Kinderpfleger Gehalt bundesweit

1,340 - 2,752

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kinderpfleger / in

Datenbasis: 242 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,340 € 1,958 € 2,752 €
Baden-Württemberg 1,239 € 1,986 € 4,454 € Jobs Kinderpfleger / in
Bayern 1,457 € 1,949 € 2,947 € Jobs Kinderpfleger / in
Berlin 1,256 € 1,835 € 2,579 € Jobs Kinderpfleger / in
Brandenburg 1,001 € 1,462 € 2,055 € Jobs Kinderpfleger / in
Bremen 1,272 € 1,859 € 2,613 € Jobs Kinderpfleger / in
Hamburg 987 € 1,442 € 2,027 € Jobs Kinderpfleger / in
Hessen 1,341 € 1,762 € 2,153 € Jobs Kinderpfleger / in
Mecklenburg-Vorpommern 963 € 1,407 € 1,978 € Jobs Kinderpfleger / in
Niedersachsen 1,791 € 2,101 € 2,285 € Jobs Kinderpfleger / in
Nordrhein-Westfalen 1,146 € 1,811 € 2,656 € Jobs Kinderpfleger / in
Rheinland-Pfalz 917 € 1,340 € 1,883 € Jobs Kinderpfleger / in
Saarland 1,246 € 1,821 € 2,559 € Jobs Kinderpfleger / in
Sachsen 1,038 € 1,516 € 2,131 € Jobs Kinderpfleger / in
Sachsen-Anhalt 1,206 € 1,762 € 2,477 € Jobs Kinderpfleger / in
Schleswig-Holstein 1,306 € 1,803 € 2,229 € Jobs Kinderpfleger / in
Thüringen 1,044 € 1,525 € 2,143 € Jobs Kinderpfleger / in

Kinderpfleger / in:

1. Gehalt

Ein Kinderpfleger verdient in Deutschland durchschnittlich 1.958 €, basierend auf 242 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.340 € und können teilweise bis zu 2.752 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Kinderpfleger bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 1.803 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 1.986 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Kinderpfleger Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 1.819 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.967 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.196 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.349 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.237 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.986 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.930 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.029 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.551 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein weiterer Begriff für Kinderpfleger/Kinderpflegerin ist "Sozialpädagogischer Assistent". Die Ausbildung findet an einer Berufsschule oder an einem Berufskolleg statt und ist landesrechtlich geregelt. Die Berufsbezeichnung nach dem Abschluss richtet sich nach dem Bundesland, in dem die Lehre stattfindet. Eine Dauer der Lehre von zwei bis drei Jahren ist vorgesehen und geht mit zusätzlichen Qualifikationen einher. Der Inhalt und die abschließende Prüfung richten sich nach den internen Regeln der gewählten Bildungseinrichtung. Innerhalb der zwei bis drei Jahre geht es darum, den Umgang mit den Kindern zu erlernen und die Grundsätze dessen zu verstehen. Darunter fallen das Anleiten der Kinder und ihre Unterhaltung. Weiterer Bestandteil ist die Unterstützung der Kinder bei der körperlichen Pflege, beim Essen und bei weiteren Tätigkeiten der Kinder. Ein Praktikum findet nach der theoretischen Ausbildung statt. Dies geschieht in Kinderkrippen oder -gärten, sowie in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Ebenso ist es in einer Klinik für Kinder oder in anderen Einrichtungen möglich, die den Lerninhalt der Ausbildung gewährleisten. Die schulische Ausbildung beinhaltet folgende Aufgabenbereiche:

  • Arbeits- und Familienrecht,
  • Psychologie und Pädagogik,
  • Literatur für Kinder,
  • Spiel- und Umwelterziehung,
  • Werken und Kunst,
  • Die Zubereitung der Nahrung für Kinder und Ernährungslehre.

