Pflegehelfer im Privathaushalt Gehalt bundesweit

1,124 - 2,357

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439 Jobs für Pflegehelfer / in Privathaushalt bundesweit

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Pflegehelfer / in Privathaushalt

Datenbasis: 49 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,124 € 1,597 € 2,357 €
Baden-Württemberg 1,173 € 1,667 € 2,460 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Bayern 1,006 € 1,430 € 2,111 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Berlin 1,181 € 1,279 € 2,143 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Brandenburg 1,175 € 1,668 € 8,077 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Bremen 1,074 € 1,526 € 2,252 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Hamburg 1,460 € 1,757 € 1,948 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Hessen 1,078 € 1,532 € 2,261 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Mecklenburg-Vorpommern 856 € 1,216 € 1,795 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Niedersachsen 1,477 € 1,928 € 2,153 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Nordrhein-Westfalen 1,124 € 1,639 € 1,958 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Rheinland-Pfalz 1,105 € 1,570 € 2,317 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Saarland 1,046 € 1,486 € 2,193 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Sachsen 853 € 1,212 € 1,789 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Sachsen-Anhalt 826 € 1,174 € 1,733 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Schleswig-Holstein 1,309 € 1,860 € 2,745 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt
Thüringen 875 € 1,243 € 1,835 € Jobs Pflegehelfer / in Privathaushalt

Pflegehelfer / in Privathaushalt:

1. Gehalt

Ein Pflegehelfer im Privathaushalt verdient in Deutschland durchschnittlich 1.597 €, basierend auf 49 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.124 € und können teilweise bis zu 2.357 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Pflegehelfer im Privathaushalt bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 1.860 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 1.667 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Pflegehelfer im Privathaushalt Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 1.639 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.580 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.464 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.597 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.703 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.668 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.649 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.377 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.429 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Eine Ausbildung, die genau für diesen Einsatz qualifiziert, gibt es nicht. Wohl aber Ausbildungen, die Inhalte aus der Pflege vermitteln und dafür qualifizieren im Privathaushalt als Pflegekraft eingesetzt zu werden. Da die Bezeichnung Pflegehelfer/-in auf eine verkürzte Ausbildung zum/zur Helfer/-in hinweist, können diese Ausbildungsberufe für den Beruf qualifizieren:

  • Altenpflegehelfer/-in,
  • Betreuungskraft/Alltagsbegleiter/-in,
  • Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in,
  • Heilerziehungspflegehelfer/-in,
  • Helfer/-in für Altenpflege/Persönliche Assistenz,
  • Krankenpflegehelfer/-in für Altenpflege,
  • Krankenpflegehelfer/-in für Behindertenpflege.

Grundsätzlich ermöglichen die oben genannten Ausbildungen in der Regel alle eine Tätigkeit in einer Einrichtung der Kranken-, Alten- und Behindertenpflege. Eine Besonderheit ist die Ausbildung zum/zur Betreuungskraft/Alltagsbegleiter/-in, denn hierbei sind die Ausbildungsinhalte je nach Lehrgangsanbieter geregelt. In der Regel umfassen sie jedoch diese Themen:

  • Typische Alterserkrankungen und Demenz, psychische Erkrankungen sowie geistige Behinderungen,
  • Zielgruppengerechte Betreuungskonzepte, Hauswirtschaft, Ernährungslehre,
  • Kommunikation und Interaktion mit kranken Menschen, Angehörigen und Pflegekräften,
  • Erste Hilfe Maßnahmen,
  • Rechtliches: Haftungs- und Betreuungsrecht.

Ebenfalls ein Sonderfall ist die Ausbildung zum/zur Helfer/-in für Altenpflege/Persönliche Assistenz, denn damit wird keine klassische Ausbildung beschrieben, sondern eine fachliche Unterweisung am Arbeitsplatz. Von Vorteil ist eine branchenspezifische Ausbildung in jedem Fall, Grundvoraussetzung jedoch nicht.

Grundsätzlich gilt, dass die Fähigkeiten, die ein/eine Pflegehelfer/-in im Privathaushalt benötigt, auch über einzelne Kursmodule erworben werden können. Die Zielgruppe sind meist ältere Menschen, die sich nicht mehr alleine versorgen können, oder aber behinderte Menschen, die Unterstützung benötigen. Pflegehelfer im Privathaushalt müssen sich diese Inhalte aneignen, um Hilfe sein zu können:

  • Grundkenntnisse des Krankheitsverlaufes des/der jeweiligen Patienten/-in,
  • Kenntnisse und Fähigkeiten, die zur Pflege und Ernährung des/der Patienten/-in nötig sind,
  • Informationen darüber, wie der Haushalt kosten- und zeitsparend geführt werden kann,
  • Umgang mit Fremden, oft geistig Verwirrten sowie deren Angehörigen.
3. Studium

Wie bereits eingangs erwähnt, handelt es sich beim Berufsbild des/der Pflegehelfers/-in im Privathaushalt um einen Helferberuf, der gewisse fachliche Kenntnisse voraussetzt, für die aber keine abgeschlossene Ausbildung obligatorisch ist. Das bedeutet auch, dass kein/-e Pflegehelfer/-in ein Studium absolvieren wird, um anschließend wieder als Pflegehelfer/-in zu arbeiten. Die Praxis sieht hingegen so aus, dass ein/eine Pflegehelfer/-in gute Möglichkeiten hat, einen Pflegeberuf in der Praxis kennenzulernen. Anschließend eine Ausbildung zu absolvieren ist für Interessierte durchaus sinnvoll. Wer allerdings über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann auch ein entsprechendes Hochschulstudium absolvieren.

