Produktentwickler Gehalt bundesweit

2,660 - 7,173

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137 Jobs für Produktentwickler / in bundesweit

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Produktentwickler / in

Datenbasis: 67 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2,660 € 4,006 € 7,173 €
Baden-Württemberg 2,320 € 3,745 € 7,616 € Jobs Produktentwickler / in
Bayern 3,172 € 4,507 € 5,220 € Jobs Produktentwickler / in
Berlin 2,493 € 3,754 € 6,722 € Jobs Produktentwickler / in
Brandenburg 2,112 € 3,180 € 5,694 € Jobs Produktentwickler / in
Bremen 2,660 € 4,006 € 7,173 € Jobs Produktentwickler / in
Hamburg 2,783 € 4,191 € 7,504 € Jobs Produktentwickler / in
Hessen 5,130 € 7,726 € 13,834 € Jobs Produktentwickler / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,912 € 2,879 € 5,155 € Jobs Produktentwickler / in
Niedersachsen 2,422 € 3,647 € 6,530 € Jobs Produktentwickler / in
Nordrhein-Westfalen 2,915 € 3,426 € 4,362 € Jobs Produktentwickler / in
Rheinland-Pfalz 2,616 € 3,939 € 7,053 € Jobs Produktentwickler / in
Saarland 2,474 € 3,726 € 6,672 € Jobs Produktentwickler / in
Sachsen 2,019 € 3,041 € 5,445 € Jobs Produktentwickler / in
Sachsen-Anhalt 1,955 € 2,945 € 5,273 € Jobs Produktentwickler / in
Schleswig-Holstein 2,335 € 3,517 € 6,297 € Jobs Produktentwickler / in
Thüringen 2,331 € 3,510 € 6,285 € Jobs Produktentwickler / in

Produktentwickler / in:

1. Gehalt

Als Produktentwickler liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.006 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 67 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.660 € beginnen, Produktentwickler in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.173 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.517 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.745 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Produktentwickler in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.090 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.426 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.728 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.762 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.211 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.422 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.622 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.798 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.716 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Produktentwickler /-innen sind in diversen Wirtschaftszweigen tätig. In der Modebranche entwerfen sie die Kollektion der nächsten Saison. Als Technischer Produktentwickler /-in konzipieren sie das Design von Geräten und Anlagen.

Wer Freude an der Prüfung von Konstruktionen auf Belastbarkeit hat, sich für Aufmaße, Stücklisten und technische Protokolle interessiert, ist mit der anerkannten klassischen Berufsausbildung zum/zur Technischen Produktentwickler /-in gut beraten. Ein Faible für das Programmieren von Fertigungseinrichtungen oder Steuereinheiten sowie logisches Denkvermögen bei Problemstellungen im Entwurf von Maschinen und Geräten sind hilfreiche Eigenschaften für diesen Ausbildungsgang. Die Lehre dauert dreieinhalb Jahre. Sie wird in Industriebetrieben angeboten und als duale Ausbildung durchgeführt. Unterricht findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Viele Betriebe wünschen als Zugangsvoraussetzung einen mittleren Schulabschluss oder die Hochschulreife.

Die Ausbildungsinhalte zum/zur Technischen Produktentwickler /-in umfassen:

  • Erstellung und Anwendung technischer Dokumente,
  • Rechnergestützte Konstruktionen,
  • Unterscheidung von Werkstoffen, Fertigungsverfahren und Montagetechniken,
  • Beurteilung von Werk- und Hilfsstoffen,
  • Erstellung von Kalkulationen,
  • Entwicklung von Produkten (vom Skizzieren zum Entstehungsprozess),
  • Berechnung von Bauteilen und –gruppen,
  • Ausführung von Simulationen,
  • Veränderung und Prüfung von Werkstoffeigenschaften,
  • Erstellung von Konstruktionen.

Auszubildende erlangen Kenntnisse in den Feldern Fertigungstechnik, Steuerungs- und Elektrotechnik sowie Füge- und Montagetechnik. Der theoretische Unterricht in der Berufsschule vermittelt Wissen über die Analyse und das Verständnis technischer Systeme. Die Auszubildenden erstellen mit Hilfe von Computern Bauteile und –gruppen und vertiefen Deutschkenntnisse. Sie erlernen die Grundlagen der Wirtschafts- und Sozialkunde.

Nach der Ausbildung können Technische Produktentwickler Zusatzqualifikationen erzielen und sich weiter spezialisieren. Ein nächster Schritt ist der Erwerb des Titels "Assistent /-in für Energie und Ressourcen im Handwerk". Denkbar ist auch ein Abschluss als „CNC-Fachkraft“. Interessenten /-innen, die als Führungskraft wirken möchten, legen die Prüfung zum/zur „Techniker /-in Fachrichtung Maschinentechnik“ ab. Mit einer Hochschulqualifikation bietet sich ein Bachelorstudiengang im Maschinenbau an. Produktentwickler /-innen sind imstande, sich selbstständig zu machen. Ein eigenes Konstruktionsbüro ist dazu geeignet.