Des Weiteren zählen die Unterrichtsfächer Englisch, Deutsch, Sozialkunde, Sport sowie Religion und Philosophie dazu. Der Unterricht an der Berufsschule findet in Unterrichtsräumen und Räumen wie Sporthallen und schulischen Küchen statt. Voraussetzung für den Beginn dieser Lehre ist ein Hauptschulabschluss oder der mittlere Bildungsabschluss. Dies variiert nach Bundesland, möglicherweise gelten weitere Voraussetzungen wie ein Notendurchschnitt von 3,4 bei einem Hauptschulabschluss. Ein ärztliches Attest ist überall gefordert und nicht zu umgehen.

Liegen ein vorangegangener Besuch einer Pflegeschule oder einige Jahre Berufserfahrung vor, besteht die Chance auf eine verkürzte Ausbildung. Zwei Jahre berufliche Erfahrung zeigen sich als vorausgesetzt, um eine Verkürzung des Praktikums zu erlangen. Dies gilt für die Bundesländer Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Als Abschluss der Lehre ist eine staatliche Prüfung vorgesehen, die nach Bestehen die Bezeichnung als staatlich anerkannte/r Kinderpfleger/in vorsieht.

Wer die Ausbildung mit der abschließenden Note von 3,0 absolviert, erhält den Realschulabschluss. Gleichzeitig geht damit die Zulassung einher, künftig an weiterbildenden Maßnahmen teilzunehmen. Dies bezieht sich auf einen Fachberuf im medizinischen oder sozialen Bereich. Dazu gehört der Beruf als Erzieher/in, Altenpfleger/in und weitere innerhalb dieser Branche. Mit der Fachhochschulreife ist die Weiterbildung als Fachwirt/Fachwirtin und Betriebswirt/Betriebswirtin für Erziehungs- oder Sozialwesen möglich. Dabei geht es vor allem um das Ziel eines führenden Postens in entsprechenden Einrichtungen.

3. Studium

Für die Teilnahme an einem Studium ist eine abgeschlossene Lehre als Kinderpfleger/in mit Hochschulberechtigung vorgesehen. Folgende Studiengänge eignen sich:

  • Erziehungswissenschaft und Bildungswissenschaft,
  • Waldorfpädagogik,
  • Pädagogische Psychologie,
  • Soziale Arbeit.

Wahlweise finden die Studiengänge an einer Hochschule, oder über ein Fernstudium statt. Welcher Studiengang in welchem Ort möglich ist, und was er kostet, hängt von den Institutionen und der Dauer ab. Darüber hinaus bietet sich ein duales Studium oder eines in Vollzeit an. Beim dualen Studium ist das Studieren mit dem Sammeln praktischer Erfahrungen verbunden und findet in der Regel im Wechsel statt. Ein Studium bietet sich zur Umschulung an, oder um das Wissen nach der abgeschlossenen Ausbildung zu vertiefen. Ebenso ermöglicht das duale Studium, während der Lehrzeit einen praktischen Umgang mit Kindern und dem Berufsbild zu erhalten, um später darauf aufzubauen. In gesonderten Fällen besteht die Chance, ohne Hochschulberechtigung Zugang zu einem Studium zu erhalten. Weitere Informationen liefert die gewählte Hochschule oder das Institut des Fernlehrgangs.

4. Tätigkeit

Der Kinderpfleger oder die Kinderpflegerin arbeiten vorwiegend in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderheimen, Privathaushalten, in sonder- oder heilpädagogischen Einrichtungen, in Kinderkliniken oder sind bei sozialen Diensten beschäftigt. Sie unterstützen sozialpädagogische Fachkräfte wie Erzieher oder ErzieherIinnen bei der Arbeit oder helfen Eltern, in den privaten Haushalten, bei der Betreuung und Erziehung von ihren Kindern oder auch Säuglingen. Neben diesen sozialen Aufgaben fallen auch organisatorische und verwaltende Büroarbeiten in das Berufsbild eines Kinderpflegers oder einer Kinderpflegerin.