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Gehalt Kranführer / in

Datenbasis: 69  Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,397€ 2,213€ 2,923€
Baden-Württemberg 1,944€ 2,475€ 2,893€ Jobs Kranführer / in
Bayern 1,113€ 2,213€ 2,756€ Jobs Kranführer / in
Berlin 1,051€ 1,665€ 2,199€ Jobs Kranführer / in
Brandenburg 1,481€ 2,154€ 2,707€ Jobs Kranführer / in
Bremen 1,453€ 2,302€ 3,041€ Jobs Kranführer / in
Hamburg 2,471€ 3,915€ 5,171€ Jobs Kranführer / in
Hessen 1,610€ 2,551€ 3,369€ Jobs Kranführer / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,115€ 1,767€ 2,334€ Jobs Kranführer / in
Niedersachsen 1,782€ 2,099€ 2,303€ Jobs Kranführer / in
Nordrhein-Westfalen 1,324€ 2,317€ 3,202€ Jobs Kranführer / in
Rheinland-Pfalz 2,311€ 2,555€ 3,355€ Jobs Kranführer / in
Saarland 789€ 1,250€ 1,651€ Jobs Kranführer / in
Sachsen 1,324€ 1,619€ 1,902€ Jobs Kranführer / in
Sachsen-Anhalt 1,037€ 1,643€ 2,170€ Jobs Kranführer / in
Schleswig-Holstein 1,304€ 2,065€ 2,728€ Jobs Kranführer / in
Thüringen 1,081€ 1,713€ 2,263€ Jobs Kranführer / in

Kranführer / in:

1. Gehalt

Ein Kranführer verdient in Deutschland durchschnittlich 2.213 €, basierend auf 69 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.397 € und können teilweise bis zu 2.923 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Kranführer bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.065 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.475 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Kranführer Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.097 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.384 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.415 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.907 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.964 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.228 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.251 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.098 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.909 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des Kranführers / der Kranführerin ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern erfordert nach BGG 921 der Berufsgenossenschaft einen Befähigungsnachweis. Dieser wird durch einen meist innerbetrieblichen Lehrgang erworben. Da das Führen eines Krans bei nicht sachgemäßer Ausführung eine erhebliche Gefährdung für Personen und Sachwerte darstellt, sieht die Berufsgenossenschaft hier eine sorgfältige Auswahl der Lehrgangsteilnehmer vor. Die Verantwortung über die Auswahl, die gründliche Unterweisung und die fachliche Qualifizierung obliegt dem ausbildenden Unternehmen.

Voraussetzungen zur Lehrgangsteilnahme sind:

    Vollendung des 18. Lebensjahres

    Volksschulabschluss

    Mindestens 1 Jahr Praxiserfahrung im Baubetrieb

    Körperliche und geistige Eignung wie technisches Verständnis, Konzentrationsfähigkeit, Schwindelfreiheit, Verantwortungsbewusstsein

In der Regel erfolgt der Zugang zum Beruf des Kranführers bzw. der Kranführerin über die Ausübung eines anderen Ausbildungsberufs. Dies kann beispielsweise der Beruf des Baumaschinenführers / der Baumaschinenführerin sein oder eine Tätigkeit im Bereich der Lagerwirtschaft.

Zur Feststellung der körperlichen Eignung kann eine arbeitsmedizinische Untersuchung nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen G 25 „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“ durchgeführt werden. Zur Gewährleistung der geistigen Eignung wird das Unternehmen Personen zur Lehrgangsteilnahme auswählen, von denen das notwendige Verständnis für technische und physikalische Zusammenhänge, die Konzentrationsfähigkeit und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein zu erwarten ist.

Die Unterweisung, die den Erwerb des Befähigungsnachweises zum Ziel hat, besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Hierbei können die Lerninhalte und die Ausbildungsdauer abhängig von der zu steuernden Kranart, der auszuführenden Tätigkeit, der Art des Betriebs und den individuellen Vorkenntnissen variieren. So kann der innerbetriebliche Lehrgang 1 bis 20 Tage umfassen. Erfolgt die Ausbildung außerbetrieblich, ist zusätzlich eine innerbetriebliche Einweisung zu absolvieren.

Im Kranführerlehrgang werden folgende Lerninhalte vermittelt:

  • Grundlagen maschinentechnischer, elektrotechnischer, hydraulischer und pneumatischer Zusammenhänge
  • Grundlagen Krantechnik wie Aufbau, Funktion und Einsatzmöglichkeiten, Kenntnisse verschiedener Bauarten
  • Kranbetrieb allgemein: Aufstellung/Inbetriebnahme
  • Arbeiten mit der Maschine,
  • Feststellen der Funktionstüchtigkeit
  • Grundsätze der Vorgaben zur Unfallverhütung

Nach Absolvierung des Lehrganges sind eine schriftliche sowie eine mündliche Prüfung abzulegen. Mit dem erfolgreichen Ablegen der Prüfung gelten Kranführer /-innen als unterwiesen und erhalten den erforderlichen Befähigungsschein. Darüber hinaus ist das Unternehmen angewiesen, den zu beschäftigenden Kranführer bzw. die Kranführerin zur Führung des Krans schriftlich zu beauftragen.

