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Gehalt Innenarchitekt / in

Datenbasis: 248 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2,009 € 2,849 € 4,199 €
Baden-Württemberg 2,254 € 3,048 € 4,029 € Jobs Innenarchitekt / in
Bayern 2,107 € 3,170 € 4,401 € Jobs Innenarchitekt / in
Berlin 1,724 € 3,197 € 4,500 € Jobs Innenarchitekt / in
Brandenburg 2,016 € 2,859 € 4,214 € Jobs Innenarchitekt / in
Bremen 1,741 € 2,469 € 3,639 € Jobs Innenarchitekt / in
Hamburg 2,003 € 2,476 € 4,111 € Jobs Innenarchitekt / in
Hessen 2,124 € 2,885 € 5,148 € Jobs Innenarchitekt / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,143 € 1,621 € 2,389 € Jobs Innenarchitekt / in
Niedersachsen 1,927 € 2,759 € 3,802 € Jobs Innenarchitekt / in
Nordrhein-Westfalen 1,991 € 2,626 € 4,458 € Jobs Innenarchitekt / in
Rheinland-Pfalz 1,754 € 2,425 € 2,859 € Jobs Innenarchitekt / in
Saarland 2,388 € 3,386 € 4,990 € Jobs Innenarchitekt / in
Sachsen 1,680 € 2,383 € 3,512 € Jobs Innenarchitekt / in
Sachsen-Anhalt 1,199 € 1,701 € 2,507 € Jobs Innenarchitekt / in
Schleswig-Holstein 1,824 € 2,586 € 3,811 € Jobs Innenarchitekt / in
Thüringen 1,594 € 2,261 € 3,332 € Jobs Innenarchitekt / in

Innenarchitekt / in:

1. Gehalt

Ein Innenarchitekt verdient in Deutschland durchschnittlich 2.849 €, basierend auf 248 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 2.009 € und können teilweise bis zu 4.199 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Innenarchitekt bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.586 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 3.048 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Innenarchitekt Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.425 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.555 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.907 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.286 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.646 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.433 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.737 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.123 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.045 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Berufsbezeichnung Innenarchitekt bzw. innenarchitektin ist geschützt und kann nur über eine Eintragung in einer Architektenkammer geführt werden. Der Ausbildungsweg erfolgt ausschließlich über ein entsprechendes Studium.

Wer vor Studienbeginn eine Ausbildung absolvieren möchte, um entsprechende Praxiserfahrungen zu sammeln, kann sich beispielsweise für eine Ausbildung zum Raumausstatter entscheiden. Dies ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk und vermittelt im Rahmen der 3-jährigen Ausbildungszeit folgende Lerninhalte:

  • Analyse von Untergründen sowie deren Vorbereitung für die Bodenverlegung,
  • Auswahl, Gestaltung und Verlegen verschiedener Beläge ,
  • Herstellung von Polstern,
  • Instandsetzung von Polstermöbeln,
  • Gestaltung, Anfertigung und Montage von Raumdekorationen,
  • Vorbereitung von Arbeitsabläufen und Arbeitsschritten,
  • Arbeitsmittel und deren Einsatz ,
  • Durchführung von Messungen,
  • Erarbeitung von Materialvorschlägen,
  • Auswahl, Einrichtung und Anwendung der typischen Werkzeuge und Geräte,
  • Ausarbeitung von Entwürfen nach Kundenwunsch, Berücksichtigung von funktionalen, gestalterischen sowie technologischen Aspekten im Hinblick auf den Verwendungszweck,
  • Bearbeitung von Fugen und Rissen,
  • Anfertigung von Aufstellungen der zu verwendenden Farben und Materialien,
  • Berücksichtigung technischer Vorgaben,
  • Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen.

Darüber hinaus lernen Auszubildende im Schwerpunktbereich Böden, wie die einzelnen Bodenbeläge verarbeitet und verlegt werden und wie sie im Anschluss behandelt werden müssen. Im Schwerpunktbereich Polstern liegt der Fokus auf dem Herstellen, Instandsetzen und Anbringen von Polstern. Der dritte Ausbildungsschwerpunkt fokussiert die Dekoration von Räumen wie auch Installationen von diversen Anlagen zu Licht- und Sichtschutz. Hier bestehen die Lerninhalte darin, den Auszubildenden zu vermitteln, wie vorliegende Skizzen in entsprechende Zuschnitte umgesetzt sowie zum Motiv passende Materialien ausgewählt werden.

