Psychologischer Psychotherapeut Gehalt bundesweit

2,379 - 5,139

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Psychologischer Psychotherapeut

Datenbasis: 75 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2,379 € 3,847 € 5,139 €
Baden-Württemberg 2,815 € 3,907 € 4,063 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Bayern 2,358 € 3,614 € 5,716 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Berlin 3,426 € 3,915 € 4,344 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Brandenburg 1,776 € 2,872 € 3,837 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Bremen 2,274 € 3,677 € 4,912 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Hamburg 2,210 € 3,573 € 4,773 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Hessen 3,822 € 4,741 € 5,139 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Mecklenburg-Vorpommern 1,710 € 2,765 € 3,694 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Niedersachsen 3,066 € 3,585 € 3,847 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Nordrhein-Westfalen 2,427 € 3,720 € 5,673 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Rheinland-Pfalz 1,615 € 2,705 € 4,136 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Saarland 2,213 € 3,578 € 4,780 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Sachsen 1,608 € 2,600 € 3,473 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Sachsen-Anhalt 1,749 € 2,828 € 3,778 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Schleswig-Holstein 2,089 € 3,378 € 4,512 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut
Thüringen 1,852 € 2,994 € 4,000 € Jobs Psychologischer Psychotherapeut

Psychologische Psychotherapeuten:

1. Gehalt

Als Psychologischer Psychotherapeut liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.847 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 75 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.379 € beginnen, Psychologische Psychotherapeuten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.139 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.378 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.907 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Psychologischer Psychotherapeut in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.465 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.695 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.915 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.911 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.711 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.894 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.746 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.901 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.111 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Beim psychologischen Psychotherapeuten handelt es sich um einen Beruf, der eine besondere Konstellation aus Studium und Ausbildung voraussetzt. Die als psychologische Psychotherapeuten tätigen Personen besitzen ein abgeschlossenes Studium der Psychologie mit Diplom- oder Master-Titel. Nähere Informationen zum Studium folgen an späterer Stelle. Auf das Psychologie-Studium folgt eine mindestens drei Jahre andauernde Ausbildung nach dem Psychotherapeuten-Gesetz (kurz PsychThG). Insgesamt nimmt die Studiums- und Ausbildungs-Zeit für den vorgestellten Beruf im Durchschnitt zwölf Jahre in Anspruch.

Die sich an das Studium anschließende Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten setzt sich aus theoretischen Inhalten und deren praktischer Anwendung zusammen. Der Umfang der Theorie-Ausbildung beläuft sich auf 600 Stunden. Zusätzlich schreibt das PsychThG mindestens 600 Behandlungs-Stunden in einer praktischen Einrichtung vor. Darüber hinaus arbeiten die Auszubildenden 1.200 Stunden in einer psychiatrisch-klinischen Einrichtung. Weitere 600 Stunden entfallen auf einen Praxis-Aufenthalt in einer Einrichtung zur psychotherapeutischen Versorgung. Folglich zielt die Ausbildung auf einen starken Bezug zur Praxis ab und bezieht die Patienten eng mit ein. Dadurch erhalten die angehenden psychologischen Psychotherapeuten die für ihren Beruf notwendige Erfahrung.

Im Rahmen der angesprochenen Theoriephase stehen diese Inhalte auf dem Lehrplan:

  • Grundlagen der Psychotherapie
  • Diagnostik
  • Grundlagen aus der Medizin und Pharamkologie
  • Diverse Konzepte und Techniken zur Behandlung von Patienten
  • Dokumentation der Behandlungsverläufe und deren Bewertung
  • Besonderheiten von Kurz- und Langzeit- Therapien

Die Ausbildung der psychologischen Psychotherapeuten schließt mit einer zweiteiligen Prüfung ab. Deren schriftlicher Abschnitt dauert 120 Minuten. Die gestellten Fragen beziehen sich auf wissenschaftlich akzeptierte Verfahren aus der Psychotherapie. Zusätzlich erwartet die Prüflinge ein mündlicher Teil, der sich erneut in zwei Phasen untergliedert. Zunächst empfiehlt die zu prüfende Person anhand eines Fallbeispiels in 30 Minuten eine begründete Kranken-Behandlung. Daran schließt sich eine 120-minütige Gruppen-Prüfung an. Die einzelnen Gruppen bestehen aus bis zu vier Personen.

3. Studium

Die Zulassung zur Ausbildung des psychologischen Psychotherapeuten setzt ein vorheriges, erfolgreich abgeschlossenes Studium voraus. Interessenten benötigen einen Diplom- oder Master-Titel aus der Psychologie. Außerdem verlangen die Anbieter der späteren Weiterbildung die Belegung des Faches "Klinische Psychologie" im Studium.

Die angesprochenen Diplom-Abschlüsse gehören weitgehend der Vergangenheit an. Mittlerweile führt der Großteil der Hochschulen sogenannte Bachelor- und Master-Abschlüsse. Am vorgestellten Beruf interessierte Personen beginnen ihr Studium mit einem Bachelor aus dem Bereich der Psychologie. Währenddessen hören Sie Vorlesungen aus den Grundlagen-Fächern:

  • Allgemeine Psychologie
  • Methodenlehre
  • Sozial-Psychologie
  • Entwicklungs-Psychologie
  • Bio-Psychologie
  • Persönlichkeits-Psychologie

Bei guten Noten im Bachelor-Studium bestehen reelle Chancen, eine Zusage für einen aufbauenden Master-Studiengang zu erhalten. Bei der Wahl der Universität achtet der Student zwingend darauf, dass der zugehörige Studienverlaufs-Plan das erwähnte Fach der klinischen Psychologie enthält. Am Ende des Master-Studiums verfassen die Absolventen eine wissenschaftliche Abschluss-Arbeit. Hierbei behandeln sie eine umfangreiche Fragestellung und wenden darauf die gelernten theoretischen Inhalte an.

4. Tätigkeit

Der Psychologische Psychotherapeut und die Psychologische Psychotherapeutin finden ihr Arbeitsumfeld meist in eigenen Praxen, können aber auch in Krankenhäusern, psychosomatischen Einrichtungen und psychiatrischen Kliniken. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich an Hochschulen und Beratungsstellen. Ihre Aufgaben finden sich in der Diagnose, der Heilung und der Linderung von psychischen und psychosomatischen Störungen bei Menschen. Dabei wenden sie wissenschaftlich anerkannte psychotherapeutische Verfahren an. Das Gehalt oder der Verdienst kann durch das Arbeitsumfeld bestimmt sein. Das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens oder einer Einrichtung ab. Der Stundenlohn richtet sich nicht zuletzt nach Art, Umfang und Qualität der Behandlung.