Es empfiehlt sich, die ausgebildeten Kranführer /-innen zunächst mit einfachen Aufgaben zu beauftragen und anspruchsvollere Einsätze erst nach weiterer erworbener Praxiserfahrung und Bewährung des Kranführers / der Kranführerin in Auftrag zu geben. Der Unterweisungsumfang kann durch entsprechende inner- wie außerbetriebliche Weiterbildungslehrgänge erweitert werden.

3. Studium

Da der Beruf des Kranführers / der Kranführerin eine bautechnische Affinität voraussetzt und der Umgang mit technischen Vorrichtungen geübt sein muss, bietet sich als Weiterbildung und karrierefördernde Maßnahme ein ebenso techniknahes Studium an. Eine Möglichkeit wäre der Studiengang Maschinenbau. Dieser Studiengang ermöglicht mit seinen verschiedenen Fachrichtungen eine individuelle Spezialisierung und kann an Universitäten ebenso belegt werden wie an Fachhochschulen, an denen das Studium praxisnäher orientiert ist. Eine weitere Möglichkeit ist es, diesen Studiengang an einer privaten Schule berufsbegleitend zu absolvieren oder einen Fernstudiengang zu belegen.

Im Gegensatz zum klassischen Diplomstudium wurde auch für das Studium des Maschinenbaus das Bachelor-Studium und das Master-Studium eingeführt. Das Bachelor-Studium besteht aus Vorlesungen, Seminaren und Praxiseinheiten und wird in Form verschiedener Module angeboten, die von dem Studenten selbst gewählt und kombiniert werden können. Hierbei gibt es Pflichtmodule, die obligatorisch absolviert werden müssen. Diese sind beispielsweise:

  • Mathematik
  • Informatik
  • Physik
  • Technische Mechanik
  • Mess- und Regelungstechnik
  • Grundladen der Hydraulik & Pneumatik
  • Grundlagen der Elektrotechnik etc.

Darüber hinaus können weitere Module je nach Spezialisierung und Ausrichtung frei gewählt werden wie beispielsweise:

  • Maschinenakustik
  • Kolbenkraftmaschinen
  • Wärmeübertragung
  • Fertigungsmittelkonstruktion et.

Es ist hierbei zu erwähnen, dass die einzelnen Fachrichtungen und Angebote an Modulen je nach Hochschule oder Fachschule variieren können. Wer sich daher für ein Studium des Maschinenbaus interessiert, sollte sich im Vorfeld über die einzelnen Fachrichtungen und Spezialisierungsmöglichkeiten informieren und je nach eigener Schwerpunktsetzung die betreffenden Hochschulen auf ihrer jeweiligen Studienangebote prüfen.

Nach Abschluss des Bachelor-Studiums kann ein ausbauend ein Master-Studium absolviert werden, welches in der Regel aus weiterführenden vier Semestern besteht. In den ersten drei Semestern kann wie beim Bachelor-Studium die eigene Schwerpunktsetzung auf Basis der angebotenen Wahlmodule erfolgen. Mögliche Fachrichtungen, die im Master-Studium angeboten werden, sind:

  • Energie- und Verfahrenstechnik
  • Fahrzeugtechnik
  • Raumfahrttechnik
  • Schiffstechnik
  • Medizintechnik etc.

Das letzte Semester dient der Anfertigung der Master Thesis.

4. Tätigkeit

Kranführer und Kranführerinnen sind mit der Bedienung, Wartung und Führung der unterschiedlichsten Krananlagen beauftragt. Sie arbeiten nach strengen Sicherheitsbestimmungen und müssen stets auf eine ordnungsgemäße und ordentliche Arbeitsweise achten. Vorwiegend arbeiten Kranführer in größeren Betrieben des Baugewerbes, generell können sie aber in unterschiedlichen Branchen tätig sein:

  • in der Holzindustrie
  • in der Metallindustrie
  • an Frachtumschlagsplätzen wie Bahnhöfen und Häfen
  • im Bergbau
  • im Entsorgungsbereich

Über entsprechende Weiterbildungsseminare im Rahmen innerbetrieblicher und oft auch außerbetrieblichen Lehrgängen können die Aufgabenfelder ausgeweitet werden. Nach Bewährung und Praxiserwerb bestehen weitere Entwicklungsmöglichkeiten. So kann die Spezialisierung zum Kranmonteur erfolgen. Persönliche Eignung ermöglicht den Aufstieg bis zum Maschinenparkleiter oder ähnliche Positionen.

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