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Gehalt Kunststoffverarbeiter / in

Datenbasis: 27 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,554 € 2,076 € 2,838 €
Baden-Württemberg 1,855 € 1,905 € 2,371 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Bayern 1,540 € 1,929 € 2,179 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Berlin 1,447 € 1,933 € 2,643 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Brandenburg 1,356 € 1,811 € 2,476 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Bremen 1,430 € 1,910 € 2,611 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Hamburg 1,641 € 2,192 € 2,997 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Hessen 1,666 € 2,226 € 3,043 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,136 € 1,517 € 2,074 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Niedersachsen 1,999 € 2,670 € 3,650 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Nordrhein-Westfalen 1,582 € 2,195 € 3,075 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Rheinland-Pfalz 1,328 € 1,774 € 2,425 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Saarland 1,526 € 2,039 € 2,787 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Sachsen 1,533 € 2,048 € 2,800 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Sachsen-Anhalt 1,223 € 1,634 € 2,234 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Schleswig-Holstein 1,450 € 1,937 € 2,648 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in
Thüringen 1,233 € 1,647 € 2,252 € Jobs Kunststoffverarbeiter / in

Kunststoffverarbeiter / Kunststoffverarbeiterin:

1. Gehalt

Ein Kunststoffverarbeiter verdient in Deutschland durchschnittlich 2.076 €, basierend auf 27 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.554 € und können teilweise bis zu 2.838 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Kunststoffverarbeiter bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 1.937 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 1.905 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Kunststoffverarbeiter Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 1.859 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.885 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.192 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.186 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.221 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.076 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.910 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.186 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.142 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer in der Kunststoff verarbeitenden Branche tätig sein will, kommt fast nicht umhin, eine Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/-in der Kunststoff- und Kautschuktechnik zu absolvieren.

Wer sich für den Schwerpunkt Bauteile entscheidet, muss die folgenden Themen lernen: Herstellung und Zusammenstellung von Baugruppen, Erfassung von Messwerten, Aufbau von Pneumatikschaltungen, Einstellung und Funktionsprüfung von Regeleinrichtungen, Sicherstellung der Betriebsbereitschaft von Maschinen und Geräten, Auswahl und Anwendung der passenden Technik, Vorbehandlung von Flächen, Herstellung und Transport von Rohrleitungsteilen und -systemen sowie Verpackung und Lagerung von Halbzeugen und Fertigteilen.

Bei Ausbildungen mit dem Schwerpunkt Compound- und Masterbatchherstellung kommen diese Ausbildungsinhalten zum Tragen: Herstellung und Gruppierung von Baugruppen, Erfassung von relevanten Parametern, Einstellung und Überwachung von Regeleinrichtungen, Auswahl von Mischverfahren, Bestimmung und Nachstellung von Farbmustern, Verfahrensauswahl und -bestimmung sowie Ermittlung von physikalischen und chemischen Materialeigenschaften mit Hilfe bestimmter Prüfverfahren.

Auszubildende mit dem Ausbildungsschwerpunkt Faserverbundtechnologie beschäftigen sich mit diesen Themen: Produktion von Baugruppen und Einzelteilen, Anwendung von Messgeräten und Analyse der Ergebnisse, Aufbau von pneumatischen Schaltungen, Einstellung und Funktionsprüfung von Steuerungseinrichtungen, Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Maschinen, Berechnung von Mischverhältnissen, Durchführung von Mischungen, Auswahl und Zuordnung des Herstellverfahrens, Unterscheidung von Faserarten und Faserhalbzeugen nach Verwendungszweck, Montage und Demontage von Bauteilen sowie Nachbehandlung und Maßnahmen im Oberflächenschutz.

Wer den Schwerpunkt Formteile wählt, muss die folgenden Themen lernen: Baugruppenproduktion, Messwertanalysen, Steuer- und Regeleinrichtungen, Sicherstellung der sachgemäßen Produktionsbereitschaft von Maschinen und Anlagen, Auswahl und Anwendung des Verarbeitungsverfahrens, Berücksichtigung von Reaktionen, Ermittlung von Werkstoffeigenschaften, Vorbereitung und Rüstung von Werkzeugen für den Einsatz sowie Nachbehandlung der Formteile.

Im einer Ausbildung mit dem Schwerpunkt Halbzeuge beschäftigen sich die Lehrlinge unter anderem mit den folgenden Themen: Arbeitsvorbereitung (Werkzeugrüstung, Kontrolle der Maschinen, Werkstoffauswahl und -bereitstellung), Messwertanalysen, Steuer- und Regeleinrichtungen, Produktion von Baugruppen und Einzelteilen sowie Nachbehandlung der Halbzeuge durch Tempern und Konditionieren.

Eine Lehre mit dem Ausbildungsschwerpunkt Kunststofffenster bringt Auszubildenden entsprechend spezifische Kenntnisse zur Thematik bei : vorbereitende Maßnahmen (Auswahl und Bereitstellung von Werkzeug, Maschinen, Werkstoffen), Handhabung von Messgeräten, Erfassung von Messwerten, Einstellung und Überwachung von Regel-/Steuer-/Messeinrichtungen, Auswahl des Anwendungsverfahrens (Fügen), Auswahl und Montage von Verglasungen unter Berücksichtigung von Wärme-, Einbruch- und Lärmschutzeigenschaften, Bedienung von Produktionsanlagen sowie Anwendung von Prüfverfahren (Ecken- und Funktionsprüfung).

