Klavierbauer Gehalt bundesweit

1,494 - 3,159

Branche, Erfahrung, Position?
Geben Sie weitere Kriterien an, um das Gehalt detaillierter zu berechnen.

Detailliert berechnen

344 Jobs für Klavierbauer / in bundesweit

Gefunden auf:

  • Stepstone
  • Jobware
  • experteer
  • Monster
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Klavierbauer / in

Datenbasis: 15 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,494 € 2,078 € 3,159 €
Baden-Württemberg 1,527 € 2,124 € 3,229 € Jobs Klavierbauer / in
Bayern 2,359 € 2,611 € 3,495 € Jobs Klavierbauer / in
Berlin 1,370 € 1,906 € 2,898 € Jobs Klavierbauer / in
Brandenburg 1,115 € 1,551 € 2,358 € Jobs Klavierbauer / in
Bremen 1,428 € 1,986 € 3,019 € Jobs Klavierbauer / in
Hamburg 1,563 € 2,174 € 3,305 € Jobs Klavierbauer / in
Hessen 1,745 € 2,427 € 3,690 € Jobs Klavierbauer / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,233 € 1,715 € 2,607 € Jobs Klavierbauer / in
Niedersachsen 1,360 € 1,892 € 2,876 € Jobs Klavierbauer / in
Nordrhein-Westfalen 1,501 € 2,088 € 3,174 € Jobs Klavierbauer / in
Rheinland-Pfalz 1,469 € 2,043 € 3,106 € Jobs Klavierbauer / in
Saarland 1,390 € 1,933 € 2,939 € Jobs Klavierbauer / in
Sachsen 1,019 € 1,417 € 2,154 € Jobs Klavierbauer / in
Sachsen-Anhalt 1,099 € 1,528 € 2,323 € Jobs Klavierbauer / in
Schleswig-Holstein 1,311 € 1,824 € 2,773 € Jobs Klavierbauer / in
Thüringen 1,268 € 1,763 € 2,680 € Jobs Klavierbauer / in

Klavierbauer / in:

1. Gehalt

Ein Klavierbauer verdient in Deutschland durchschnittlich 2.078 €, basierend auf 15 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.494 € und können teilweise bis zu 3.159 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Klavierbauer bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 1.824 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.124 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Klavierbauer Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.022 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.992 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.850 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.763 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.735 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.611 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.078 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = - Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = - Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer als Klavierbauer /-in arbeiten möchte, absolviert die dreieinhalbjährige Ausbildung zum/zur Klavier- und Cembalobauer /-in mit der entsprechenden Fachrichtung Cembalobau oder eben Klavierbau. Im Klavierbau stehen die folgenden Themen auf dem Ausbildungsplan:

  • Holzbe- und -verarbeitung: Arbeiten mit Loch- /Stechbeiteln und Hobeln, Ver- /Aufleimung,
  • Vorbereitungsarbeiten: Handhabung von Zeichengeräten, Anfertigung von Zeichnungen,
  • Metallbearbeitung: Verbindung von Metallteilen mit Schrauben,
  • Aufbau und Werkstoffkunde von Flügel, Klavier und Cembali (z.B. auch Anfertigung und Einbau von Pedaleinrichtungen),
  • Klaviermechanik: Hämmerköpfe einpassen, Vorstimmen des Instruments.

So selten die Ausbildung auch ist, so klassisch ist auch die Fortbildungsoption zum/zur Klavier- und Cembalobauermeister /-in. Der Ausbildungsberuf des /der Klavierbauer /-in ist sehr spezifisch. Ebenso rar und auch wiederum in sich speziell sind auch die Ausbildungsalternativen, wie

➤ die Ausbildung zum/zur Handzuginstrumentenmacher /-in. Während dieser Ausbildung wird vermittelt, wie der Materialbedarf abgeschätzt werden kann und das entsprechende Material auch vorbereitet wird (Leimen von Holzbauteilen, Feilen von Nichteisen- und Eisenmetallstücken). Zudem wird es sehr speziell bei Einbau und Justierung von Bassmechanik und dem Aufnieten sogenannter Stimmzungen auf Stimmplatten. Auch ein musikalisches Gehör ist wichtig, denn durch Feilen und Schaben werden Grundtöne bestimmt. Daneben steht die Kontrolle von musikalischer Einsatzfähigkeit und der Optik auf dem Plan.

➤ die Ausbildung zum/zur Orgel- und Harmoniumbauer /in (mit den Schwerpunkten Orgelbau / Pfeifenbau). Auf dem Ausbildungsplan stehen die verschiedenen Holzarten sowie diverse Möglichkeiten der Holzbe- und -verarbeitung. Auch Metalle sind im Orgel- und Harmoniumbau wichtig. Darüber hinaus wird während der Ausbildung vermittelt, wie Oberflächen bearbeitet werden können (gebeizt, grundiert, lackiert) und wie entsprechende Windversorgungsanlagen hergestellt werden. Ganz berufsspezifisch ist auch die Herstellung von Windlagenmodellen und Holzpfeifen. Darüber hinaus lernen Orgel- und Harmoniumbauer, wie Orgeln und Harmonien gepflegt und repariert werden können sowie wie sie eingemessen, montiert und reguliert werden. Auch die Zusammenfügung der hergestellten Einzelteile steht auf dem Ausbildungsplan.