3. Studium

Um Produktentwickler /-in zu werden, ist ein Hochschulstudium zum Einstieg in das Berufsleben möglich. Ein kompatibles Studienfach ist „Gestaltung/Design“. Für das Studium benötigen Studenten /-innen im Durchschnitt sechs Semester. Es bringt den Abschluss „Bachelor of Arts“.

Design und Gestaltung ist ein vielfältiger Bereich. Er inkludiert Entwurf und Ausarbeitung der Gestalt von

  • Konsumgütern,
  • Fahrzeugen aller Art,
  • Investitionsgütern (Maschinen und Anlagen).

Produktdesign hat eine ästhetische Aufgabe. Dabei geht es ebenso um die Berücksichtigung von symbolischen und praktischen Anforderungen. Gestaltung/Design unterteilt sich in verschiedene Hauptgebiete. Industriedesign betrifft die Ausarbeitung von Möbeln, Mode und Verpackungen. Hierzu gehört die Formgebung im Bereich medizinischer Geräte, von Autos, Maschinen und Flugzeugen. Ein anderes Gebiet heißt Kommunikationsdesign. Dieses beschäftigt sich mit dem Design von Kommunikationsmitteln, unter anderem

  • Multimediaprodukten,
  • Webseiten (Internet),
  • Werbematerialien,
  • Zeitungen und Zeitschriften.

Die Rubrik Produktdesign als Inhalt des BA-Studienganges „Gestaltung/Design“ behandelt die Planung, Gestaltung sowie Präsentation verschiedener Gegenstände. Dazu zählen

  • Sportgeräte,
  • Möbelstücke,
  • Haushaltsgegenstände,
  • Medizinische Apparaturen,
  • Werkzeuge.

Im Studium lernen die Studierenden Details über innovative Werkstoffe, Produktentwicklung und Design im soziokulturellen Zusammenhang. Wirtschaftliche Themen wie Produktion und Logistik, Projektmanagement und betriebliche Informatik gehören zum Studienplan. Die meisten Universitäten, die Gestaltung/Design im Angebot haben, legen erheblichen Wert auf ein praxisnahes Studium. Sie besitzen eigene Werkstätten, in denen die Studenten /-innen die Projekte praktisch verwirklichen können.

Eine besondere Spezialisierung für Interessenten /-innen ist das Studium „Lebensmittel Produktentwicklung“. Dieser Studiengang beinhaltet die Entwicklung neuer Lebensmittel. Bevor sie auf den Markt kommen, werden sie von Konsumenten und Experten sensorisch getestet. Ein/e Lebensmittel Produktentwickler /-in ist die Verbindung zwischen Produktion und Marketing. Vorausgesetzt werden für einen Masterstudiengang zum/zur Lebensmittel Produktentwickler gute Fachkenntnisse in Lebensmitteldesign und Marktanalysen. Expertise in nationalem und internationalem Lebensmittelrecht ist erforderlich. Ein fachbezogener Bachelor- oder Diplomabschluss ist für diesen weiterführenden Studiengang obligatorisch.

4. Tätigkeit

Produktentwickler /-innen der Fachrichtung Technik finden Jobs in Industrieunternehmen und Zulieferern der Industrie. Sie arbeiten in Konstruktionsbüros und Forschungsinstituten. Sie haben gute zeichnerische Fähigkeiten und nutzen Computerprogramme zur Erstellung und Bearbeitung von Skizzen. Sie gestalten grafische 3-D-Formate. Produktentwickler /-innen unterstützen Ingenieure. Die gestalterisch umzusetzenden Produkte variieren in Abhängigkeit vom Arbeitgeber. Bagger, Brillen, Kaffeemaschinen, PKW, Gabelstapler oder Messestände: Produktentwickler /-innen sind in verschiedensten Bereichen tätig.

Sie zeichnen, konstruieren, dokumentieren und präsentieren ihre kreativen Ideen. Dabei handelt es sich sowohl um Prototypenbetreuung als auch die Gestaltung von Produktserien. Produktentwickler /-innen brauchen stets aktuelles Fachwissen über den Konsumgütermarkt. Sie gelten teils als Erfinder. Neue Produkte müssen alle Bedingungen an Neuwertigkeit, Unbedenklichkeit und Sicherheit erfüllen. Um alle Phasen eines Entwurfsprozesses erfolgreich zu durchlaufen braucht ein/e Produktentwickler /-in Routine in Maschinenbau, Mathematik und Formgebung.

Produktentwickler pflegen Kontakte zu Kunden und Auftraggebern. Fremdsprachenkenntnisse sind dienlich beim Managen von internationalen gestalterischen Projekten, besonders beim Design von Werbung, digitalen Medien und Online-Spielen.