Kinderpfleger Gehalt bundesweit

1,345 - 2,732

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kinderpflegerin / Kinderpfleger

Datenbasis: 253 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,345 € 1,958 € 2,732 €
Baden-Württemberg 1,272 € 2,021 € 4,282 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Bayern 1,462 € 1,954 € 2,942 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Berlin 1,261 € 1,835 € 2,560 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Brandenburg 1,004 € 1,462 € 2,040 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Bremen 1,277 € 1,859 € 2,594 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Hamburg 1,290 € 1,534 € 2,633 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Hessen 1,341 € 1,762 € 2,153 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Mecklenburg-Vorpommern 967 € 1,407 € 1,963 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Niedersachsen 1,244 € 2,101 € 2,348 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Nordrhein-Westfalen 1,173 € 1,855 € 2,641 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Rheinland-Pfalz 920 € 1,340 € 1,870 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Saarland 1,251 € 1,821 € 2,541 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Sachsen 1,041 € 1,516 € 2,115 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Sachsen-Anhalt 1,454 € 1,626 € 3,728 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Schleswig-Holstein 1,306 € 1,803 € 2,229 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger
Thüringen 1,048 € 1,525 € 2,128 € Jobs Kinderpflegerin / Kinderpfleger

Kinderpflegerin / Kinderpfleger:

1. Gehalt

Als Kinderpfleger liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.958 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 253 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.345 € beginnen, Kinderpfleger in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.732 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.803 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.021 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kinderpfleger in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.828 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.944 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.192 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.349 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.285 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.051 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.929 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.029 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.545 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein weiterer Begriff für Kinderpfleger/Kinderpflegerin ist "Sozialpädagogischer Assistent". Die Ausbildung findet an einer Berufsschule oder an einem Berufskolleg statt und ist landesrechtlich geregelt. Die Berufsbezeichnung nach dem Abschluss richtet sich nach dem Bundesland, in dem die Lehre stattfindet. Eine Dauer der Lehre von zwei bis drei Jahren ist vorgesehen und geht mit zusätzlichen Qualifikationen einher. Der Inhalt und die abschließende Prüfung richten sich nach den internen Regeln der gewählten Bildungseinrichtung. Innerhalb der zwei bis drei Jahre geht es darum, den Umgang mit den Kindern zu erlernen und die Grundsätze dessen zu verstehen. Darunter fallen das Anleiten der Kinder und ihre Unterhaltung. Weiterer Bestandteil ist die Unterstützung der Kinder bei der körperlichen Pflege, beim Essen und bei weiteren Tätigkeiten der Kinder. Ein Praktikum findet nach der theoretischen Ausbildung statt. Dies geschieht in Kinderkrippen oder -gärten, sowie in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Ebenso ist es in einer Klinik für Kinder oder in anderen Einrichtungen möglich, die den Lerninhalt der Ausbildung gewährleisten. Die schulische Ausbildung beinhaltet folgende Aufgabenbereiche:

  • Arbeits- und Familienrecht,
  • Psychologie und Pädagogik,
  • Literatur für Kinder,
  • Spiel- und Umwelterziehung,
  • Werken und Kunst,
  • Die Zubereitung der Nahrung für Kinder und Ernährungslehre.

Des Weiteren zählen die Unterrichtsfächer Englisch, Deutsch, Sozialkunde, Sport sowie Religion und Philosophie dazu. Der Unterricht an der Berufsschule findet in Unterrichtsräumen und Räumen wie Sporthallen und schulischen Küchen statt. Voraussetzung für den Beginn dieser Lehre ist ein Hauptschulabschluss oder der mittlere Bildungsabschluss. Dies variiert nach Bundesland, möglicherweise gelten weitere Voraussetzungen wie ein Notendurchschnitt von 3,4 bei einem Hauptschulabschluss. Ein ärztliches Attest ist überall gefordert und nicht zu umgehen.

Liegen ein vorangegangener Besuch einer Pflegeschule oder einige Jahre Berufserfahrung vor, besteht die Chance auf eine verkürzte Ausbildung. Zwei Jahre berufliche Erfahrung zeigen sich als vorausgesetzt, um eine Verkürzung des Praktikums zu erlangen. Dies gilt für die Bundesländer Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Als Abschluss der Lehre ist eine staatliche Prüfung vorgesehen, die nach Bestehen die Bezeichnung als staatlich anerkannte/r Kinderpfleger/in vorsieht.

Wer die Ausbildung mit der abschließenden Note von 3,0 absolviert, erhält den Realschulabschluss. Gleichzeitig geht damit die Zulassung einher, künftig an weiterbildenden Maßnahmen teilzunehmen. Dies bezieht sich auf einen Fachberuf im medizinischen oder sozialen Bereich. Dazu gehört der Beruf als Erzieher/in, Altenpfleger/in und weitere innerhalb dieser Branche. Mit der Fachhochschulreife ist die Weiterbildung als Fachwirt/Fachwirtin und Betriebswirt/Betriebswirtin für Erziehungs- oder Sozialwesen möglich. Dabei geht es vor allem um das Ziel eines führenden Postens in entsprechenden Einrichtungen.

3. Studium

Für die Teilnahme an einem Studium ist eine abgeschlossene Lehre als Kinderpfleger/in mit Hochschulberechtigung vorgesehen. Folgende Studiengänge eignen sich:

  • Erziehungswissenschaft und Bildungswissenschaft,
  • Waldorfpädagogik,
  • Pädagogische Psychologie,
  • Soziale Arbeit.

Wahlweise finden die Studiengänge an einer Hochschule, oder über ein Fernstudium statt. Welcher Studiengang in welchem Ort möglich ist, und was er kostet, hängt von den Institutionen und der Dauer ab. Darüber hinaus bietet sich ein duales Studium oder eines in Vollzeit an. Beim dualen Studium ist das Studieren mit dem Sammeln praktischer Erfahrungen verbunden und findet in der Regel im Wechsel statt. Ein Studium bietet sich zur Umschulung an, oder um das Wissen nach der abgeschlossenen Ausbildung zu vertiefen. Ebenso ermöglicht das duale Studium, während der Lehrzeit einen praktischen Umgang mit Kindern und dem Berufsbild zu erhalten, um später darauf aufzubauen. In gesonderten Fällen besteht die Chance, ohne Hochschulberechtigung Zugang zu einem Studium zu erhalten. Weitere Informationen liefert die gewählte Hochschule oder das Institut des Fernlehrgangs.

4. Tätigkeit

Der Kinderpfleger oder die Kinderpflegerin arbeiten vorwiegend in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderheimen, Privathaushalten, in sonder- oder heilpädagogischen Einrichtungen, in Kinderkliniken oder sind bei sozialen Diensten beschäftigt. Sie unterstützen sozialpädagogische Fachkräfte wie Erzieher oder ErzieherIinnen bei der Arbeit oder helfen Eltern, in den privaten Haushalten, bei der Betreuung und Erziehung von ihren Kindern oder auch Säuglingen. Neben diesen sozialen Aufgaben fallen auch organisatorische und verwaltende Büroarbeiten in das Berufsbild eines Kinderpflegers oder einer Kinderpflegerin.