3. Studium

Wer Klavierbauer /-in werden möchte, absolviert die eingangs dargestellte, duale Ausbildung. Wer anschließend eine Fortbildung anstrebt, kann die zum/zur Klavier- und Cembalobauermeister /-in absolvieren. In der Praxis werden Klavierbauer und Meister immer bleiben, auch wenn Meister zunehmend Fachaufgaben übernehmen. Wer die Kenntnisse und Fähigkeiten auf akademischem Niveau erweitern möchte und außerdem über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann das Studium des Musikinstrumentenbaus absolvieren, bei dem diese Themen auf dem Stundenplan stehen:

  • Musik-, Kunst-, Kultur- und Designgeschichte,
  • Geschichte der Musikinstrumente, Musikinstrumentenkunde, Musikinstrumentendesign,
  • Gestaltungsgrundlagen: Holzbildhauertechnik, musikalische Akustik, Elektroakustik,
  • Technikgrundlagen: technische Mechanik, Restaurierungstechnik, Konservierungstechnik,
  • Bau und Reparatur (Konstruktion und Technik) von Streich- und Zupfinstrumenten, Konzertgitarren.

Neben einer Neigung zu Kunst und Musik sind auch die Fächer Physik und Mathematik wichtige Grundvoraussetzung für das Studium des Musikinstrumentenbaus, denn letztlich geht es nicht nur um Optik und Klang, sondern auch um Konstruktion und Mechanik sowie um das Zusammenspiel verschiedener Bau- und Werkstoffteile.

Eine wahre Alternative zu diesem Studiengang gibt es indes nicht, wohl aber Studiengänge, die in Teilbereichen Parallelen zum Studium des Musikinstrumentenbaus aufweisen:

  • Die Studienfächer Konservierung und Restaurierung ebenso wie das Studium der Kunstgeschichte zeigt die Parallele in den Bereichen Geschichte und Archäologie. Der klassische Instrumentenbau wird dabei in der Regel allerdings nicht ausführlich behandelt und wenn überhaupt als Spezialthema am Rande gestreift.
  • Das Studienfach Produkt- und Industriedesign weist ebenfalls Gemeinsamkeiten zum Studium des Musikinstrumentenbaus auf. Kunstwissenschaft, Designgeschichte, Entwurf, Gestaltung und Darstellung sowie Entwurfskonzepte sind dabei die verbindende Komponente, obgleich auch hier gilt: Wie ein Instrument gebaut wird, ist in der Regel zu speziell, kann aber in Einzelfällen als Spezialthema aufgegriffen werden.
  • Im Studium der Musikwissenschaften werden Ansätze der musikalischen Akustik und der Elektroakustik vermittelt – wie dies auch im Studium des Musikinstrumentenbaus der Fall ist.
4. Tätigkeit

Klavierbauer fertigen Flügel und Pianos. Die Entwürfe dafür stellen sie entweder selbst her oder entnehmen gewünschte Gestaltungsvorgaben den technischen Zeichnungen. Zunächst steht die Fertigung von Resonanzböden und Gehäusen auf dem Plan. Die Teile, die sie nicht selbst anfertigen, lassen sie sich zuliefern. Der Rahmen für die Saiten wird aus Gussteilen zusammengesetzt. Anschließend werden Tasten, Pedale und Klaviermechanik ergänzt. Nach der Produktion steht die Überprüfung der Klangqualität auf der To-do-Liste eines Klavierbauers. Neben der Fertigung gehört auch die Wartung, Pflege und Reparatur zu den Aufgabenbereichen eines Klavierbauers.

Was auf den ersten Blick einfach klingt, erfordert einen sehr gekonnten Auswahl- und Fertigungsprozess, denn verbaut werden mehrere tausend Bauteile aus den unterschiedlichsten Materialien. Um die passenden Holzarten auszuwählen, müssen Klavierbauer ihr Wissen um deren Klang einsetzen. Neben der Fertigung und Montage, die in erster Linie für den guten Klang sorgt, ist auch die Optik wichtig. Da Klavierbauer dazu die Oberflächen bearbeiten, arbeiten sie in der Praxis oft mit einer Atemschutzausrüstung.

Ihren Arbeitsplatz finden Klavierbauer bei Handwerksbetrieben und kleineren Industrieunternehmen, die sich mit der Herstellung von Klavieren beschäftigen. Weitergehend eröffnen sich Beschäftigungsmöglichkeiten in Opern- und Konzerthäusern oder an Lehranstalten wie Musikschulen oder Konservatorien.