagenmechanik, Feinwerktechnik, Motorenkunde und Pneumatik, Hydraulik und Elektro,- Steuerungstechnik sind in diesen Beruf Voraussetzung.

Wo arbeiten Industriemechaniker?

Industriemechaniker können überall dort arbeiten, wo größere Maschinen zur Produktion verwendet werden. Das kann die Automobilbranche sein, die Chemie,- Elektro,- und Nahrungsmittelindustrie oder die Metallverarbeitung. In vielen dieser Branchen wird im Schichtbetrieb gearbeitet, also auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Grundsätzlich sollte man also zu Arbeitsstunden zu ungewöhnlichen Zeiten bereit sein. Sie werden aber selbstverständlich auch mit den entsprechenden Zuschlägen vergütet. Entsprechende Arbeitsorte für den Industriemechaniker sind in praktisch ganz Deutschland zu finden. Insbesondere Ballungsräume wie Köln-Bonn, München oder Berlin haben einen großen Flächenanteil in der Industrie und dementsprechend besonders viele Stellen in diesem Bereich zu vergeben. Aber auch kleinere Orte mitten auf dem Land können eine gute Industriestruktur und damit hervorragende Arbeitsmöglichkeiten bieten.

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