Ein letzter Schwerpunkt stellt der Bereich der Wand- und Deckendekoration dar. Hier lernen die Auszubildenden Grundlagen der Gestaltung, Bekleidung und Beschichtung von Wand- und Deckendekoration. Eine abgeschlossene Ausbildung zum / zur Raumausstatter /-in eröffnet den Weg in ein interessantes Arbeitsumfeld, das eine gute Basis für ein weiterführendes Studium zum / zur Innenarchitekten /-in darstellt.

3. Studium

Innenarchitektur ist ein Bachelorstudiengang, der in Deutschland an mehreren Fachhochschulen, Universitäten und Kunstakademien belegt werden kann. Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis acht Semester und unterteilt sich in Grund- und Hauptstudium. Die einzelnen Lernmodule setzen sich aus Wahl- und Pflichtmodulen zusammen und werden von einem breiten Angebot als Lehrveranstaltungen begleitet. Die Studienfächer des Studiengangs Innenarchitektur setzen sich aus folgenden Bereichen zusammen:

  • Gestaltung,
  • Entwurf und Konstruktion,
  • Materiallehre,
  • Grundlagen des technischen Ausbaus,
  • Kunstgeschichte,
  • Grundlegende Planungsmethoden,
  • Bauablauf,
  • Baurecht.

Viele Hochschulen bieten neben den mehr theoretisch ausgerichteten Semestern auch reine Praxissemester an, um die erforderlichen Praxiserfahrungen zu gewährleisten. Zum Studienende kann der Bachelorabschluss nach Anfertigung der Abschlussarbeit erfolgen. Wahlweise besteht die Möglichkeit, im Anschluss an das Bachelorstudium ein viersemestriges Masterstudium bis zum Masterabschluss zu absolvieren.

Wer nicht direkt Innenarchitektur studieren will, findet ebenso Zugangsmöglichkeiten über verschiedene Ingenieurstudiengänge. Da der Beruf Innenarchitekt /-in ein sehr breit gefächertes Einsatzspektrum hat, sind auch die Studienmöglichkeiten vielfältig und abhängig davon, in welchem Schwerpunkt man tätig sein möchte. Bei der Entscheidung für eine Hochschule sollte der Interessent unbedingt sichergehen, dass bei der Studienbeschreibung die spätere Eintragungsfähigkeit als “Innenarchitekt” oder “Innenarchitektin” in einer Architektenkammer ausdrücklich gewährleistet ist.

Nach Abschluss des Studiums zur Innenarchitektur oder nach Studienabschluss eines Ingenieurstudiengangs bieten viele Hochschulen zudem Weiterbildungsmaßnahmen an, um studierten Innenarchitekten Spezialisierungen oder Einsteigern aus anderen Ingenieursberufen den Zugang zur Architektur zu ermöglichen. Hierzu werden derzeit folgende Studienfächer angeboten:

  • Baudenkmalpflege,
  • Bauen und Erhalten,
  • Baumanagement,
  • Barrierefreie Systeme / Master of Science,
  • Bühnenbild-Szenischer Raum,
  • Real Estate Management,
  • Urban Management,
  • Facility Management
  • Projektsteuerung,
  • Wirtschaftingenieur,
  • Architektur.
4. Tätigkeit

Innenarchitekten sind Fachleute für das Innere von Gebäuden, unabhängig, ob diese neu erbaut werden oder bereits bestehen. Sie planen und erreichten Innenräume, richten Häuser ein und statten öffentliche Gebäude aus. Sie sind unter anderem für Möbel- und Raumgestaltungselemente, Farb- und Materialwahl, Licht, Belüftung, Verarbeitung und Qualitätssicherung im Anschluss an die Fertigstellung verantwortlich.

Innenarchitekten sowohl für öffentliche als auch private Auftraggeber tätig. Sie treten als Treuhänder des Auftraggebers als Hauptverantwortliche bei einer Baumaßnahme zur praktischen Koordination der einzelnen Gewerke sowie im Planungsprozess auf. Dazu gehören in der Regel folgende Tätigkeiten:

  • Beratung und Betreuung des Auftraggebers in den mit der Planung und Ausführung des Bauvorhabens zusammenhängenden Fragen,
  • koordinierende Lenkung und Rationalisierung der Planung und Ausführung.

Innenarchitekten kommen in Wirtschaft, Industrie, Gewerbe, Handel, bei Dienstleistungsunternehmen und Interessengemeinschaften zum Einsatz. Wie die gebäudeplanenden Architekten arbeiten Innenarchitekten auf der gesetzlichen Grundlage der HOAI (Honorarverordnung für Architekten und Ingenieure) und sind verantwortlich für die kontrollierte Qualität im und am Gebäude, die technische und konstruktive Perfektion, die Sicherung der Schadensfreiheit, die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen sowie für die Kosten- und Termintreue.

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