Wer sich für den Schwerpunkt Mehrschichtkautschuk entscheidet, wird während der Ausbildung diese Inhalte lernen: Auswahl und Bereitstellung von Werkzeug, Maschinen, Werkstoffen; Nutzung von Messgeräten zur Generierung von relevanten Messwerten; Einstellung, Prüfung und Überwachung von Regel-, Steuer- und Messeinrichtungen; Einstellung, Optimierung und Dokumentation der Herstellparameter; Ermittlung von Werkstoffeigenschaften; Vorbereitung, Rüstung, Reinigung, Konservierung und Einlagerung von Werkzeugen; produktspezifische Nachbearbeitung.

3. Studium

Nach einer der oben näher erläuterten Ausbildungen empfiehlt sich das Studium der Kunststofftechnik. Mit einem Abschluss in diesem Studienfach können Absolventen als Sachverständige, Gutachter, Qualitätsmanagers oder gar als Chef eines Unternehmens tätige werden – wobei es für selbstständige oder freiberufliche Unternehmer im Prinzip keine Vorschriften zur Ausbildung oder zum Studium gibt. Ganz explizit auf das Fach Kunststofftechnik zugeschnitten ist jedoch das gleichnamige Studienfach, bei dem diese Studieninhalte auf dem Stundenplan stehen:

Betriebswirtschaftslehre (Statistik, Mathematik, Rechnungswesen, Dokumentationswesen, Marketing und Vermarktung, Qualitätsmanagement, Informatik); praktische Seminare wie Arbeitsvorbereitung, Kunststoffverarbeitung, Fertigungssteuerung, Wartung und Instandhaltung; Elektrotechnik; Mechanik; Festigkeitslehre; Werkstoffkunde; spezifische Software (CAD/CAM). Dies steht im grundständigen Studium auf der To-do-Liste.

➤ Kunststofftechnologie: Produktentwicklung, Prozessregelung, Analyseverfahren, Optimierungsansätze; Werkstoffkunde: Kunststoffe und Faserkunststoffverbunde , Werkstoffentwicklung, Werkstoffwissenschaften; Innovationsmanagement; spezielle Verarbeitungs- und Prüfverfahren; Anwendungsgebiete wie die Fahrzeugtechnik. Diese Themen erwarten die Studenten des weiterführenden Studiums.

Mögliche Studiengänge im Bereich der Kunststofftechnik sind: angewandte Kunststofftechnik, Engineering, Kunststofftechnik, Kunststoff- und Elastomertechnik, Maschinenbau, Kunststofftechnik und Faserkunststoffverbunde sowie Kunststoff- und Textiltechnik.

Ein/-e Kunststoffverarbeiter/-in hat in ihrem Aufgabenbereich die Be- und vor allem Verarbeitung von Kunststoff im Blick – und zeigt damit eine klare Konzentration auf die praktischen Inhalte, die im Rahmen eines klassischen Studiengangs oft zu kurz kommen. Vor diesem Hintergrund wurden Modelle wie das duale Studium eingeführt, die es ermöglichen, Theorie und Praxis zu kombinieren. Während die Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/-in für Kunst- und Kautschuktechnik die praktische Komponente darstellt, werden die theoretischen Inhalte aus dem grundständigen Studium der Kunststofftechnik an der dualen Hochschule vermittelt.

4. Tätigkeit

Kunststoffverarbeiter finden eine gute Möglichkeit für die Sicherung ihres Einkommens als Beschäftigte in der Kunststoff verarbeitenden Industrie oder bei ähnlich strukturierten Unternehmen, welche Kunststoff als Rohstoff weiterverarbeiten oder verwenden. Ihre Aufgaben liegen in der Umsetzung von unternehmerischen Vorgaben bei der Bearbeitung von Kunststoffen und der Herstellung von Produkten. Sie bedienen dafür die Produktion benötigten Maschinen, stellen einen ordnungsgemäßen Materialfluss sicher und übernehmen eine Kontrollfunktion hinsichtlich der qualitativen Eigenschaften des Produktes.

Eines haben alle Verfahrensmechaniker der Kunststoff- und Kautschuktechnik gemeinsam: Sie fertigen Werkstücke und Baugruppen unter Verwendung von Kunststoff und Kautschuk. Einzig die Produkte, die sie fertigen, werden – je nach Ausbildungsschwerpunkt – unterschieden:

  • Beim Schwerpunkt Bauteile werden Rohrleitungsteile und -systeme gefertigt.
  • Beim Schwerpunkt Compound- und Masterbatcherstellung stehen Farbgranulate und Verbundstoffe im Fokus.
  • Beim Schwerpunkt Faserverbundtechnologie stehen Faserverbundbauteile im Fokus.
  • Beim Schwerpunkt Formteile werden polymere Werkstücke in verschiedenen Formen produziert.
  • Beim Schwerpunkt Halbzeuge werden Flachstäbe und Rundstäbe hergestellt.
  • Beim Schwerpunkt Kunststofffenster werden Fenster, Türen und Fassaden gefertigt.
  • Beim Schwerpunkt Mehrschichtkautschuk wird Kunststoff und Kautschuk mit anderen Materialien kombiniert.
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