Die erste Wahl wird in diesem Zusammenhang das Pflegemanagement/die Pflegewissenschaft sein, die mit diesen Studieninhalten aufwartet:

  • Pflegewissenschaft: Recht, wissenschaftliches Arbeiten, empirische Sozialforschung, Gesundheitspsychologie, Prävention, Gesundheitssystem, Gesundheitspolitik, Pädagogik, Beratungskonzepte.
  • Pflegemanagement: Finanzmanagement, Controlling, Marketing, Human Resource Management, Pflegequalität, Systematik.
  • Fachbereiche: Forensic Nursing, Krankenhaushygiene, Umweltmanagement, Mental Health, Palliativ Care.

Ein Studium des Gesundheitsmanagements/der Gesundheitsökonomie legt den Schwerpunkt auf die wirtschaftliche Komponente und hält diese Themen vor:

➤ Arbeitsorganisation und Arbeitsrecht, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitsversorgung, Wirtschaftswissenschaften, Sozialforschung, Controlling, Qualitätsmanagement, Marketing im Gesundheitswesen, Gesundheitswissenschaften, Gesundheitsförderung, Gesundheitschancen, Patienteninformation, klinische Entscheidungen, Mental Health, Pädagogik der Gesundheitsberufe, Gewaltprävention, Gesundheitspädagogik.

Wer den Fokus auf Menschen legen will, die einen speziellen Förderbedarf haben, ist mit dem Studium der Heilpädagogik gut beraten. Dabei stehen diese Themen auf dem Stundenplan:

➤ Beratung, Diagnostik, Didaktik und Methodik der Heilpädagogik in der Praxis, Berufsrollen, Zielgruppen, Arbeitsfelder und Medien im Rahmen der Heilpädagogik, Empirie und Wissenschaftstheorie als Grundlage der Heilpädagogik, Anwendungsfelder der Pädagogik, Philosophie, Soziologie, Psychologie und der Medizin, Grundlagen der Heilpädagogik: Rechtswissenschaft, Sozialpolitik und Sozialmanagement.

Grundsätzlich möglich ist auch ein Studium der Sozialen Arbeit, das weder einen Fokus auf eine Altersgruppe noch auf eine spezielle Gruppe von Menschen legt. Diese Inhalte werden dabei vermittelt:

  • Arbeitsfelder, Grundbegriffe und Rechtsgrundlagen der Sozialen Arbeit,
  • die verschiedenen Alters(ziel)gruppen im Rahmen der Sozialen Arbeit,
  • Prekäre Lebenslagen und soziale Ungleichheit als Grundlage der Hilfsbedürftigkeit.
4. Tätigkeit

Pflegehelfer im Privathaushalt sind für die Unterstützung und Betreuung sowie die Pflege von Menschen, die beispielsweise durch ihr Alter, Behinderung oder Erkrankung auf Hilfe angewiesen sind, zuständig. Dabei betreuen sie die Menschen in ihrer häuslichen Umgebung. Sie übernehmen leichte Pflegetätigkeiten und üben lebenspraktische Hilfsarbeiten aus. Ziel ist es, die Menschen in ihrer gewohnten Umgebung zu belassen, um so den Heilungsprozess zu unterstützen.

Der genaue Tätigkeitsbereich von Pflegekräften ist immer abhängig von deren Ausbildung, denn damit hängen auch die Fähigkeiten und vor allem auch deren Kompetenzen zusammen. Gehen wir davon aus, dass die Pflegehelfer im Privathaushalt bei einem Pflegedienst angestellt sind und in der ambulanten Pflege Dienste verrichtet, sind diese Aufgaben ihre Haupttätigkeiten:

  • Unterstützung beim Aufstehen, Anziehen und bei der Körperpflege,
  • Unterstützung des Fachpersonals bei der Pflege und Lagerung der älteren Menschen,
  • Hilfe bei der Verteilung der Mahlzeiten ggf. Unterstützung beim Essen,
  • Mitgestaltung und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung: Aufräumen, Bettenmachen, Einkaufen, Behördengänge erledigen, zu Arztbesuchen begleiten, gemeinsame Freizeitgestaltung.

Sie halten dabei Rücksprache mit Ärzten und Familienangehörigen. Werden Pflegehelfer zur Unterstützung von behinderten Menschen engagiert, übernehmen sie ähnliche Aufgaben bzw. stimmen diese mit der zu pflegenden Person oder etwaigem Fachpersonal ab.